Alarmstufe Rot für die Gelenke

Sportarten wie Tennis führen häufig zu einer Schleimbeutelentzündung
Gerade Sportarten wie zum Beispiel Tennis führen häufig zu einer Schleimbeutelentzündung, da die Gelenke stark belastet werden © Fotolia

Eine Entzündung der Schleimbeutel kann jeden treffen. Praxisvita gibt Tipps, wie sich der Schmerz schnell lindern lässt.

Es passiert nicht nur beim Sport: Plötzlich wird der Ellbogen dick, das Knie schwillt an, der Fuß schmerzt, bekommt eine dicke Beule. Diagnose: Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Und die kann jeden treffen: Die Hausfrau ebenso wie die Sekretärin oder den Hobbysportler. Ursache ist fast immer eine Überbelastung eines Gelenkes.

 

Was sind Schleimbeutel?

Zentimeterkleine mit Flüssigkeit gefüllte Kissen, die Druck- und Reibbelastungen zwischen Knochen, Sehnen oder der Haut abmildern. Im Entzündungsfall können sie durch die vermehrte Flüssigkeit anschwellen und dann fast mandarinengroß werden. Die betroffene Stelle ist heiß, gerötet und schmerzt. Das Gelenk lässt sich nur unter Schmerzen bewegen.

 

Wann kommt es zur Schleimbeutelentzündung?

Durch Dauerbelastung beim Sport (zum Beispiel Tennis, Fußballspielen), am Computer, aber auch bei der Haus- und Gartenarbeit kann es zu Flüssigkeitsansammlungen oder zu Blutungen kommen. Seltener sind Infektionen. Die können allerdings Vereiterungen zur Folge haben und müssen mit einem Antibiotikum behandelt werden.

 

Was hilft im Akutfall?

Grundsätzlich gilt: Bei Verdacht auf Schleimbeutelentzündung zum Arzt gehen, um eine Infektion auszuschließen. Handelt es sich um eine normale Entzündung, helfen folgende Tipps:

Kühlauflage: Cold-Pack (Apotheke) im Gefrierfach kühlen, herausnehmen und in ein Küchentuch wickeln, damit es nicht zu Erfrierungen der Haut kommt. Dann für ca. 30 Minuten auf den Schleimbeutel legen.

Quarkpackung: Ein halbes Pfund Magerquark auf die schmerzende Stelle geben, mit Plastikfolie abdecken und ca. 1 Stunde einwirken lassen. Den Bereich danach kalt abduschen.

Wichtig: Die genannten Maßnahmen wirken abschwellend und schmerzstillend. Helfen sie nicht, verschreibt der Arzt entzündungshemmende Salben, Tabletten oder Spritzen. Oft bringt auch das Absaugen der Flüssigkeit (Punktion) Erfolg.

OP: Als letzte Möglichkeit bleibt die Operation. Hier wird der Schleimbeutel arthroskopisch entfernt. Nach ein paar Wochen wächst von selbst wieder gesundes Schleimbeutel-Gewebe nach.

 

Die beste Vorbeugung gegen Schleimbeutelentzündungen

Um Entzündungen zu vermeiden, sollte man bei längeren Arbeiten im Knien, zum Beispiel beim Putzen oder beim Pflanzen im Garten, immer eine weiche Matte unterlegen.

Ellbogen bei der Schreibtischarbeit und beim Lesen nicht aufstützen. Sonst kann der ständige Druck auf den Schleimbeutel zur Entzündung führen.

Bei „Überkopf-Sportarten", wie zum Beispiel Tennis, häufig Lockerungs- und Dehnungsübungen machen.

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