Aktuelle Studie – lieber faul als dick

Ein Pärchen sitzt auf einem Sofa und sieht fern
Wer schlank und faul ist, hat weniger Risiko, frühzeitig zu sterben, als fettleibige Menschen, die körperlich fit sind – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle schwedische Studie © Fotolia

Fettleibigkeit ist gefährlicher als Bewegungsmangel – zu diesem Ergebnis kommen schwedische Wissenschaftler in ihrer aktuellen Studie.

Das Gewicht spielt für Gesundheit und Lebensdauer keine Rolle, solange die körperliche Fitness stimmt. An diese im Englischen „fat but fit“ genannte Theorie glauben viele Experten, auch einige Studienergebnisse stützen die These. Eine neue Untersuchung kommt allerdings zum gegenteiligen Ergebnis: Demnach ist Fettleibigkeit weit gefährlicher für die Gesundheit als körperliche Untätigkeit.

Die schwedischen Forscher begleiteten mehr als 1,3 Millionen Männer im Schnitt für 29 Jahre, um den Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und dem Risiko eines frühzeitigen Todes zu untersuchen – zusätzlich werteten sie aus, wie das Körpergewicht diesen Zusammenhang beeinflusst. Zu Beginn der Studie waren die Probanden durchschnittlich 18 Jahre alt. Die körperliche Fitness der Teilnehmer maßen die Forscher zu Studienbeginn per Ergometer-Test.

 

Fitness – schützender Effekt ist bei hohem Gewicht geringer

Im Studienzeitraum starben rund 44.300 Probanden. Die Auswertung zeigte: Zwar schützt körperliche Fitness vor einem frühen Tod, doch dieser Effekt fällt bei einem hohen Körpergewicht geringer aus.

In der Gruppe der Studienteilnehmer mit der höchsten körperlichen Fitness (oberstes Fünftel) kam es zu 48 Prozent weniger Todesfällen als in der Gruppe mit der niedrigsten Fitness (unterstes Fünftel). Doch bei Fettleibigen (BMI ab 30) fiel der schützende Effekt niedriger aus. Demnach haben Normalgewichtige, die körperlich nicht fit sind, ein um 30 Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, als Fettleibige, die körperlich fit sind. Als Ursache vermuten Experten ein höheres Risiko sowohl für eine Arterienverkalkung als auch für eine Krebserkrankung.

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Hamburg, 21. Dezember 2015

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