Agavendicksaft – gesunder Zuckerersatz?

Redaktion PraxisVITA
Agavensirup läuft über einen Stapel Pancakes
Agavendicksaft können Sie zum Süßen von Pfannkuchen, Müsli und Getränken nutzen © iSTock/courtneyk
Inhalt
  1. Was ist Agavendicksaft?
  2. Woraus besteht das Süßungsmittel?
  3. Wie schmeckt Agavendicksaft?
  4. Wo gibt es den Saft zu kaufen?
  5. Wozu wird Agavendicksaft benutzt?
  6. Wie viel Agavendicksaft sollte ich statt Zucker benutzen?
  7. Agavensirup – das sind Vor- und Nachteile
  8. Fazit: Ist Agavendicksaft gesünder als Haushaltszucker?

Wer beim Süßen von Gebäck und anderen Gerichten auf Haushaltszucker verzichten will, kann zu Agavendicksaft greifen. Doch woraus besteht der süße Sirup eigentlich und ist er gesünder als Zucker? PraxisVITA hat sich das natürliche Süßungsmittel genau angeschaut.

 

Was ist Agavendicksaft?

Agavendicksaft oder auch Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus dem Saft der mexikanischen Agavenfrucht hergestellt wird. Der Saft der Pflanze wird durch Erhitzen eingedickt – je länger dieser Prozess, desto dunkler und süßer der Agavendicksaft. Die Konsistenz des Pflanzensaftes ähnelt der von Honig, ist aber etwas flüssiger.

 

Woraus besteht das Süßungsmittel?

Agavendicksaft besteht hauptsächlich aus Glucose und Fructose, wobei der Fructoseanteil überwiegt. Dieser Fruchtzucker hat einen wesentlich niedrigeren glykämischen Index als Glukose. Das heißt, dass Agavendicksaft den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen lässt wie Lebensmittel mit einem hohen Glukosegehalt wie zum Beispiel Traubenzucker. Das bedeutet, dass er im Gegensatz zu dieser Zuckerart nicht für Heißhunger sorgt.

 

Wie schmeckt Agavendicksaft?

Agavendicksaft hat ein mildes karamellähnliches Aroma und schmeckt etwa so süß wie Honig.

 

Wo gibt es den Saft zu kaufen?

Hier können Sie Agavendicksaft kaufen:
•    Reformhaus
•    Supermärkten
•    Bioläden
•    Onlinehandel

 

Wozu wird Agavendicksaft benutzt?

Das Süßungsmittel wird vor allem von Menschen genutzt, die eine zuckerfreie Ernährung anstreben oder/und sich vegan ernähren. Agavendicksaft eignet sich als Mittel zum Süßen von Getränken und Speisen wie zum Beispiel: 

  • Joghurt
  • Kakao
  • Kaffee
  • KuchenteigMüsli 
  • Obstsalat 
  • Pfannkuchen und Waffeln 
  • Soßen und Salatdressings
 

Wie viel Agavendicksaft sollte ich statt Zucker benutzen?

Agavendicksaft mit Löffel dosieren
Beim Backen nehmen Sie am besten etwas weniger Agavendicksaft als Zucker im Rezept steht, da seine Süßkraft stärker ist © iStock/brazzo

Agavendicksaft hat eine etwas stärkere Süßkraft als Zucker. Deshalb nutzen Sie den am besten etwas weniger Dicksaft als Zucker im Rezept steht: Nehmen Sie zum Beispiel 75 Gramm Agavendicksaft statt 100 Gramm Zucker. Nutzen Sie außerdem im Rest des Rezeptes von jeder flüssigen Zutat etwa ein Viertel weniger – Agavendicksaft ist flüssig und kann die Konsistenz des Teiges beeinflussen.

Honig als Zuckerersatz
Abnehmen  

Zuckerersatz – gesunde Süßungsmittel von A-Z

     

    Agavensirup – das sind Vor- und Nachteile

    Vorteile: Agavendicksaft ist etwas kalorienärmer als Zucker (100 Gramm des Saftes haben 310 Kalorien, wogegen 100 Gramm Haushaltszucker auf 387 Kalorien kommen). Er geht langsamer ins Blut als Zucker. Das heißt, dass er den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt und so nicht für Heißhunger sorgt. 

    Nachteile: Er besteht zu einem großen Teil aus Fruktose (Fruchtzucker). Deshalb sollten Sie die empfohlene Menge nicht überschreiten, da sonst Blähungen und Durchfall auftreten können. Zudem steht Fruchtzucker im Verdacht Fettleibigkeit und Diabetes hervorzurufen. Ein weiterer negativer Aspekt: Agavendicksaft hat einen langen Transportweg (Mexiko) und deshalb eine schlechte Ökobilanz.

     

    Fazit: Ist Agavendicksaft gesünder als Haushaltszucker?

    Agavendicksaft kann nicht als gesünder bezeichnet werden als Haushaltszucker, da er aus den gleichen Komponenten – Fruktose und Glukose besteht. Durch den erhöhten Fruktoseanteil kann es bei empfindlichen Menschen zu Blähungen und Durchfall kommen. Ein weiterer Kritikpunkt: die Meinung, der süße Saft sei gesund, kann dazu führen guten Gewissens mehr davon zu benutzen. So besteht die Gefahr, mehr Zucker aufzunehmen als bei der Verwendung von Haushaltszucker. Trotzdem kann er genauso wie Haushaltszucker oder Honig in Maßen zum Süßen benutzt werden. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt, höchstens sechs Teelöffel Zucker am Tag aufzunehmen.

    Themen
    Das könnte Sie auch interessieren
    Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.