Aerial Yoga: Wie funktioniert Yoga mit Tuch?

Redaktion PraxisVITA

Aerial Yoga ist eine relativ junge Form von Yoga. In Kombination mit einem Tuch werden die Asanas, also die klassischen Übungen, in die Luft verlagert. Das soll Entspannung, Massage und Muskeltraining zugleich bringen.

Inhalt
  1. Was ist Aerial Yoga?
  2. Aerial Yoga: Wie funktioniert das?
  3. Für wen eignet sich Yoga mit Tuch – und für wen nicht?
  4. Welche Übungen werden beim Aerial Yoga durchgeführt?
  5. Welche Risiken bringt das Aerial-Yoga mit sich?

Einfach mal so richtig loslassen – das ist die Idee, die hinter Aerial Yoga steckt. Körperlich kann man dabei einfach mal alle Glieder hängen lassen. Aber auch mental soll es helfen, den Kopf für eine Weile auszuschalten und Sorgen zu vertreiben.

 

Was ist Aerial Yoga?

Aerial Yoga ist eine relativ neue Erfindung. Um 2014 herum wurde diese Form des Tuch-Yoga entwickelt, die traditionelle indische Asanas mit Elementen des Pilates aber auch der Akrobatik und des Tanzes verbindet. Aerial Yoga hat ein bisschen was von Zirkus und Varieté. Praktiziert wird das Ganze mit einem rund sechs Quadratmeter großen trapezförmigen Lycra-Tuch. Dieses hängt zunächst nur wie eine Hängematte von der Decke. Als Yogi können Sie entweder entspannt darin versinken oder Sie nutzen es als Unterstützung für Asanas, die Ihnen am Boden nur schwer oder überhaupt nicht gelingen.

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Aerial Yoga: Wie funktioniert das?

Beim Aerial Yoga wird das Tuch zum Trainingspartner, Massage-Gerät und praktischen Helfer zugleich. Der weichen und kraftlosen Struktur des Lycra-Tuches gilt es bei den verschiedenen Übungen mit ordentlich Körperspannung zu begegnen. Sie können dabei Ihren gesamten Körper in die Luft bringen und beispielsweise in einen schwebenden Kopfstand gehen. Oder Sie legen nur ein Bein in das Tuch und erzeugen mit den anderen am Boden eine Dehnung.

Zuletzt kann das Lycra-Tuch beim Aerial Yoga auch als schützender Kokon benutzt werden. Dies wird oft am Ende einer Übung praktiziert und ruft eine entspannende Wirkung hervor. Weil das Nylon-Tuch besonders elastisch ist und sich perfekt an den Körper anschmiegt, ruft es Assoziationen von Mutterleib und Kindsein hervor.

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Für wen eignet sich Yoga mit Tuch – und für wen nicht?

Im Grunde ist das Aerial Yoga für jedermann geeignet. Durch die unterstützende Wirkung des Tuches ist es selbst für Anfänger leicht zu erlernen. Auch ältere Menschen und Menschen mit Rückenleiden profitieren von der schwebenden Wirkung des Aerial Yoga, da es besonders die Gelenke schont und sogar Beschwerden wie eine steife Hüfte lindern soll. Dennoch gibt es ein paar wenige Einschränkungen.

Yoga mit Tuch ist nicht geeignet für:

 

Welche Übungen werden beim Aerial Yoga durchgeführt?

Zwar werden beim Yoga mit Tuch klassische Asanas übernommen, jedoch treten diese schon eher in abgewandelter Form auf. Da es sich bei Aerial Yoga um eine sehr junge Erfindung handelt, haben sich auch noch keine Grundübungen etabliert, die man in jedem Kurs dieser Art findet. Ein paar Klassiker haben sich dennoch herausgebildet.

  • Ribs Hang: Hier liegt man rücklings im Tuch, welches entlang der Rippen oder unter den Achseln um den Körper geführt ist
  • Hip Hang: Nach vorne gebeugt liegt Ihnen das Tuch hier unter der Hüfte und hilft beispielsweise bei der Ausführung des “Herabschauenden Hundes”
  • Aerial Bhadrasana: Bei dieser Übung stützt das Tuch die Füße in der Schmetterlingspose
  • Back Straddle: Die Back-Straddle-Pose ist eine unterstützende Haltung für den Rücken und wird besonders bei Kopfüber- oder Handstand-Übungen eingesetzt

Diese kleine Aufzählung zeigt nicht nur, wie vielfältig das Aerial Yoga grundsätzlich ist. Es macht auch deutlich: Bei dieser Form des Yoga sind Asanas möglich, die ohne Tuch und auf dem Boden niemals möglich wären. Die Schmetterlings-Pose kopfüber beispielsweise.

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Welche Risiken bringt das Aerial-Yoga mit sich?

Grundsätzlich gibt es nur ein Risiko: Durch das Hängen in der Luft können Übelkeit oder Schwindel auftreten. Gefährlich sind die Übungen mit dem Tuch allerdings nicht. Die Nachteile sind derzeit eher noch anderer Art: Aerial Yoga ist immer noch relativ teuer und die Orte, an denen man es praktizieren kann, sind begrenzt. Außerdem müssen Yogalehrer hier vergleichsweise viele Hilfestellungen geben, was die Anzahl an möglichen Kursteilnehmern begrenzt.

Aerial Yoga soll Entspannung bringen und Stress vertreiben. Es soll aber auch die Muskeln sowie das Selbstbewusstsein stärken. Denn, sich wirklich hängen zu lassen, dazu gehört auch Mut. Damit ist Yoga mit Tuch eine der innovativsten und vielfältigsten Formen. Zwar spricht der Preis für viele gegen eine regelmäßige Ausübung, Ausprobieren schadet jedoch in keinem Fall!

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