Äpfel senken Brustkrebsrisiko um 25 Prozent

Frau isst Apfel
Eine Harvard-Studie zeigt: Frauen können ihr Brustkrebsrisiko durch die Zufuhr von Ballaststoffen (z.B. enthalten in Obst und Gemüse) senken © alamy

Eine neue Studie belegt: Kohlenhydrate bieten Schutz vor Brustkrebs. Wie viel der Ballaststoffe Sie dafür täglich zu sich nehmen sollten und woher Sie diese bekommen, lesen Sie hier.

Junge Frauen, die täglich fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich nehmen, könnten dadurch das Risiko, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, senken. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Harvard Universität. Die Untersuchung legt nahe, dass die Ernährungsgewohnheiten in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs haben. Für die Langzeitstudie wurden die Daten von 90.000 Frauen ausgewertet. Das Ergebnis: Diejenigen, die täglich 28 Gramm Ballaststoffe verzehrten, hatten ein um 25 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

 Wie gelingt es, täglich genügend Ballaststoffe aufzunehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt an, dass sich die Ballaststoffzufuhr am einfachsten durch einen reichlichen Verzehr von Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukten erhöhen lässt. Getreideprodukte wie Brot, Nudeln und Reis in der Vollkornvariante, täglich drei Portionen ballaststoffreiches Gemüse (auch Hülsenfrüchte) und zwei Portionen Obst gewährleisten die Versorgung.

Der Richtwert der DGE von mindestens 30 Gramm pro Tag lässt sich z.B. so erreichen:

  • Zwei Äpfel, eine Banane, eine Portion Brokkoli, eine Portion Erbsen, zwei Scheiben Vollkornbrot
  • Drei Scheiben Vollkornbrot, eine Portion Früchtemüsli, zwei bis drei mittelgroße Kartoffeln, zwei mittelgroße Möhren, zwei Kohlrabi, ein Apfel und eine Portion Rote Grütze
  • 175 g Vollkornnudeln, zwei Scheiben Vollkornbrot, zwei Äpfel, 100 g Naturreis, 100 g Rosenkohl, 100 g Möhren.
Tabelle mit Ballaststoffe-Anteilen in Lebensmitteln
Die Tabelle zeigt, welche Lebensmittel besonders viele Ballaststoffe enthalten

Warum Ballaststoffe vor Krebs schützen

Ballaststoffe sorgen dafür, dass schädliche Substanzen schneller ausgeschieden werden. Krebserregende Stoffe haben es so schwer, sich im Darm einzunisten. Mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr können die Ballaststoffe übrigens im Darm auch gut quellen. Diese Volumenzunahme im Magen vermittelt dem Gehirn das Gefühl, genug gegessen zu haben und satt zu sein.

 

Brustkrebs vorbeugen: Das können Sie außerdem tun

Fett richtig wählen

Sogenannte Transfettsäuren stehen im Verdacht, das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen. Sie entstehen beim Erhitzen gehärteter Fette und finden sich in Frittiertem wie Pommes oder Donuts, aber auch in Fertigprodukten. Gut sind dagegen Omega-3-Fettsäuren, z. B. aus Fisch, Olivenöl oder Avocado. Sie können sich hemmend auf das Wachstum von Tumoren auswirken.

In Bewegung sein

Auch in der kalten Jahreszeit gilt: dick einpacken und raus an die frische Luft. Denn schon ein flotter einstündiger Spaziergang pro Tag reicht aus, um unser Brustkrebsrisiko zu mindern – laut Studien um 14 Prozent.

Mut zum Screening

Seit 2009 übernehmen die Kassen die Kosten für ein Brust-Screening für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Die Mammografie nehmen bisher aber erst 60 Prozent der Frauen in Anspruch. Dabei erhöht sie die Heilungschancen, weil auch kleinste Tumoren früh entdeckt und so recht zeitig behandelt werden können.

Die Brust richtig abtasten

Die Selbstuntersuchung der Brust ist nach wie vor eines der zuverlässigsten Mittel zur Früherkennung: 80 von 100 Frauen haben ihren Brustkrebs auf diese Weise selbst entdeckt. Dabei kommt es auf die richtige Technik an. Eine präzise Anleitung und Kurse zum Selbstabtasten finden wir z.B. auf der Internetseite www.mammacare.de.

Hamburg, 1. Februar 2016

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.