Adonisröschen - natürliche Hilfe bei Herzschwäche

Das Adonisröschen wird bei beginnender Herzschwäche eingesetzt. Aufgrund seiner Giftigkeit wird es heute hauptsächlich in der Homöopathie genutzt.

Das Adonisröschen gilt als gefährdete Wildpflanze - es ist sehr selten und darf nicht gepflückt werden
Das Adonisröschen gilt als gefährdete Wildpflanze - es ist sehr selten und darf nicht gepflückt werden© Fotolia
 

Adonisröschen: Anwendung und Heilwirkung

Definition Adonisröschen

Bezeichnung: Adonis vernalis Familie: Hahnenfußgewächse Gattung: Adonisröschen (Adonis)

Medizinische Verwendung finden Blüten, Blätter und das Kraut des Adonisröschens. Ihre Inhaltsstoffe wirken positiv inotrop, das heißt sie stärken die Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels. Auch eine venentonisierende Wirkung, die vor Flüssigkeitsansammlungen in den Gefäßen (Ödeme) schützen soll, konnte in Tierversuchen beobachtet werden.

Adoniskraut wird heute nur noch selten in Kombinationspräparaten und hauptsächlich in homöopathischen Arzneimitteln verwendet. Anwendungsgebiet ist nach der Kommission E (BGA/BfArM) eine leicht eingeschränkte Herzleistung. Dies gilt speziell bei nervösen Begleitsymptomen.

 

Im Adonisröschen enthaltene Wirkstoffe

Herzwirksame Cardenolidglykoside wie Adonitoxin und Cymarin, Flavonoide

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Adonisröschens erstreckt sich, mit Ausnahme der britischen Inseln, über ganz Europa sowie Sibirien.

 

Botanik

Ursprünglich stammt das Adonisröschen aus Sibirien
Ursprünglich stammt das Adonisröschen aus Sibirien© Fotolia

Das Adonisröschen ist eine mehrjährige Pflanze und wächst besonders gut bei trockenwarmem Klima auf trockenen Böden. Die 10 bis 60 cm große Pflanze  hat einen starken Wurzelstock und deutlich geschlitzte Blätter. Die Blüten des Adonisröschens sind gelb, groß und endständig und blühen von April bis Mai. Ihre Früchte sind nussförmig und werden zur Verbreitung von Ameisen weitertransportiert.

 

Andere Namen für das Adonisröschen

Frühlings-Adonisröschen, Teufelsauge

Wissenswertes über das Adonisröschen

Adonisröschen gelten als Giftpflanzen. Bei nicht fachgerechter Dosierung kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Eine Selbstmedikation ist nicht empfehlenswert. Außerdem steht die Pflanze unter Naturschutz und darf nicht wild gesammelt werden.

Namensgeber ist Adonis, ein für seine Schönheit berühmter Jüngling und Geliebter von Aphrodite. Der eifersüchtige Ares soll ihn der Mythologie zufolge getötet haben. Aphrodite verwandelte darauf einen Blutstropfen von Adonis in das Adonisröschen.

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