Acroyoga: Wie Flying Yoga uns in sportliche Höhen treibt

Redaktion PraxisVITA

Acroyoga wird in kleinen Gruppen ausgeübt und lehrt Sie im wahrsten Sinne des Wortes das Fliegen. Hier finden Sie alles über den Yoga-Stil, der sowohl die Körperkraft als auch das Vertrauen stärkt. 

Frau übt acroyoga im Freien
Lernen Sie fliegen - zusammen mit einem Partner ist genau das das Ziel beim Acroyoga Foto:  iStock/FluxFactory
Inhalt
  1. Was ist Acroyoga?
  2. Wie funktioniert Acroyoga?
  3. Acroyoga: Die drei wichtigsten Elemente
  4. Therapeutisches Fliegen vs. Akrobatisches Fliegen
  5. Für wen eignet sich Acroyoga?

Bei Acroyoga handelt es sich um einen recht jungen Yoga-Stil – doch mittlerweile ist ein regelrechter Hype um die fliegenden Übungen ausgebrochen. Rund 120 zertifizierte Lehrer für Acroyoga gibt es heute weltweit. Da es sich dabei um einen geschützten Begriff handelt, wird es oft auch unter den Namen “Yoga & Akrobatik” oder “Flying Yoga” angeboten. 

 

Was ist Acroyoga?

Acroyoga wurde 2003 von Jenny Sauer-Klein und Jason Nemer in Kalifornien entwickelt. Der junge Yoga-Stil unterscheidet sich grundsätzlich von vielen anderen Formen. Es ist nicht nur deutlich weniger spirituell, sondern verbindet klassische Asanas auf ganz neue Weise mit Elementen aus der Akrobatik und der Thai-Massage. Der Begriff “Acro” stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie “hoch” oder “erhaben”. Die Erfindung von Jenny Sauer-Klein und Jason Nemer gründete zunächst auf therapeutischem Fliegen und der Ausführung des Handstandes und nannte sich Contact-Acro. Erst 2006 haben sie den Begriff Acroyoga geprägt und damit begonnen, ihre Lehre weiterzuverbreiten.

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Wie funktioniert Acroyoga?

Beim Acroyoga bringt eine Person eine andere zum Fliegen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Yoga-Form, bei der es vor allem um Geben und Nehmen geht, um (Selbst-)Vertrauen und den Kontrast von Stärke und Sanftmut, wird in der Regel von zwei, besser noch von drei Personen miteinander ausgeübt.

Das sind die drei Rollen des Acroyoga:

  • Die Base/Basis: Dabei handelt es sich um die stützende Person am Boden
  • Den Flyer/Flieger: Das ist die Person, die in der Luft von der Basis gestützt wird
  • Den Spotter/Beobachter: Die Person, die die Übungen überwacht und eventuell Hilfestellungen gibt

Ein Spotter/Beobachter ist nicht zwingend für das Acroyoga notwendig. Außerdem werden die Rollen in der Regel in einer Yoga-Stunde immer wieder verschieden durchgespielt. Den jeweils anderen in der Luft zu halten oder selbst zu fliegen soll ein besseres Körperbewusstsein lehren, ebenso wie Gleichgewicht und Koordination sowie gegenseitiges Vertrauen.

 

Acroyoga: Die drei wichtigsten Elemente

Die Idee, dass man sich jeweils gegenseitig stützt und das Loslassen lernt, basiert wiederum auf drei Grundelementen.

Das sind die drei wichtigsten Bestandteile des Acroyoga:

  • Die kraftvolle Energie von akrobatischem Fliegen
  • Die entspannende Wirkung von therapeutischem Fliegen
  • Die erdende Wirkung der Thai-Massage

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Therapeutisches Fliegen vs. Akrobatisches Fliegen

Therapeutisches und akrobatisches Fliegen sind die zwei Grundübungen des Acroyoga und zwei sich ergänzende Elemente. 

Therapeutisches Fliegen

Hierbei handelt es sich um den Teil, der die klassischen Elemente des Yoga mit der Thai-Massage verbindet. Hierbei wird der Flieger von der Basis getragen und kann so einmal völlig loslassen. In verschiedenen Positionen, die sich von den klassischen Asanas ableiten, dehnt, streckt und massiert die Basis den Flieger. All das soll dem Flieger helfen, sich zu entspannen.

Akrobatisches Fliegen

Beim akrobatischen Fliegen handelt es sich um dynamisch ausgeführte Asanas. Dabei ist vor allem eines gefragt: Konzentration. Bei diesem Teil des Acroyoga ist es gut, wenn es auch einen Spotter gibt, der die Übungen überwacht und helfen kann. Grundsätzlich gibt es für alle der akrobatischen Übungen eine Variation für Anfänger und Fortgeschrittene.

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Für wen eignet sich Acroyoga?

Unabhängig von Alter oder Vorerfahrung kann jeder Acroyoga ausprobieren. Es ist für jeden geeignet, der nach einer neuen physischen sowie auch mentalen und koordinativen Herausforderung sucht. Acroyoga ist stark davon abhängig, mit welchen Erwartungen man in einen Kurs geht, denn es lässt sich leicht zu einer sehr anspruchsvollen sowie auch zu einer etwas leichteren Yoga-Form variieren. 

Acroyoga ist ein ziemlich moderner und hipper Yoga-Stil. Der Hype um diese Form des Yogas kommt allerdings nicht nur durch seine Neuartigkeit zustande, sondern auch dadurch, dass kaum eine andere Sportart Akrobatik und Geschicklichkeit so sehr auch mit Entspannung verbindet.

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