Acerola: Das Vitamin-C-Wunder

Alexander Scherb

Die rote Acerola-Kirsche ist nicht größer als eine kleine Weintraube und wächst an einem unscheinbaren Strauch. Doch Acerola hat es in sich, vor allem was den Vitamin-C-Gehalt angeht. Kaum eine Pflanze oder Frucht enthält mehr Vitamin C. Daneben besitzt die Acerola-Kirsche noch mehr Eigenschaften, die gut für unsere Gesundheit sind.

Hände mit Acerola-Kirschen in Nahaufnahme
Die Acerola-Kirsche ist besonders reich an Vitamin C Foto:  iStock-1219368297 Renata Pedrozo da Silva Nunes
Inhalt
  1. Wo wächst die Acerola-Kirsche?
  2. Welche Eigenschaften hat die Acerola?
  3. Acerola ist reich an Vitamin C
  4. Vitamin C satt, zum Beispiel im Acerola-Pulver
  5. Welchen Geschmack hat die Acerola?
  6. Gibt es Alternativen zu Acerola?
 

Wo wächst die Acerola-Kirsche?

Die Vitamin-C-Bombe Acerola hat ihren Ursprung in Mexiko. Heutzutage ist sie allerdings in ganz Südamerika beheimatet. Hauptanbauländer sind Mexiko, Panama, Guatemala und Brasilien. Aber auch auf Jamaika und in Florida gedeiht die Acerola-Kirsche. In Deutschland ist es der Pflanze viel zu kalt, weshalb sie hier nur importiert als Saft oder als Trockenobst zu finden ist.

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Welche Eigenschaften hat die Acerola?

Obwohl die Acerola-Kirsche unseren heimischen Kirschen ähnelt, hat sie mit einer herkömmlichen Kirsche nichts gemein. Zwar kann man sie auch roh verzehren, durch ihre weiche und saftige Struktur hält die Acerola allerdings nicht lange und muss direkt nach der Ernte entweder gegessen oder verarbeitet werden. In Deutschland wird es die frische, naturbelassene Frucht also wohl auch in Zukunft nicht geben.

 

Acerola ist reich an Vitamin C

Pro 100 Gramm enthält die Acerola-Kirsche etwas mehr als acht Gramm Kalium, ein Gramm Magnesium und Calcium sowie 170 Mikrogramm Beta-Carotin. Das wahre Wunder ist allerdings das Vitamin C der Acerola: Zwischen 1.400 und 4.500 Milligramm enthält die Frucht pro 100 Gramm. Damit zählt die Acerola zu den Vitamin-C-reichsten Früchten überhaupt.

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Vitamin C satt, zum Beispiel im Acerola-Pulver

Wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts kann man die Acerola als Nahrungsergänzungsmittel erwerben. Es gibt sie in Kapselform oder als Acerola-Pulver. Man kann sie so in Shakes oder Säfte mischen oder man kauft sie getrocknet und mischt sie unter das Müsli. Beim Trocknen gehen ein paar der Inhaltsstoffe verloren, aber das ist kaum der Rede wert. 

Auch als Brotaufstrich ist die Acerola zu finden. Allerdings wird Vitamin C beim Einkochen zerstört, weshalb Brotaufstriche höchstens des Geschmacks wegen gekauft werden können. Eine Überdosierung von Vitamin C durch Acerola kann es übrigens nicht geben: Überflüssiges Vitamin C wird vom Körper einfach ausgeschieden.

 

Welchen Geschmack hat die Acerola?

Frische Acerola ist sehr sauer, weshalb sie kaum roh verzehrt wird. Am besten mischt man sie als Saft mit anderen Säften. Besonders gut eignet sich dafür Maracuja-, Apfel-, Trauben- oder Kirschsaft. Man kann getrocknete Früchte auch pikanteren Gerichten hinzufügen, was den Speisen eine besonders exotische Note verleiht.

 

Gibt es Alternativen zu Acerola?

Mittlerweile ist die Acerola in immer mehr Supermärkten entweder als Saft oder getrocknete Früchte zu finden. Wer auf eine hohe Qualität Wert legt, geht am besten in ein Reformhaus oder einen Biomarkt. Dafür ist sie im Preis auch etwas teurer. Eine wirkliche Alternative zur Acerola gibt es kaum. Zwar hat die Camu-Camu-Frucht mit 2.000 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm einen ähnlich hohen Wert wie Acerola, allerdings ist sie schwer zu finden und recht teuer.

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Quellen:

Prakash, Anand & Baskaran, Revathy (2018): Acerola, an utapped functional superfruit: a review on latest frontiers, in Journal of Food Science and Technology 55 (9): 3373-3384
Trendbeeren und –früchte. Was ist dran an den „Superfrüchten“ aus Übersee?, in: Bundeszentrum für Ernährung

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