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8 hilfreiche Tipps gegen trockene Hände

Alexander Scherb

Gerade während der kalten Jahreszeit haben viele mit trockenen und rissigen Händen zu kämpfen. Und das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Konsequenzen haben. PraxisVITA klärt auf über die beste Vorsorge und wie Ihre Hände wieder geschmeidig und weich werden.

Junge Frau mit trockenen und kalten Händen
Bei trockenen und rissigen Händen kann man Abhilfe schaffen Foto:  agrobacter/iStock
Inhalt
  1. Trockene Hände bei kalten Temperaturen
  2. 8 Tipps gegen trockene Hände
  3. Die Hände richtig waschen
  4. Trockene Hände: Andere Ursachen
 

Trockene Hände bei kalten Temperaturen

Warum hat man gerade bei kalten Temperaturen so trockene Hände? Zum einen liegt es daran, dass die Talgdrüsen in unserer Haut bei Temperaturen unter acht Grad ihre Produktion einschränken. Unsere Haut wird in der kalten Jahreszeit also schon von sich aus mit weniger Feuchtigkeit versorgt als im Sommer. Zum anderen ist Kaltluft oftmals sehr trocken. Das entzieht unserer Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Auch trockene Heizungsluft zeigt Wirkung. Übrigens sind meist nicht nur unsere Hände betroffen. Auch Gesicht und Lippen sind im Winter häufiger spröde und rissig.

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8 Tipps gegen trockene Hände

Unsere Hände sind fast rund um die Uhr im Einsatz. Putzen, Kochen, Waschen, das alles greift die Haut unserer Hände an und macht ihr zu schaffen. Im Winter kommen dann noch trockene Luft und Kälte hinzu. Deshalb ist es gerade zur kalten Jahreszeit wichtig, seine Hände in Schuss zu halten. Hier kommen acht hilfreiche Tipps gegen trockene Hände:

  1. Hände richtig waschen: So einfach Händewaschen klingt, so viel falsch kann man machen. Achten Sie darauf, beim Händewaschen nicht zu kaltes oder zu heißes Wasser zu benutzen. Beides beansprucht die Haut und schadet ihr mehr, als das es nützt. Am besten nutzen Sie lauwarmes Wasser. Wichtig ist auch die richtige Seife. Achten Sie auf pH-neutrale Seife oder Seife mit Ölen. Auch wichtig: Flüssigseife ist besser als ein Stück Seife. Aber übertreiben Sie es nicht mit dem Waschen.
  2. Zitrone gegen trockene Hände: Zitronensaft ist wahrlich ein kleines Wundermittel und kann zusätzlich zur Handcreme für die Handpflege genutzt werden. Reiben Sie sich nach dem Waschen die Hände mit Zitronensaft ein. Die Inhaltsstoffe der Zitrone können in die weiche Haut gut eindringen und ihre Wirkung entfalten. Und als positiver Nebeneffekt bleicht Zitronensaft vergilbte Fingernägel.
  3. Richtige Creme gegen trockene Hände: Haben Sie sich die Hände gewaschen, sollten Sie sie danach eincremen. Auch hier gilt die richtige Wahl. Viele Handcremes besitzen eine Wasserbasis. Dies ist im Winter fatal, denn Wasser friert bei Kälte und trocknet die Hände zusätzlich aus. Besser sind hier fettreiche Cremes. Kleiner Tipp: Wir verraten, wie man Handcreme ganz einfach selbst herstellt.
    Olivenöle oder Nachtkerzenöle sind dafür bestens geeignet. Der Inhaltsstoff Urea spendet Feuchtigkeit und bindet gleichzeitig das Wasser in der Haut. Und Dexpanthenol beruhigt rissige Haut. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welche Hautcreme für Sie geeignet ist. Übrigens: Bodylotion ist für Hände weniger geeignet, denn sie werden viel stärker beansprucht.
  4. Nutzen Sie ein Handpeeling: Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschuppen und unterstützt den Regenerationsprozess der Haut. Handpeelings können Sie ganz einfach selbst machen. Nehmen Sie einen kleinen Klecks Ihrer bevorzugten Handcreme und verrühren Sie ihn mit einem Teelöffel Kristallzucker. Massieren Sie anschließend das Gemisch drei bis vier Minuten mit sanften Kreisbewegungen ein. Lassen Sie die Creme dabei ruhig einziehen und spülen Sie den restlichen Zucker mit lauwarmem Wasser ab.
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  5. Tragen Sie Handschuhe: Dieser Tipp ist gleich doppelt gemeint. Sowohl beim Putzen als auch an der frischen Luft sind Handschuhe ein wichtiger Schutz für die Hände. Beim Putzen kommen gleich zwei Hautaustrockner zusammen: Wasser und Putzmittel. Deshalb sollten Sie hier besonders auf Schutz achten. Auch draußen sind Handschuhe eine Wohltat für trockene Hände. Denn sie halten sie warm und feucht.
  6. Machen Sie sich ein Handbad: Ein angenehmes Handbad ist für die Hände manchmal genau das richtige nach einem anstrengenden Tag. Nehmen Sie dafür einen Liter lauwarme Milch und rühren Sie noch fünf bis sechs Esslöffel Olivenöl hinein. Diese Kombination reinigt nicht nur die Haut, sondern macht sie zudem weich und geschmeidig. Das wussten immerhin schon die alten Ägypter.
  7. Trinken Sie viel: Wer viel trinkt, pflegt seinen Körper von innen. Die Haut wird mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und bleibt frisch. Am besten trinken Sie 1,5 bis zwei Liter einfaches Wasser, Saftschorlen oder Tee am Tag.
  8. Verzichten Sie auf Nagellack: Nagellack ist per se nicht schädlich. Das Entfernen des Nagellacks allerdings schon. Viele Nagellackentferner bestehen aus aggressiven Reinigern und die schaden der umliegenden Nagelhaut. Deshalb sollten Sie ab und zu eine Nagellack-Pause einlegen. Ihre Hände werden es Ihnen danken.
 

Die Hände richtig waschen

Zu viel Händewaschen kann ebenfalls schädlich sein und die Hände weiter austrocknen. Deshalb gibt es dazu einen eigenen Absatz. Neben dem Händewaschen nach einem Toilettengang sollten Sie Ihre Hände immer dann waschen, wenn Sie nach Hause kommen. So verteilen Sie die mitgebrachten Keime nicht in der Wohnung. Auch vor dem Kochen sollten Sie die Hände waschen. Sollten Sie Haustiere haben, steigt auch die Anzahl der Handwäschen, denn am besten waschen Sie sich Ihre Hände jedes Mal dann, wenn Sie sich ausgiebig mit Ihrem Tier beschäftigt haben. Die Handwäsche sollte circa 20 Sekunden dauern und auch die Fingerzwischenräume mit einbeziehen.

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Trockene Hände: Andere Ursachen

Sollten all diese Tipps nicht helfen und Sie leiden weiterhin unter trockene Hände, können auch andere Ursachen vorliegen. Beispielsweise kann auch eine Schuppenflechte oder eine Neurodermitis der Grund für trockene Hände sein. Sollten Sie die Trockenheit nicht in den Griff bekommen oder sollte sie so stark werden, dass die Haut sogar blutige Risse bildet, suchen Sie am besten umgehend einen Arzt auf. Vielleicht steckt doch mehr dahinter.

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