7 Tipps – So vermeiden Sie Brustkrebs

Chemikalien verursachen Brustkrebs
Viele Chemikalien, denen wir im Alltag häufig ausgesetzt sind, können Brustkrebs verursachen. Doch mithilfe einfacher Tipps können Sie diese Stoffe vermeiden und so Ihr Risiko vermindern © Fotolia

Viele Fälle von Brustkrebs ließen sich vermeiden. Ein Forscherteam aus Massachusetts hat deswegen eine sogenannte Black-List mit alltäglich verwendeten Stoffen zusammengestellt, die Brustkrebs auslösen. Praxisvita erklärt Ihnen vor diesem Hintergrund, was Sie beachten müssen, um Brustkrebs-Auslöser zu vermeiden.

In eine aktuellen Studie des Silent Spring Institute von Massachusetts – veröffentlicht in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives – wurden 17 Chemikalien identifiziert, die in Labor-Versuchen nachweislich Brustkrebs auslösten. Das alarmierende: Frauen sind mit den meisten dieser Stoffen ganz alltäglich konfrontiert, ohne die Gefahr zu ahnen.

Nach Aussagen der Forscher sind die 17 Chemikalien beispielsweise Bestandteil von gewissen Textilien und Schaumstoffen, verkohltem Essen, Tabakrauch, Autoabgasen, Feuerschutzmitteln sowie Abbeizmitteln.

 

Fahrplan gegen Brustkrebs

"Unglücklicherweise wurde die Verbindung von schädlichen Chemikalien und Brustkrebs lange Zeit nicht beachtet", erklärt Studien-Autorin Julia Brody. Viele Frauen könnten in Zukunft gerettet werden, wenn sich Frauen den in der Studie aufgeführten Chemikalien weniger aussetzen würden. Die Studienleiterin Ruthann Rudel ergänzt deswegen, dass sich aus den gewonnenen Erkenntnissen ein einfacher „Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs“ gewinnen lasse.

 

7 Tipps – so vermeiden Sie Brustkrebs

Die Forscher aus Massachusetts fanden eine ganze Reihe brustkrebsfördernder Chemikalien, die in schwer überschaubaren, alltäglich genutzten Gegenständen und Substanzen vorkommen. Sie haben aber beste Chancen, diese Stoffe zu umgehen und damit Ihr Brustkrebs-Risiko zu vermindern, wenn Sie die folgenden Tipps beachten.

1) Eine wichtige Vorsichtsmaßnahme muss nach Ansicht der Forscher sein, so wenig wie möglich mit Abgasen in Kontakt zu kommen. Vor diesem Hintergrund sollten Sie beispielsweise eher einen Elektrorasenmäher verwenden oder nach Möglichkeit keine stark befahrenen Stadtgebiete zum Joggen oder Spazierengehen auswählen.

2) Beim Kochen empfiehlt es sich die Abzugshaube einzuschalten, damit Sie nicht den am Herd entstehenden Rauch einatmen. Haben Sie keine Abzugshaube: Fenster auf und gut durchlüften.

3) Die giftigen Chemikalien befinden sich nicht nur in dem Rauch von verkohltem Essen, sondern auch in dem verkohlten Essen selbst. Schränken Sie deswegen weitestgehend den Genuss von dunkel gebratenen oder gegrillten Lebensmitteln ein.

4) Achten Sie beim Kauf von Sofas oder Matratzen darauf, dass keine sogenannten Polyurethanschaumstoffe – zum Beispiel Weichschaumstoffe, die sich immer wieder in ihre Ausgangsform zurückverformen können – enthalten sind oder Gegenstände mit Brennschutzmitteln behandelt wurden.

5) Ganz verzichten sollten Sie möglichst auf Textilien mit fleckenabweisenden Eigenschaften. Zudem sollten Sie sich eine Reinigung suchen, die kein Tetrachlorethen, Perchlorethylen oder andere industrielle Fettlösungsmittel verwendet. Am besten Nachfragen!

6) Die Forscher raten in der Studie explizit dazu das eigene Trinkwasser mit Kohlefiltern zu reinigen. Darüber hinaus sollten Staubsauger mit sogenannten Schwebestofffiltern ausgestattet werden (in jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich).

7) Bevor Sie ihr Haus betreten, achten Sie darauf – am besten vor der Haustür – die Straßenschuhe auszuziehen. Sie können Schadstoffe in die Wohnung transportieren.

Hamburg, 14. Mai 2014

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