7 Schutzmaßnahmen beim Friseur in Corona-Zeiten

Daphne Sekertzi

Nach der Aufhebung des Lockdowns dürfen Friseure wieder öffnen – aber welche Schutzmaßnahmen müssen beim Friseur in Corona-Zeiten ergriffen werden, um eine Ansteckung zu vermeiden? Diese 7 Maßnahmen sollen sowohl Kunden als auch Friseure vor dem Coronavirus schützen.

Nach der Welle der Freude und Erleichterung, die aufkam, als Friseure nach wochenlangem Lockdown wieder öffnen durften, beschäftigt nun viele Menschen besonders eine Frage: Welche Schutzmaßnahmen werden beim Friseur wegen Corona ergriffen und was ändert sich dadurch für mich? Die offiziellen Auflagen für Friseure führen dazu, dass bestimmte Dienstleistungen nicht mehr angeboten werden können. Doch was bedeutet das konkret? Darf der Friseur weiterhin die Haare föhnen und die Augenbrauen zupfen? Und wie sieht es mit dem Haarewaschen aus? 

 

7 Schutzmaßnahmen beim Friseur in Corona-Zeiten

Von einigen Schutzmaßnahmen, die Friseurbetriebe zur Minimierung des Infektionsrisikos nun umsetzen müssen, werden Kunden mitunter nicht viel mitbekommen. Dass Friseure nach jedem Kundenwechsel die Sitzflächen und Geräte desinfizieren, Einmalumhänge verwenden und für eine ausreichende Lüftung sorgen sollen, hat keine direkte Auswirkung auf den Kundenkontakt. Anders sieht es mit den folgenden Schutzmaßnahmen aus, die nun beim Friseur wegen des Coronavirus ergriffen werden.

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1. Trockenhaarschnitte sind verboten 

Normalerweise kann man beim Friseur entscheiden, ob man seine Haare waschen lassen oder im trockenen Zustand geschnitten haben möchte. Der günstigere und weniger zeitaufwendige Trockenhaarschnitt ist nun aber wegen Corona verboten, das Haarewaschen im Friseursalon wird zur Pflicht.

Warum die Haare beim Friseur gewaschen werden müssen? Das Erbgut des Coronavirus ist von einer fetthaltigen Schicht umgeben, die durch Alkohol und Tenside gelöst werden kann – beides ist in handelsüblichen Shampoos enthalten.

2. Friseure müssen Mundschutz und Handschuhe tragen

Eine der wichtigsten Auflagen zur Wiedereröffnung von Friseurbetrieben ist das Tragen von Mundschutz und Handschuhen, wenn Friseure ihre Kunden bedienen. Der ZV Friseurhandwerk hält jedoch einen speziellen Mundnaseschutz nicht für notwendig, „einfache Papiermasken“ würden ausreichen.

3. Barttrimmen, Augenbrauen-Zupfen und Co. verboten

Es gibt Dienstleistungen beim Friseur, die noch mehr Körperkontakt zum Kunden erfordern als beim gewöhnlichen Haarschnitt und daher aus dem Programm gestrichen werden. Dazu gehört das Barttrimmen sowie das Augenbrauen-Zupfen und -Färben.

Denn bei diesen Dienstleistungen trennen die Gesichter des Friseurs und seinem Kunden nur wenige Zentimeter. Außerdem besteht beim Augenbrauen-Zupfen und Barttrimmen ein erhöhtes Verletzungsrisiko – zu hoch ist hierbei das Ansteckungsrisiko für den Friseur. Das Haareföhnen ist jedoch weiterhin erlaubt.

4. Jeder zweite Platz muss leer bleiben

Eine weitere Corona-Schutzmaßnahme beim Friseur: Jeder zweite Platz muss leer bleiben, um die auch sonst geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Wenn Friseure ihre Kapazitäten jedoch nicht voll ausschöpfen können, werden nicht so viele Termine wie gewohnt vergeben werden können. Das bedeutet für Kunden mitunter auch weiterhin, lange auf einen Friseurtermin warten zu müssen.

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5. Keine spontanen Termine mehr möglich?

Viele Friseure möchten nun außerdem nur noch mit Terminen arbeiten – Laufkundschaft wird in vielen Fällen nicht mehr bedient werden, sodass der spontane Friseurbesuch nicht mehr möglich ist. Auch Sitzmöglichkeiten zum Warten wird es hier und da nicht mehr geben: Kunden mit einem Termin werden im Friseursalon eingelassen, sobald ein Bedienplatz frei ist.

6. Steuerung des Zutritts

Dass spontane Friseurbesucher abgewiesen werden, hängt mit einer weiteren Maßnahme zusammen: Wie vielerorts in Supermärkten und Geschäften des Einzelhandels üblich, soll auch in Friseursalons der Zutritt gesteuert werden. Je nach der Fläche des Salons, dürfen die Friseure nur eine bestimmte Anzahl an Kunden einlassen. Laufkundschaft würde zu längeren Warteschlangen vor der Tür führen und das Infektionsrisiko steigen lassen.

7. Gäste können abgewiesen werden

Zu den vorgesehenen Schutzmaßnahmen beim Friseur wegen des Coronavirus gehört auch, dass offensichtlich kranke Kunden auch mit Termin abgewiesen werden können – dabei spielt es keine Rolle, ob tatsächlich eine Corona-Infektion vorliegt oder bloß eine Erkältung oder eine Allergie.

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Quellen:

Re-Start: Friseure öffnen am 4.Mai 2020, in: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks

Positionspapier zur Wiedereröffnung von Friseurbetrieben, in: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks

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