7 Diäten, die Sie niemals machen sollten

Carolin Banser
Diäten
Bitte nicht nachmachen – diese sieben Diäten sind überflüssig, sinnlos und gefährlich © iStock

Abnehmen kann eine echte Herausforderung sein. Nicht jeder Abnehmtipp ist sinnvoll. Wir verraten Ihnen, auf welche Diäten Sie besser verzichten sollten – und warum.

Schnell soll es gehen, das Abnehmen. Kein Wunder, dass radikales Fasten und einseitige Diäten für viele zunächst attraktiv sind.

Experten jedoch warnen davor, weil keine dauerhafte, gesunde Ernährungsumstellung stattfindet. Und dann ist da natürlich der fiese Jo-Jo-Effekt: Bei Hungerkuren schaltet der Körper auf Notprogramm, kommt mit viel weniger Kalorien aus. Und dabei bleibt er auch, wenn die Diät vorbei ist. Die Kilos kommen rasant zurück, oft gesellen sich neue dazu. Dieses Rauf und Runter ist ein Stressfaktor für die Gesundheit: der Cortisolspiegel im Körper steigt. Herz und Kreislauf werden belastet, das Infarktrisiko nimmt zu.

Von diesen sieben Diäten sollten Sie daher auf jeden Fall die Finger lassen:

 

Blutgruppen–Diät

Die Idee stammt von US-Naturheilkundler Peter J. D'Adamo und besagt, dass sich die Ernährung nach der entsprechenden Blutgruppe eines Menschen richten sollte. Das heißt: Es gibt vier Ernährungskonzepte, von den vier Bluttypen abhängen. Für Typ 0 sind Fleisch und Fisch sowie Obst und Gemüse ein absolutes Muss. Für Typ A sind Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst gut geeignet. Wild, Kabeljau und Lachs sind perfekt für Typ B. Und Typ AB freut sich über Gemüse, Eier und Milchprodukte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt: „Derzeit fehlen wissenschaftliche Beweise für die behaupteten gesundheitlichen Nutzen von Blutgruppendiäten.“

 

Kohlsuppen-Diät

Weißkohl sättigt nicht nur gut, sondern regt den Darm zur Extra-Arbeit an. Wie viel und wie häufig Kohl man zu sich nimmt, ist dabei völlig egal. Für die einfachere Variante können auch nur einzelne Mahlzeiten mit der Suppe ersetzt werden. Eine Woche lang nur Kohlsuppe zu essen, wirkt kurzfristig zwar Wunder (bis zu 8 kg Gewichtsverlust) – erhöht aber auch die Gefahr eines Eiweißmangels. Und der wiederum kann zu einem Muskelabbau führen.

Kohlsuppendiät
Die Kohlsuppendiät ist eine der ältesten Crashdiäten. Sie verspricht einen Verlust von acht Kilo die Woche - erhöht aber die Gefahr eines Eiweißmangels© iStock
 

Cookie-Diät

Diese Diät hat viele Anhänger: Berichten zufolge gehören auch Mandy Moore , Kelly Clarkson und Madonnas ehemaliger Ehemann Guy Ritchie dazu. Zu jeder Mahlzeit gibt es Kekse (bis zu sechs am Tag). Allerdings nicht irgendwelche – sondern besondere Diät-Cookies, die in Amerika online bestellt werden können. Sie sind erhältlich in leckeren Geschmacksrichtungen wie z.B. Schokolade, Haferflocken und Moosbeere. Am Tag sind nur 800 kcal erlaubt. Problematisch an dieser Ernährung ist der in den Keksen enthaltene Zucker.

 

Werwolf-Diät

Bei dieser Abnehm-Methode handelt es sich um eine Detox-Kur, die sich nach den Phasen des Mondes richtet. Der soll dabei behilflich sein, Gifte aus dem Körper zu spülen und den Appetit und Heißhungerattacken zu reduzieren. In den 24 Stunden vor dem Neu- oder Vollmond werden nur Wasser, ungesüßter Tee, Gemüsesäfte und Smoothies getrunken. Während des Zeitraums „abnehmender Mond“ werden tagsüber gesunde, kalorienarme Mahlzeiten zu sich genommen. Ab 18 Uhr wird nichts mehr gegessen. Während des Zeitraums „zunehmender Mond“ soll nur rund die Hälfte der üblichen Menge der Mahlzeit verspeist werden. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht: völliger Unsinn!

 

Luft-Diät

Ihre Gabel ist leer und Sie stellen sich trotzdem vor, dass Sie gerade die leckerste Mahlzeit genießen? Genau das ist das Prinzip der Luft-Diät. Experten warnen jedoch, dass diese Idee der Diät zu Essstörungen und einer sogenannten Leptinresistenz führen kann. Leptin ist ein Botenstoff, der das Sättigungsgefühl im Gehirn steuert und anzeigt, wenn es erreicht ist. Wenn Zucker– und Insulinspiegel ständig erhöht sind, entsteht eine Leptinresistenz. Das bedeutet: Wir verspüren kein Sättigungsgefühl mehr. Es droht echte Fress-Sucht.

 

Baby-Nahrung-Diät

Der Name macht es deutlich: bei dieser Ernährungsform ernähren sich Erwachsene nur von dem, was eigentlich für Säuglinge bestimmt ist – ebenfalls in Breiform. Das heißt, hierbei wird keine Nahrung gekaut. Der Magen wird also nicht mit festen Inhalten gefüllt, was dazu führt, dass sich kein richtiges Sättigungsgefühl einstellt. Die Folge: Sie haben ständig Hunger. Darüber hinaus gefährdet der Verzicht auf Milchprodukte den Kalziumhaushalt. Der Körper benötigt aber Kalzium für gesunde und stabile Knochen.

Babybrei
Bei der Babybrei-Diät nehmen Erwachsene nur Nahrung für Säuglinge zu sich – und gefährden damit ihre Knochen© iStock
 

5-Bissen-Diät

Für die beiden Ärzte Dr. med. Alwin Lewis und Dr. Oz ist fünf die perfekte Anzahl an Bissen für eine Mahlzeit zum Mittagessen und zum Abendbrot. Das Frühstück fällt aus. Trinken Sie so viel wie Sie wollen – vorausgesetzt Ihr Getränk ist kalorienfrei. Da es nicht möglich ist, auf diese Weise Ihren täglichen Energiebedarf von durchschnittlich 1500 kcal zu decken – Finger weg!

 

Gesund abnehmen – so geht’s wirklich

Das raten Experten: Wer gesund (500 Gramm pro Woche) abnehmen und dann auch langfristig sein Gewicht halten will, für den lautet die einfache Erfolgsformel „ausgewogene Ernährung“! Das heißt: täglich Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Obst, Eiweiß in Maßen (zwei Gramm pro Kilo Körpergewicht, gern öfter über Fisch oder Tofu genossen), dazu mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Und: Schon dreimal pro Woche 30 Minuten sanfte Fitness schützen vor Muskelabbau und kurbeln die Fettverbrennung an. In unserem Spezial erfahren Sie alles rund ums Thema „gesund Abnehmen“.

 

Wie oft sollten wir uns wirklich auf die Waage stellen?

Wer abnehmen möchte, sollte sich regelmäßig wiegen, so eine aktuelle amerikanische Studie. Sie beweist: Die Waage dient durchaus auch als Motivationshilfe. Worauf es dabei allerdings ankommt, lesen Sie hier.

© by WhatsBroadcast

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.