7 Argumente für einen Softdrink-Entzug

Verena Elson Medizinredakteurin
Zwei Colagläser
Ein Glas Cola enthält bereits mehr Zucker (27 Gramm) als die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Tagesdosis (25 Gramm) © Fotolia

Dieses Laster aufzugeben, lohnt sich: Praxisvita erklärt, was in Ihrem Körper passiert, wenn Sie ab sofort keine Softdrinks mehr trinken.

Ein gutes Gefühl: die kalte, süße Limo rinnt die Kehle herunter. Das ist lecker, erfrischt und verleiht neue Energie. Doch für den Körper ist jeder Softdrink eine Belastung. Wird die süße Erfrischung zur Gewohnheit, nimmt er uns das richtig übel – die großen Zuckermengen schaden Gehirnzellen, Zähnen und Organen.

Doch wer den kalten Limo-Entzug wagt, kann seinen Körper geradezu vor Erleichterung seufzen hören – und zusehen, wie er sich Schritt für Schritt erholt. Wir haben für Sie die besten Argumente für den Bruch mit dem Softdrink-Laster zusammengestellt.

 

Sie schützen Ihr Herz

Eine 2012 veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Harvard-University belegte, dass der regelmäßige Konsum zuckerhaltiger Getränke das Risiko für die Koronare Herzkrankheit erhöht. Eine weitere Studie zeigte 2011, dass der Ruheblutdruck von Probanden desto höher war, je mehr Limonade sie gewöhnlich tranken – eine Verminderung der täglich verzehrten Menge verbesserte ihren Zustand.

 

Sie werden schlauer

Nach der Pause eine Cola, um das Mittagstief zu überwinden? Die Strategie scheint zunächst aufzugehen – doch die wachmachende Wirkung von Zucker und Koffein hält nicht lange an. Denn durch den schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels gerät der Körper gewissermaßen in einen Schockzustand und beginnt, ihn schnell wieder herunterzuregeln. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel fällt abrupt ab und es kommt zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Auf lange Sicht kann der Softdrink-Konsum dem Gehirn sogar dauerhaft schaden, zeigt eine Studie. Mögliche Folgen sind demnach kognitive Störungen und Erinnerungslücken. Weitere Studien weisen sogar auf ein erhöhtes Alzheimer- und Demenzrisiko durch einen hohen Zuckerkonsum hin.

Eine gesündere Alternative gegen das Mittagstief ist Kaffee – er macht nicht nur wach, sondern birgt viele weitere Gesundvorteile. Wer nicht auf den Zuckerkick verzichten will, greift zu süßen Früchten: Neben Fruktose enthalten diese noch Ballaststoffe und Antioxidantien, die dem Körper ermöglichen, den natürlichen Zucker langsamer aufzunehmen. So bleibt der Blutzuckerspiegel stabil.

 

Sie werden schlanker

Für alle, die täglich Cola und Limo trinken, gibt es eine einfache Art, schnell Gewicht zu verlieren – ohne zu hungern und Kalorientabellen auswendig zu lernen: die Süßgetränke durch Wasser ersetzen. Wer täglich einen halben Liter Cola trinkt und sich dieses Laster abgewöhnt, verringert seine jährliche Kalorienaufnahme um immerhin 200.000.

 

Sie bekommen starke Knochen

Mit einer Limonaden-Abstinenz tun Sie auch Ihren Knochen etwas Gutes. Denn neben Zucker erhöht auch ein Überschuss des in Cola enthaltenen Phosphats das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund).

 

Sie bleiben länger jung

Wenn das kein Argument ist, das Limoglas sofort wegzustellen: Limonade lässt Sie schneller altern! Das belegt eine US-amerikanische Studie. Die Wissenschaftler zeigten, dass bei Menschen, die häufig Limonade trinken, die sogenannten Telomere – das sind die Schwanzenden der Chromosomen – kürzer sind als bei anderen Menschen. Und das sagt etwas über ihr biologisches Alter aus: Denn bei jeder Zellteilung werden die Telomere ein Stück kürzer – und der Körper ein bisschen älter. Die Limonade beschleunigte die Zellalterung so extrem wie kein anderes Getränk.

Hamburg, 19. März 2015

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