5 wichtige Werte und was sie außerdem bedeuten

In einer Blutprobe sind zahlreiche Informationen enthalten, die den Medizinern Hinweise auf mögliche Krankheiten, aber auch auf den Zustand unserer Organe liefern
In einer Blutprobe sind zahlreiche Informationen enthalten, die den Medizinern Hinweise auf mögliche Krankheiten, aber auch auf den Zustand unserer Organe liefern © Fotolia

Eigentlich sollte der sogenannte Kreatinin-Wert anzeigen, wie gut unsere Nieren arbeiten. Aber eine aktuelle US-amerikanische Studie fand heraus, dass dieser Wert Aufschluss über das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung geben kann. Erfahren Sie hier, welche Werte einer gängigen Blutprobe Informationen über den Zustand unserer anderen Organe geben können.

 

Kreatinin

Der Kreatininspiegel im Blut zeigt an, wie gut die Nieren arbeiten. Denn Kreatinin entsteht, wenn die Nieren Giftstoffe abbauen und ausscheiden. Sinkt der Kreatininspiegel, kann das ein Hinweis auf Nierenschäden und Stoffwechselerkrankungen sein.

Zweitaussage der Testergebnisse: In einer aktuellen Studie fanden US-Forscher heraus, das der erhöhte Kreatininwert außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestimmen kann.

 

Albumin

Zweck des Tests: Das Protein Albumin wird von der Niere in den Urin abgegeben. Ein per Urinprobe ermittelter hoher Albuminspiegel kann auf eine Schädigung der Nieren hinweisen.

Zweitaussage der Testergebnisse: Per Urintest auf Albumin lässt sich laut der neuen Studie auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorhersagen – und das sogar verlässlicher als mittels Cholesterin- und Blutdruckwerten.

 

CRP

Zweck des Tests: Das sogenannte C-Reaktive Protein (CRP) unterstützt das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern. Es aktiviert Immunzellen, die sie dann auf den „feindlichen Eindringling“ stürzen und ihn zerstören. Wenn eine Entzündung beginnt, steigt der CRP-Spiegel im Blut. Ärzte können so anhand eines Bluttests feststellen, ob im Körper eine Entzündung aufgetreten ist und wie stark sie ist.

Zweitaussage der Testergebnisse: Laut US-Studien kann ein chronisch erhöhter CRP-Spiegel außerdem auf eine Arterienverkalkung hinweisen.

 

Testosteron

Zweck des Tests: Um den Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron zu ermitteln, wird ein Bluttest durchgeführt. Herrscht ein Testosteronmangel, kann das auf Schädigungen der Hoden, Alkoholismus, schwere Allgemeinerkrankungen oder chronischen Stress hindeuten. Zeigt der Test einen zu hohen Testosteronspiegel an, kann das ein Hinweis auf Tumoren in den Hoden sein – oder darauf, dass Testosteron als Dopingmittel eingenommen wurde.

Zweitaussage der Testergebnisse: Eine US-Studie im Jahr 2013 ergab, dass sich per Bluttest auf Testosteron ermitteln ließ, wie zuverlässig eine Grippeimpfung bei den Probanden wirkte. Dabei zeigte sich, dass Männer mit einem hohen Testosteronspiegel schlechter geschützt waren als Männer mit einem niedrigen Spiegel und Frauen.

 

Stuhlprobe

Zweck des Tests: Eine Stuhlprobe gibt dem Arzt Hinweise auf Erkrankungen des Verdauungstrakts wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Darmkrebs. Dabei wird der Stuhl unter anderem auf Blut und Keime untersucht.

Zweitaussage der Testergebnisse: Eine aktuelle US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich per Stuhlprobe auch Vorhersagen zur Gemütsverfassung eines Kindes machen lassen. Besonders bei Jungen zeigte sich, dass diejenigen mit einer geringeren Bakterienvielfalt im Darm ein höheres Risiko für depressive Verstimmungen hatten.

Hamburg, 2. Juni 2015

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