5 überraschende Durchfall-Auslöser

Redaktion PraxisVITA

Immer wiederkehrender Durchfall ist eine große Belastung für Betroffene. Doch in den meisten Fällen lässt er sich leicht vermeiden – wenn die Ursache bekannt ist. Praxisvita deckt versteckte Durchfall-Verursacher auf.

 

Schlechte Stimmung und Stress

Menschen mit Depressionen oder Angststörungen leiden häufiger an chronischem Durchfall als der Durchschnitt – das zeigt eine 2013 veröffentlichte chinesische Studie. Der Grund dafür liegt Experten zufolge in der engen Verbindung zwischen Gehirn und Darm: Der Darm ist mit einem komplexen Nervensystem ausgestattet. Über dieses System kommuniziert er mit dem Gehirn und nimmt negative Reize wahr, die ihn „in Aufruhr“ bringen können. So können Antidepressiva die Symptome eines Reizdarms lindern. Dazu kommt: Wer ängstlich, depressiv oder gestresst ist, hat einen erhöhten Spiegel des Stresshormons Cortisol. Dieses bewirkt, dass alle körperlichen Funktionen – eingeschlossen die Verdauung – beschleunigt werden. Neben Antidepressiva können Entspannungstechniken wie Yoga dabei helfen, stimmungsbedingten Durchfall zu bekämpfen – weitere Entspannungstipps finden Sie hier.

 

Unregelmäßiger und schlechter Schlaf

Wer ständig seine innere Uhr „verstellt“, bringt auch sein Verdauungssystem durcheinander. Das kann beispielsweise bei Menschen im Schichtdienst passieren: Denn der Körper versucht immer wieder, sich auf den neuen Rhythmus einzustellen. Besonders dem Darm machen diese ständigen „Mini-Jetlags“ zu schaffen – die Folge ist häufig Durchfall. Der kann auch durch zu wenig Schlaf entstehen: Denn auf Schlafentzug produziert der Körper mehr Cortisol – das wiederum die Verdauung beschleunigt. Das beste Rezept: Sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht – und wenn möglich eine regelmäßige Schlafenszeit.

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Zuckerfreier Kaugummi

Wenn „zuckerfrei“ auf der Kaugummipackung steht, ist Vorsicht geboten. Denn dahinter könnte ein versteckter Durchfallauslöser stecken: das sogenannte Sorbit ist ein Süßungsmittel, das als Zuckerersatz eingesetzt wird. Studien belegen eine abführende Wirkung des Stoffes.

 

Sport

Durchfall ist unter Extremsportlern weit verbreitet, zeigen Studien. Doch auch bei Amateursportlern kann das regelmäßige Training abführend wirken. Der Grund: Bei starker Anstrengung greift der Körper auf Blutreserven aus dem Verdauungstrakt zurück, um die Muskeln ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Das kann zu Krämpfen und Durchfall führen. Doch der Trainings-Durchfall ist vermeidbar: Trinken Sie vor und während des Trainings viel Wasser und nehmen Sie sechs Stunden vor dem Workout kein Koffein sowie keine fett- oder ballaststoffreichen Lebensmittel zu sich.

 

Brot und Getreide

Wenn Sie außer häufigem Durchfall auch regelmäßig an Blähungen leiden und sich schnell müde und schlapp fühlen, könnte die Ursache eine Gluten-Unverträglichkeit sein: Dabei zeigt der Körper eine Überreaktion auf den Klebereiweiß Gluten, der in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste enthalten ist. Nehmen Betroffene Getreide zu sich, bildet das Immunsystem Antikörper gegen die Zellen des Dünndarms, die eine Entzündung der Schleimhaut bewirkt. Ist eine Gluten-Unverträglichkeit die Durchfall-Ursache, verschwinden die Symptome, wenn Getreide, das diesen speziellen Klebereiweiß enthält, vom Speiseplan gestrichen wird.

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