5 radikale Diäten, die Sie niemals machen sollten!

Redaktion PraxisVITA

Abnehmen kann eine echte Herausforderung sein. Damit es schnell geht, setzen viele auf radikale Diäten. Doch diese können der Gesundheit schaden. Auf diese fünf Diäten sollten Sie verzichten!

Schnell soll es gehen, das Abnehmen. Kein Wunder, dass radikale Diäten und einseitige Ernährungsformen für viele zunächst attraktiv erscheinen. Solche Diäten, die schnelle Ergebnisse versprechen, sind jedoch nicht nur prädestiniert für den Jo-Jo-Effekt. Sie bergen auch ernst zu nehmende Gesundheitsgefahren. Vor allem Hungerkuren und Diäten, die darauf basieren, zum Großteil nur ein bestimmtes Lebensmittel zu sich zu nehmen, schaden der Gesundheit. Möglich sind unter anderem:

  • Eine Nährstoffunterversorgung, was Mangelerscheinungen auslöst (z.B Haarausfall, Müdigkeit, allgemeine Schwäche, verminderte Leistungsfähigkeit.
  • Muskelabbau, auch Abnahme der Herzmuskelmasse. Das kann in Herzrhythmusstörungen resultieren und die Pumpleistung des Herzens verringern.
  • Eine starke Ausschüttung von Stresshormonen durch ständigen Hunger. Ein hoher Cortisolspiegel belastet Herz und Kreislauf.
 

Von diesen sieben Diäten sollten Sie daher auf jeden Fall die Finger lassen:

 

1. Blutgruppen–Diät

Die Idee stammt von US-Naturheilkundler Peter J. D'Adamo und besagt, dass sich die Ernährung nach der entsprechenden Blutgruppe eines Menschen richten sollte. Das heißt: Es gibt vier Ernährungskonzepte, die jeweils an den vermeintlichen Erfordernissen der vier Bluttypen ausgerichtet sind. Die Annahme: Für Typ 0 sind Fleisch und Fisch sowie Obst und Gemüse ein absolutes Muss. Für Typ A sind Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst gut geeignet. Wild, Kabeljau und Lachs sind perfekt für Typ B. Und Typ AB freut sich über Gemüse, Eier und Milchprodukte.

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Das Problem: Weil bestimmte Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen werden, kann diese Diät – die eigentlich eine langfristige Ernährungsumstellung darstellt – einen dauerhaften Nährstoffmangel mit sich bringen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt: „Derzeit fehlen wissenschaftliche Beweise für die behaupteten gesundheitlichen Nutzen von Blutgruppendiäten.“

 

2. Cookie-Diät

Diese Diät hat viele Anhänger: Berichten zufolge gehören auch viele Prominente dazu. Zum Mittag- und Abendessen gibt es Kekse (bis zu vier am Tag) und morgens ersetzen sie sogar das Frühstück. Bei den Keksen handelt es sich um spezielle Diät-Cookies, die in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich sind. Abnehmen und trotzdem Naschen – ein Traum für alle, die ohne Verzicht auf Süßes ein paar Pfunde verlieren möchte. Zudem sollen die Schlankmach-Kekse viele Ballaststoffe enthalten.

Also alles gut? Nein, denn außer den Keksen ist nicht viel an Essen erlaubt. 800 Kalorien am Tag sollen es maximal sein. Trotz leckerer Kekse bedeutet das: Hungern und damit zwangsläufig Nährstoffmangel.

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3. 5-Bissen-Diät

Für die beiden Ärzte Dr. med. Alwin Lewis und Dr. Oz ist fünf die perfekte Anzahl an Bissen für eine Mahlzeit zum Mittagessen und zum Abendbrot. Was die Lebensmittel angeht, gibt es keinerlei Beschränkungen. Es ist alles erlaubt, was auf eine Gabel oder einen Löffel passt. Das Frühstück fällt bei dieser Diät ganz aus, und soll nur aus einer Tasse Kaffee oder Multivitamin-Saft bestehen.

Da es nicht möglich ist, mit insgesamt zehn Bissen den täglichen Energiebedarf von durchschnittlich 1500 kcal zu decken und dadurch ein extremer Nährstoffmangel droht – lautet die Empfehlung für diese Diät: Finger weg!

 

4. Baby-Nahrung-Diät

Der Name macht es deutlich. Bei dieser Ernährungsform ernähren sich Erwachsene nur von dem, was eigentlich für Säuglinge bestimmt ist: Babybrei. Das heißt, hierbei wird keine Nahrung gekaut. Wenn der Magen jedoch nicht mit festen Inhalten gefüllt wird, kann es dazu führen, dass sich kein richtiges Sättigungsgefühl einstellt. Die Folge: Sie haben ständig Hunger. Darüber hinaus gefährdet der Verzicht auf Milchprodukte den Kalziumhaushalt. Der Körper benötigt aber Kalzium für gesunde und stabile Knochen.

 

5. Luft-Diät

Ihre Gabel ist leer und Sie stellen sich trotzdem vor, dass Sie gerade die leckerste Mahlzeit genießen? Genau das ist das Prinzip der Luft-Diät, im Englischen „breathering-diet“ genannt. Das englische Wort „breath“ zeigt an, worauf es vor allem ankommt, nämlich aufs Atmen. Anhänger sind davon überzeugt, dass sie völlig ohne Nahrung auskommen und sich nur über Luft und Sonnenlicht „ernähren“ können. Als Diät kann man diese Hungerkur daher nicht bezeichnen.

Dadurch versprechen sie sich einen bewusstseinserweiternden Effekt. Dass das Prinzip dahinter nicht nur völlig absurd, sondern auch extrem gefährlich ist, dürfte klar sein: Immer wieder gibt es Berichte über Menschen, die durch „Licht- und Luftnahrung" gestorben sind.

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Gesund abnehmen – so geht’s wirklich

Wer gesund, das heißt, 500 Gramm pro Woche abnehmen und dann auch langfristig sein Gewicht halten möchte, muss sich eine einfache Erfolgsformel einprägen: „ausgewogene Ernährung“. Konkret bedeutet das für den täglichen Speiseplan:

  • Gemüse
  • Obst aufgrund seines hohen Zuckergehalts in Maßen
  • Eiweiß zur Erhaltung der Muskelmasse
  • Sättigende Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Samen
  • Wenig Nüsse, da sie viele Kalorien enthalten

Dazu täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken. Auf Süßigkeiten, Teigwaren, verarbeitete Produkte und Lebensmittel mit hohem Fettgehalt sollte man hingegen ganz verzichten.

Zusätzlich kann bereits dreimal pro Woche 30 Minuten leichte Fitness die Fettverbrennung ankurbeln und so das Abnehmen völlig ohne radikale Diäten fördern.

Quellen:

Blutgruppendiät ohne bewiesenen Nutzen, in: dge.de (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

Blitzdiäten bleiben ohne dauerhaften Erfolg, in: dge,de

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