5 Nebenwirkungen, mit denen Sie nie gerechnet hätten

Eine Apothekerin berät eine Kundin
Einige Medikamente können verrückte Nebenwirkungen auslösen © Fotolia

Blauer Urin, dichtere Wimpern und Milchabsonderung bei Männern – diese Phänomene haben eins gemeinsam: Sie werden unter „Nebenwirkungen“ auf der Packungsbeilage aufgeführt. Welche Medikamente die ungewöhnlichsten Symptome auslösen, erfahren Sie hier.

 

Farbiger Urin

Zahlreiche Medikamente können den Urin verfärben. So kann Vitamin C zu einer orangenen Färbung führen und Abführmittel, die den Wirkstoff Senna enthalten, zu einer pinken Tönung. Viagra kann den Urin sogar blau färben: Schuld daran ist der Farbstoff in der Tablettenbeschichtung. Auch das Nierenmedikament Triamteren kann den Urin blau färben. Hier finden Sie eine Übersicht, welche Urinfarben „noch normal“ sind und ab wann Sie einen Arzt verständigen sollten.

 

Dichtere Wimpern

Bei Grünem Star wird das Medikament Bimatoprost eingesetzt, um zu hohen Augeninnendruck zu regulieren. Das Mittel hat skurrile Nebenwirkungen: Es lässt die Wimpern länger und dicker werden, in einigen Fällen auch dunkler. Der Grund dafür ist nicht endgültig geklärt – Experten vermuten, dass der Wirkstoff die Wachstumsphase der Wimpern verlängert. Doch nicht alle Nebenwirkungen des Medikaments sind so angenehm – zu weiteren möglichen Begleiterscheinungen zählen Augenrötung und –jucken.

 

Milchabsonderung

Einige Medikamente gegen Bipolare Störung oder Schizophrenie wie beispielsweise Haloperidol können bewirken, dass Männer oder Frauen, die nicht stillen, über die Brust Milch abgeben. Das liegt daran, dass die Medikamente das Level eines bestimmten Hormons, des sogenannten Prolaktin, ansteigen lassen – dieses Hormon ist für das Wachstum der Brustdrüse und die Milchabgabe verantwortlich.

 

Alles schmeckt nach Metall

Zu den Nebenwirkungen vieler Medikamente gehört es, dass sich das Geschmacksempfinden verändert. Dazu gehören das Antibiotikum Clarithromycin und das Schlafmittel Zopiclon. Der am häufigsten wahrgenommene Geschmack ist dabei der nach Metall. Einige Betroffene haben das Gefühl, dass plötzlich alles, was sie essen, metallisch schmeckt, andere haben den Geschmack ununterbrochen im Mund. Als Grund vermuten Wissenschaftler, dass die Medikamente den Speichel verändern.

 

Geräusche im Kopf

Sogenannte akustische Halluzinationen sind Nebenwirkungen, die von verschiedenen Medikamenten ausgelöst werden können. Betroffene hören Geräusche, etwa Musik oder Stimmen. Zu den Mitteln, die akustische Halluzinationen auslösen können, gehören Ritalin gegen ADHS, Procyclidin gegen Parkinson und das Antidepressivum Venlaxin. Viele der Medikamente, die Patienten Dinge hören lassen, verursachen auch visuelle Halluzinationen: Patienten sehen dann beispielsweise Tiere oder haben den Eindruck, dass sich Farben in ihrer Umgebung verändert haben.

Hamburg, 26. Mai 2015

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