Lila Gemüse: 5 Gründe, warum es so gesund ist

Redaktion PraxisVITA

Lila Gemüse ist bisher Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien geworden. Es ist nämlich reich an besonderen Inhaltsstoffen, von denen die Gesundheit auf vielfältige Weise profitiert. 5 Gründe, warum lila Karotten, Rotkohl und Co. so gesund sind!

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Die sogenannten Anthocyane verleihen lila Gemüse die satte Farbe. Sie gehören zu den wichtigsten Antioxidantien und schützen die Pflanze vor dem UV-Licht der Sonne. Welchen großen gesundheitlichen Nutzen Anthocyane für den Menschen haben, zeigen zahlreiche Studien.

 

5 Gründe, warum lila Gemüse so gesund ist

Eine schlanke Taille, gesunde Zellen und Schutz vor Erkrankungen – all diese Effekte könnten sich einstellen, wenn man viel lila Gemüse isst. Das zumindest legen die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien nahe, die sich besonders mit einem Inhaltsstoff auseinandergesetzt haben – den Anthocyanen.

1. Anthocyane sollen vor Krebs schützen

Mehrere Studien haben gezeigt, dass der in violettem Gemüse vorkommende Farbstoff Anthocyan vor Krebs schützen kann. So wies eine im Jahr 2010 erschienene Studie aus Portugal nach, dass der Farbstoff das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen kann. Offenbar schützen Heidelbeeren aber auch vor Prostatakrebs. Eine amerikanische Studie konnte zeigen, dass durch die Inhaltsstoffe der Beeren Prostatakarzinome am Wachsen gehindert wurden.

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2. Antioxidantien schützen die Haut

Im Laufe unseres Lebens schädigen UVA- und UVB-Strahlen der Sonne unsere Hautzellen. Mit steigendem Alter sinkt auch die Kollagen-Produktion und unsere Haut wird schlaffer. Die Folge: Falten. Doch auch hier kann Anthocyan wirken. So hat eine im Jahr 2009 in Südkorea durchgeführte Studie nachgewiesen, dass Anthocyan die durch UV-Strahlen verursachten Hautschäden minimieren und das Nachlassen der Kollagen-Produktion verlangsamen kann.

3. Mit lila Gemüse Übergewicht bekämpfen

Anthocyane könnten auch dabei helfen, Übergewicht zu reduzieren. So zeigte eine von chinesischen Forschern durchgeführte Studie, dass übergewichtige Ratten mehr Gewicht verloren, wenn sie mit Süßkartoffeln gefüttert wurden. Eine Studie aus Japan zeigte einen ähnlichen Effekt: Mäuse nahmen umso mehr zu, je weniger Anthocyane ihre Nahrung enthielt.

4. Mit Anthocyanen das Gehirn stärken

Amerikanische und deutsche Forscher untersuchten in einer Langzeit-Studie den Effekt von Anthocyan auf das Gehirn. Es stellte sich heraus, dass der Nährstoff die Gehirnleistung verbesserte. Die Teilnehmer, die mehr violette Lebensmittel aßen, schnitten im Vergleich zu anderen Teilnehmern in kognitiven Tests deutlich besser ab.

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5. Lila Gemüse könnte Herzinfarkt-Risiko senken

Eine im Jahr 2013 veröffentlichte Studie aus Großbritannien untersuchte über einen Zeitraum von 18 Jahren die Effekte violetter Lebensmittel auf die Herzgesundheit. Das Ergebnis: Frauen, die drei oder mehr Portionen violettes Gemüse oder Obst pro Tag verzehrten, senkten ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 32 Prozent. Offenbar schützen Anthocyane die Herzmuskelzellen und Blutgefäße vor oxidativen Schäden.

 

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Auberginen machen schlank

93 Prozent Wasser und nur 17 Kilokalorien pro 100 Gramm – wer abnehmen möchte, sollte mehr Auberginen essen. Trotz der geringen Kalorienanzahl sättigt die lila Eierfrucht, da sie eine hohe Nährstoffdichte hat. Sie liefert viele B-Vitamine, Vitamin C und Kalium. Doch Vorsicht: Auberginen sollten nie roh verzehrt werden. Und das nicht nur, weil die enthaltenen Bitterstoffe für einen gewöhnungsbedürftigen Geschmack sorgen würden, sondern auch, weil in Auberginen das giftige Alkaloid Solanin steckt.

 

Lila Süßkartoffeln haben hohe Nährstoffdichte

Die auch als Okinawa-Süßkartoffel bekannte Wurzel enthält im Gegensatz zu ihren orangegefärbten Verwandten, der gewöhnlichen Süßkartoffel, das wichtige Antioxidans Anthocyanin. Wegen ihrer hohen Nährstoffdichte wurde die lila Süßkartoffel von der NASA zum Repertoire der Nutzpflanzen für lange Weltraummissionen ausgewählt.

Okinawa ist übrigens eine japanische Insel, deren Bewohner sämtliche Altersrekorde schlagen. Zu den am häufigsten verzehrten Lebensmittel der Inselbewohner zählen neben Fisch und Algen die Okinawa-Süßkartoffeln.

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Violette Karotten: Vitamin A und Beta-Carotine

Lila Karotten sorgen nicht für farbliche Abwechslung auf Ihrem Teller. Sie enthalten zusätzlich zu Beta-Carotin und Vitamin A – beide entscheidend für das Sehvermögen – einen hohen Anteil an Anthocyanen. Dass die violetten Möhren beim Kochen schon nach kurzer Zeit viele Nährstoffe verlieren, sieht man auch daran, dass sie schnell ihre schöne Farbe verlieren. Deshalb verzehrt man sie am besten roh.

 

Rote Bete wirkt entgiftend und entzündungshemmend

Dieses violette Gemüse ist eine einzigartige Quelle für die Gruppe der Phytonährstoffe Betalaine. Besonders die dazu gehörenden Farbstoffe Betanin und Vulgaxanthin sorgen bei der Roten Bete für ihre antioxidative, entzündungshemmende und entgiftende Wirkung. Zwar sind die Farbstoffe auch in anderen Nahrungsmitteln wie Rhabarber oder der Kaktusfeige zu finden, doch ist ihre Konzentration in Roter Bete besonders hoch.

Ähnlich wie bei der Zubereitung von violetten Karotten verzichtet man bei Roter Bete am besten auf zu starkes Erhitzen, um die Nährstoffe zu erhalten. So eignet sich die Rübe zum Beispiel hervorragend als farbenfrohe Salat-Zutat oder püriert in Smoothie-Form.

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Die Vitamin-C-Bombe Rotkohl

Rotkohl sieht nicht nur schön aus und schmeckt gut, er ist auch noch außerordentlich nährstoffreich. So decken schon 200 Gramm Rotkohl den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem enthält er das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K sowie Selen, Magnesium und Kalium. Durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen hält er nicht nur lange satt, sondern bringt auch die nach einem reichen Weihnachtsessen überforderte Verdauung in Schwung.

Wie viele andere violette Lebensmittel enthält auch Rotkohl den Farbstoff Anthozyan und wirkt deshalb antioxidativ. Eine ebenso zellschützende Wirkung hat Rotkohl durch seinen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen: Sogenannte Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole wehren Zellgifte ab und verzögern den Alterungsprozess.

Achten Sie bei der Zubereitung am besten darauf, frischen Rotkohl und nicht den fertigen aus dem Glas zu verwenden. Rotkohl aus dem Glas enthält nämlich weniger Vitamine, dafür aber große Mengen an künstlich hinzugefügtem Zucker, um ihn schmackhafter zu machen. Geben Sie stattdessen beim Kochen des frischen Rotkohls lieber ein paar Apfelscheiben mit in den Topf – so wird das lila Gemüse noch gesünder.

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