5 Gewohnheiten, die Heuschnupfen verschlimmern

Redaktion PraxisVITA

Für Allergiker ist die Pollenzeit lästig genug – doch einige Gewohnheiten können die Symptome noch weiter verschlimmern. Diese fünf „Allergiefallen“ im Alltag sollten alle Betroffenen kennen!

Eine Frau steht unter einem Baum und niest
Mit kleinen Änderungen am Lebensstil lässt sich das Ausmaß der Heuschnupfen-Beschwerden verringern Foto:  iStock/RealPeopleGroup

Ständig tränende und juckende Augen können der Freude am Frühling einen ordentlichen Dämpfer verpassen. Doch Allergiegeplagte können die Schwere ihrer Symptome beeinflussen – wenn sie auf einige Gewohnheiten verzichten, die die Heuschnupfen-Beschwerden noch verschlimmern.

 

1. Kleidung zu selten waschen

Kleidung zieht Pollen magisch an – stark von Heuschnupfen Geplagte sollten ihre Kleidung darum in der Pollenzeit immer nur einmal tragen und dann waschen. Eine weitere wichtige Regel: Getragene Kleidungsstücke auf keinen Fall nachts im Schlafzimmer liegen lassen!

Bettwäsche sollte in der Heuschnupfenzeit einmal wöchentlich bei 60 Grad gewaschen werden – denn die Pollen können über Kleidung, Haare und Körper sowie beim nächtlichen Lüften an die Bettwäsche gelangen.

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2. Wäsche draußen trocknen lassen

So verlockend es auch ist, nasse Wäsche bei Sonnenschein zum Trocknen im Garten oder auf dem Balkon aufzuhängen – Allergiker sollten besser darauf verzichten. Haftet der winzige Blütenstaub erst einmal an den Kleidungsstücken, wird man ihn bis zum nächsten Waschgang nicht mehr los.

 

3. Falsches Lüften

Damit die Allergieauslöser nicht durchs offene Fenster in die Wohnung gelangen, empfiehlt sich ein Pollenschutzgitter für die Fenster – besonders im Schlafzimmer. Beachten Sie beim Lüften außerdem: Auf dem Land ist die Pollenbelastung morgens am stärksten, in der Stadt abends.

 

4. Zum falschen Zeitpunkt Haare waschen

Haare waschen gehört für viele zur morgendlichen Routine; für Pollenallergiker ist es aber sinnvoller, die Haare abends zu waschen. Denn der Blütenstaub verfängt sich tagsüber in den Haaren – und werden diese abends nicht gewaschen, wird er mit ins Bett genommen.

Service Allergieauslösende Pflanzen: Liste der Übeltäter

 

5. Allergiefördernde Ernährung

Viele Heuschnupfengeplagte kennen das: Beim Biss in Stein- oder Kernobst kribbelt’s im Mund. Der Grund dafür ist eine Kreuzallergie. Da das Immunsystem auf Pollenallergene sensibilisiert ist, reagiert es auch auf andere Pflanzen.

Allergieauslösendes Obst sollte daher während der Pollensaison gar nicht oder nur sehr selten gegessen werden. Bei Äpfeln hilft es, zu alten Sorten zu greifen: Sie enthalten weniger Allergene als neue Züchtungen.

Histaminreiche Lebensmittel verstärken außerdem die Heuschnupfenbeschwerden – vor allem Rot- und Weißwein haben erwiesenermaßen diese Wirkung. Das sogenannte Histamin ist ein Botenstoff, der an Entzündungen und allergischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Weitere stark histaminhaltige Lebensmittel sind etwa:

  • Reifer Käse
  • Wurst und Fleisch (vor allem, wenn sie nicht mehr ganz frisch sind)
  • Nicht fangfrischer Fisch
  • Innereien
  • Obstsorten wie Kiwi, Ananas, Zitrusfrüchte und einige Beerensorten sowie überreifes Obst generell
  • Einige Gemüsesorten wie Tomaten, Auberginen, Sprossen und Keime, Soja, einige Pilzsorten, Bohnen, Linsen sowie eingelegtes Gemüse
  • Einige Nusssorten wie Erdnüsse, Cashewkerne und Walnüsse
  • Fertiggerichte, mit Geschmacksverstärkern versehene oder in Konserven verpackte Mahlzeiten

Wer stark unter seinem Heuschnupfen leidet, sollte in der Pollenzeit auf diese Lebensmittel möglichst verzichten.

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