40. Geburtstag - Warum Sie spätestens jetzt Ihr Gehirn schützen sollten

Redaktion PraxisVITA
Frau feiert Geburtstag mit ihren Töchtern
Spätestens mit 40 sollten sie anfangen zu trainieren - das tut besonders Ihrem Gehirn gut © istock

Eine Studie zeigt: Wer mit 40 Jahren unfit ist, dessen Hirn schrumpft im Alter schneller. Das legt die Vermutung nahe, dass Bewegung im richtigen Alter Demenz vorbeugen kann.

 

Bewegung vergrößert das Gehirn

Personen, die mit 40 körperlich aktiv und fit sind, haben mit 60 ein größeres Gehirn – und schützen sich so effektiv vor Demenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität in Boston. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, untersuchten die Forscher Daten von 1271 Teilnehmern der Framingham Offspring Studie.

Die Probanden wurden erstmals 1971 mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren untersucht. Dabei ließen die Wissenschaftler sie auf einem Heimtrainer strampeln und untersuchten so deren Fitness-Level. Etwa 20 Jahre später mussten die Teilnehmer ein weiteres Mal antreten. Diesmal prüften die Forscher die geistige Leistungsfähigkeit und maßen mit einem Magnetresonanztomografen das Gehirn.

Die Ergebnisse sollten einen spätestens mit 40 auf die Laufbahn oder ins Fitnessstudio treiben: Je schlechter die Probanden bei dem Fitnesstest 1971 abschnitten, desto weniger Hirngewebe hatten sie 20 Jahre später. Eine solche Verbindung zeigte sich auch bei der geistigen Leistungsfähigkeit: Waren die Teilnehmer mit jungen Jahren unsportlich, dann schnitten sie im Alter bei den kognitiven Tests schlechter ab.

Frau joggt am Strand
Personen, die mit 40 körperlich aktiv und fit sind, haben mit 60 ein größeres Gehirn© istock
 

Wer sich fit hält, hält auch sein Gehirn leistungsfähig

„Viele Menschen fangen erst spät im Leben an, sich um die Gesundheit ihres Gehirns zu sorgen“, sagt Nicole L. Spartano, die Leiterin der Studie, „aber diese Studie zeigt, dass bestimmtes Verhalten in den mittleren Jahren große Konsequenzen für die Alterung des Gehirns hat.“ Als mögliche Erklärung führt sie an, dass zum Beispiel hoher Blutdruck „zu strukturellen Änderungen des Gehirns und kognitiven Beeinträchtigungen führen kann.“ Wer sich fit hält, hält sein Gehirn leistungsfähig.

 

Demenz mit Bewegung verhindern

Aber es geht nicht nur um Leistung. Spartano fügt noch an: „In ein paar Jahren werden wir sagen können, wie viele der Teilnehmer Demenz entwickelt haben und ob das mit ihrem Fitness-Level zusammenhängt.“ Denn auch hier vermuten die Forscher einen Zusammenhang. In Anbetracht weltweit steigender Zahlen an Demenz Erkrankter wäre das eine wichtige Erkenntnis.

Es ist jedoch noch hinzuzufügen: Zu spät für Bewegung ist es trotzdem nie. Eine kürzlich in Finnland veröffentlichte Studie zeigt, dass Körper und Gehirn sehr schnell auf Trainingsanreize reagieren. Die körperliche Leistungsfähigkeit steigt und das Gehirn wächst.

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