4. Impfung: Nebenwirkungen beim 2. Corona-Booster

Während knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland noch nicht einmal geboostert ist, soll jetzt die 2. Corona-Auffrischungsimpfung kommen. Sind bei der 4. Impfung Nebenwirkungen zu erwarten? Und für welche Gruppen wird sie überhaupt empfohlen? Die Infos.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Knapp 54 Prozent der Menschen in Deutschland haben bisher ihre erste Auffrischungsimpfung bekommen. Und jetzt empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) bereits den 2. Booster für bestimmte Gruppen. Aber wie schaut es bei der 4. Impfung mit Nebenwirkungen aus? Mit diesen Symptomen muss man rechnen.

Darum rät die Stiko zur 4. Corona-Impfung

In Israel wird die zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bereits seit längerem verabreicht. Medienberichten zufolge haben erste Daten die Stiko nun bewogen, auch in Deutschland eine 4. Impfung zu empfehlen. Professor Thomas Mertens, Chef der Stiko, sagte in einem Interview, eine vierte Dosis bringe eine „gewisse Verbesserung beim Schutz vor Infektion und eine deutlichere Verbesserung beim Schutz vor schwerer Erkrankung.“

Es gehe darum, die besonders Gefährdeten besser zu schützen. Laut den Daten aus Israel ist der Infektionsschutz nach der 4. Impfung doppelt so gut wie nach dem 3. Piks. Vor einer schweren Erkrankung schütze der 2. Booster bei über 60-Jährigen sogar drei- bis fünfmal so effektiv.

4. Impfung: Diese Nebenwirkungen können auftreten

Nach Angaben der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) sind ähnliche Nebenwirkungen wie nach dem ersten Booster zu erwarten. Diese Ansicht teilt auch die Stiko, erklärte aber zugleich „dass die Datenlage zur Effektivität und zur Sicherheit einer zweiten Auffrischimpfung noch limitiert ist“.

2021 meldete die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), dass folgende Symptome bei den Proband:innen einer Studie nach der Auffrischungsimpfung am häufigsten auftraten:

  • Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle

  • Müdigkeit 

  • Kopfschmerzen

  • Muskel- und Gelenkschmerzen 

  • Schüttelfrost

Bemerkenswert war, dass geschwollene Lymphknoten häufiger registriert wurden als nach den ersten beiden Impf-Dosen. Ob dieses Symptom auch nach dem 2. Booster auftreten kann, ist noch nicht bekannt.

4. Impfung nur für besonders gefährdete Gruppen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält die Entscheidung der Stiko für richtig. Die Empfehlung gilt nicht für alle Menschen, sondern nur für bestimmte Gruppen, da der Immunschutz und damit der Schutz vor einer schweren Erkrankung auch nach der dritten Dosis nachlasse.

Deshalb sollten sich Menschen über 70 Jahren, Bewohner:innen in Pflegeeinrichtungen, Immungeschwächte ab 5 Jahren sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegebereichen eine zweite Auffrischungsimpfung geben lassen. Dies solle nach frühestens drei bzw. bei den Beschäftigten sechs Monaten nach dem ersten Booster geschehen.

Und das ohne Sorgen vor unbekannten Symptomen: Da nach der 4. Impfung ähnliche Nebenwirkungen zu erwarten sind wie nach der 3. Impfung, braucht man in dieser Hinsicht keine Befürchtungen zu haben.