4 Gefahren, die in Ihrem Bett lauern

Frau im Schlafzimmer
Für Ungeziefer ist das menschliche Schlafzimmer ein attraktiver Anziehungspunkt. Doch wie gefährlich ist es? © Fotolia

Mit diesen Zeitgenossen möchte wohl keiner sein Bett teilen – aber die meisten von uns tun es dennoch irgendwann. Praxisvita deckt vier Gesundheitsgefahren zwischen den Laken auf und nennt die besten Strategien, um sie zu vermeiden.

 

Bettwanzen

Obwohl sie in Deutschland schon als ausgestorben galten, sind sie wieder in deutsche Betten zurückgekehrt: die Bettwanzen. Die bis zu 5,5 Millimeter großen, rotbraunen Tierchen haben es auf unser Blut abgesehen – es gibt ihnen die Nährstoffe, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Bis zu 500 Stiche tragen Betroffene pro Nacht davon. Die sind zunächst schmerzfrei, später beginnen sie zu jucken. Kratzen ist jetzt der größte Fehler, denn das führt schnell zu Ekzemen. Krankheiten übertragen Bettwanzen hierzulande nicht.

Gut zu identifizieren sind die kleinen Plagegeister an kleinen (0,5 bis 1 mm), schwarzen Kotpunkten, die sie hinterlassen, beispielsweise auf der Matratze, dem Bettrahmen, hinter vorstehenden Tapeten oder auf der Menschenhaut. Außerdem sondern sie einen unangenehmen, süßlichen Geruch ab, der typisch für Bettwanzen ist.

Die Vertreibung der Bettwanzen ist Aufgabe des Kammerjägers – der muss meist mindestens dreimal antreten, um auch die jüngeren Wanzen-Generationen zu erwischen.

 

Hausstaubmilben

Ein bis zwei Gramm Hautschuppen verliert jeder Mensch pro Tag. Ein gefundenes Fressen für rund 1,5 Millionen Hausstaubmilben. Sie tümmeln sich gern zwischen unseren Laken, denn dort ist es schön warm, dunkel und feucht – wie sie es am liebsten haben.

Schädlich sind die kleinen Bettgenossen nur für Menschen mit einer Hausstauballergie – das sind etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Die Betroffenen sind nicht gegen den Staub selbst, sondern gegen den an ihm haftenden Kot der Milben allergisch.

Es ist nicht möglich, Hausstaubmilben ganz aus dem Bett zu verbannen. Aber für Allergiker gibt es einige Tricks, die den Tierchen das Leben schwer machen – eine Auflistung der besten Maßnahmen finden Sie hier.

 

Schimmel

Schimmelflecken an der Unterseite der Matratze können beispielsweise entstehen, wenn im Winter nachts das Fenster geöffnet bleibt. Die kalte Luft strömt nach unten, trifft auf die Matratzenunterseite und kondensiert dort. Wird das Schlafzimmer auch tagsüber nicht geheizt, ist die Luft zu kalt, um die gestaute Flüssigkeit aufzunehmen – die Folge ist Schimmel.

Eine schimmelige Matratze gehört ausgetauscht – die Sporen können Kopfschmerzen, Husten, Schleimhautreizungen und sogar Asthmaanfälle auslösen. Hier können Sie einen Ratgeber zum Umgang mit Schimmel in Wohnräumen herunterladen.

 

Läuse

Auch Läuse verirren sich schon mal ins Bett. Sie werden von der Körperwärme angelockt und leben nicht alleine – Weibchen legen in einem Jahr circa 500 Eier. Die Bettläuse stechen häufig mehrmals hintereinander. Der Stich juckt und es gibt eine flache Rötung.

Wenn Sie in Ihrer Wohnung Bettläuse entdecken sollten, ist eine Wohnungssanierung notwendig. Das sollte am besten nur durch einen Experten erfolgen: den Kammerjäger.

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