3D-Filme machen schlau

Ein Pärchen sieht einen 3D-Film
Schaut mehr Filme, sie halten das Gehirn fit! Allerdings nur in 3D, zeigt eine aktuelle Studie © Fotolia

Gute Nachrichten für Liebhaber von 3D-Filmen: Während Sie Ihrem Hobby nachgehen, trainieren Sie gleichzeitig Ihr Gehirn! Das zeigt eine aktuelle Studie britischer Wissenschaftler.

Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn wir 3D-Filme sehen? Wird es dabei trainiert oder nimmt es sogar Schaden? Das untersuchten Wissenschaftler der Londoner Goldsmiths University in einer aktuellen Studie.

Dazu ließen sie zwei Probandengruppen den Disneyfilm „Big Hero 6“ ansehen. Eine Gruppe sah den Film in der 2D-Version, die andere in 3D.

Vor und nach der Filmvorführung absolvierten die Studienteilnehmer einen Test, bei dem Erinnerung, Reaktionszeit und kognitive Funktion (Fähigkeiten wie Lernen, Planen, Orientieren und Problemlösen) geprüft wurden.

 

3D-Filme trainieren das Gehirn

Das Ergebnis: Die 3D-Zuschauer zeigten nach der Filmpräsentation eine Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten um 23 Prozent, ihre Reaktionszeit hatte sich um elf Prozent verbessert.

In einem zweiten Experiment erfassten die Wissenschaftler die Gehirnaktivität von Probanden, während sie 2D- und 3D-Filme schauten. Dabei zeigte sich: Das Gehirn der 3D-Zuschauer war aktiver.

 

3D-Film als Gehirn-Doping

Studienleiter Patrick Fagan: „Es ist eine Tatsache, dass die Menschen älter werden und dass es im Alter zu einem merkbaren Nachlassen der Gehirnleistung kommt, das die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Es gab nie eine bessere Zeit, nach Wegen zu suchen, um die Gehirnfunktion zu verbessern. Diese ersten Studienergebnisse deuten darauf hin, dass 3D-Filme eine Rolle dabei spielen werden.“

Aber nicht nur im Alter soll die neue Erkenntnis nützlich sein. Die Forscher vermuten, dass 3D-Filme bei Menschen mit Berufen, die außerordentliche kognitive Fähigkeiten voraussetzen – etwa Chirurgen oder Boxern – wie Doping wirken. Um ihre Leistung bei einer bevorstehenden Aufgabe zu steigern, könnten sie nach Ansicht der Wissenschaftler zur Vorbereitung einen 3D-Film anschauen.

Hamburg, 21. Mai 2015

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