36. SSW: Das Baby rutscht in seine Geburtsposition

Redaktion PraxisVITA
Inhalt
  1. 36. SSW: Das passiert in und mit Ihrem Körper
  2. Was passiert beim Kardiotokogramm?
  3. Das macht der Fötus in der 36. SSW
  4. Wie liegt das Kind?
  5. Das sollten Sie in der 36. SSW beachten
  6. Video: Plötzlich Mama – was Ihnen bei der Geburt niemand sagt

Das Baby rutscht nach unten und das Atmen fällt Ihnen wieder leichter. Darauf können Sie sich in der 36. Schwangerschaftswoche (36. SSW) einstellen.

In der 36. SSW kommt es noch einmal zu deutlichen Veränderungen: Viele Frauen spüren jetzt zum ersten Mal Senkwehen. Die sorgen dafür, dass das Kind im Bauch sich weiter nach unten verschiebt und im Becken die endgültige Geburtsposition einnimmt.

In der 36. SSW kommt es bei vielen Frauen zu ersten Senkwehen
In der 36. SSW kommt es bei vielen Frauen zu ersten Senkwehen © fotostorm/iStock

Falls Sie jetzt noch keine Senkwehen spüren, müssen Sie sich aber keine Sorgen machen. Die Senkwehen können auch erst ganz kurz vor der Geburt einsetzen.

 

36. SSW: Das passiert in und mit Ihrem Körper

Vielen Schwangeren fällt das Atmen in der 36. SSW wieder etwas leichter. Hinzu kommt ein unangenehmes Gefühl, wenn Sie auf einer harten Ablage wie etwa einem Stuhl oder einer Bank ohne Kissen sitzen. Beides zusammen kann bedeuten, dass das Baby jetzt seine Geburtsposition eingenommen hat: Das heißt, das Kind liegt nun mit dem Kopf nach unten tiefer im Becken. Dadurch drückt er auf das Becken und macht das Sitzen für die werdende Mama unangenehm. Gleichzeitig wird durch die veränderte Babyposition das Zwerchfell entlastet. Deshalb können Sie jetzt wieder so gut atmen.

In der 36. SSW begeben sich viele Babys bereits in die endgültige Geburtsposition © Eraxion/iStock

Das Absenken ist übrigens nicht nur spürbar, Sie können es auch sehen: Denn nicht nur das Baby rutscht gefühlt eine Etage tiefer, auch Ihr Bauch verändert sich noch einmal. Er senkt sich ebenfalls ein Stück nach unten ab.

 

Was passiert beim Kardiotokogramm?

Wenn Sie in der 36. SSW zum Gynäkologen gehen, wird er Sie an das Kardiotokogramm, kurz CTG, anschließen. Das misst die Herztöne des Babys sowie Ihre Wehentätigkeiten. So stellt der Arzt fest, ob es dem Baby gut geht. Übrigens: Manche Frauen haben bis zur Geburt gar keine Wehentätigkeit.

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

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Das macht der Fötus in der 36. SSW

Das Baby ist jetzt etwa 47 Zentimeter lang und rund 2,8 Kilogramm schwer. Es nimmt in den verbleibenden Wochen bis zur Geburt weiter zu. Das Baby ist nun schon etwas länger und auch öfter wach. Auf dem Ultraschall kann man es nun häufig blinzeln sehen. Scharfe Bilder sieht es aber noch nicht: Der Sehnerv bildet sich erst richtig in den ersten Monaten nach der Geburt aus.

Auch das zentrale Nervensystem des ungeborenen Kindes sowie seine Lunge bilden sich zurzeit noch weiter aus. Die Lunge ist nun so weit entwickelt, dass sie in der Regel genügend Surfactant gebildet hat. Diese Substanz wird benötigt, um eine problemlose Atmung zu ermöglichen.

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Wie liegt das Kind?

Die meisten Babys werden in der Kopflage geboren. Dabei liegt der Kopf meist so, dass die Augen Richtung Wirbelsäule der Mutter zeigen. Liegt das Kind andersrum, also mit den Augen Richtung mütterlichem Bauch, spricht man von einem Sternengucker. In diesem Fall kann es bei der Geburt zu Komplikationen kommen. Ärzte und Hebammen können aber häufig dafür sorgen, dass das Kind natürlich auf die Welt kommt, indem sie es drehen.

Anders sieht es im Fall der Steiß- oder Beckenendlage aus. Dabei liegt das Baby mit dem Po nach unten, die Beine angewinkelt. Meistens ist in diesen Fällen ein Kaiserschnitt notwendig.

36. SSW
Befindet sich das Kind in Steißlage, muss es oft per Kaiserschnitt geholt werden © marcos77/iStock
 

Das sollten Sie in der 36. SSW beachten

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie die Bewegungen Ihres Kindes nun weniger spüren – bewegen sich in dieser endgültigen Geburtsposition doch vor allem die Füße. Hin und wieder stößt vielleicht auch der Kopf an den Beckenboden. Mindestens einmal am Tag sollte Ihr Kind aber ein Lebenszeichen von sich geben. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Gynäkologen.

 

Video: Plötzlich Mama – was Ihnen bei der Geburt niemand sagt

 
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