30. SSW: Langsam wird es eng im Bauch

Redaktion PraxisVITA
30 SSW Yoga
Das Atmen fällt mit dem wachsenden Bauch immer schwerer. Bei Yoga kann die Mutter ihre Atmung daher trainieren. © istock/macniak
Inhalt
  1. 30. SSW: Das passiert in Ihrem Körper
  2. Symptome in der 30. SSW
  3. Die dritte große Vorsorgeuntersuchung
  4. Das macht der Fötus in der 30. SSW 
  5. Das sollten Mütter ab der 30. SSW nicht mehr tun
  6. Das sollten Mütter weiterhin tun

Das Kind beginnt sich in die Fötusstellung zu drehen und für die werdende Mutter wird die Schwangerschaft immer anstrengender. PraxisVita erklärt, was Schwangere in der 30. SSW alles erwartet.

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

 

30. SSW: Das passiert in Ihrem Körper

Das immer größer und schwerer werdende Kind schiebt sich langsam mit dem Kopf nach unten in die Geburtsposition. Dabei passiert es häufig, dass das Kind mit dem Po und den Füßen gegen die Lunge und das Zwerchfell der Mutter drückt, wodurch sie schlechter atmen kann. Diese Kurzatmigkeit wird in eingen Fällen sogar als Atmenot empfunden. Daher ist es in der 30. SSW keine Seltenheit, dass selbst ein Spaziergang oder Treppensteigen anstrengend werden. Ist dies der Fall, sollten Schwangere zwischendurch Pausen machen und sich mehr Ruhe gönnen. Denn sobald das Kind da ist, werden solche Ruhepausen vermutlich rar sein. Neben der Kurzatmigkeit können jetzt auch Hämorrhoiden und Sodbrennen, sowie eine zunehmende Inkontinenz auftreten. Das liegt daran, dass die Gebärmutter und das Kind auf die Blase drücken, wodruch beim Niesen oder Husten etwas daneben gehen kann.

 

Symptome in der 30. SSW

  • Kurzatmigkeit
  • Sodbrennen
  • Hämorrhoiden
  • Inkontinenz
 

Die dritte große Vorsorgeuntersuchung

Zwischen der 29. und der 32. SSW steht die dritte große Vorsorgeuntersuchung an. Bei dieser untersucht der Arzt das Gewicht und den Blutdruck der Mutter. Neben der Feststellung des Hämoglobin- und Eisengehalts des Blutes werden mittels Urinuntersuchung Eiweiß, Zucker und das Vorliegen von Keimen überprüft. Außerdem kontrolliert der Gynäkologe die Lage der Gebärmutter. Auch eine weitere Ultraschalluntersuchung gehört zu dieser dritten großen Vorsorgeuntersuchung.

Das wird beim Ultraschall untersucht:

  • Lage, Herzaktivität und Bewegung des Fötus
  • Entwicklungsstand des Fötus 
  • Fruchtwassermenge
  • Lage und Aktivität der Plazenta 
  • Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
  • Biometrische Daten des Babys:
  • Abstand von Scheitel zu Scheitel = Biparietaler Durchmesser
  • Abstand von Stirn zu Hinterkopf = Fronto-okzipitaler Durchmesser, Kopfumfang
  • Abstand von der linken zur rechten Bauchseite = Abdomen/Thorax-quer-Durchmesser, alternativ: Abstand vom Bauchnabel zur Wirbelsäule = Anterior-Posterior-Durchmesser oder Bauchumfang = Abdomen/Thorax-Umfang
  • Länge des Oberschenkelknochens = Femurlänge
Graphische Darstellung Fötus in der 30. Schwangerschaftswoche
Langsam beginnt das Kind sich in die Fötusstellung, da es im Bauch der Mutter immer enger wird.  © iStock/Eraxion
 

Das macht der Fötus in der 30. SSW 

Inzwischen hat das Baby eine Größe von 40 Zentimetern erreicht und auch an Gewicht zugelegt. Der Fötus wiegt jetzt im Schnitt 1,3 Kilogramm und das Köpfchen hat etwa einen Durchmesser von acht Zentimetern. Die durchschnittlichen Größen- und Gewichtsangaben werden nun zunehmend ungenauer, da jedes Kind individuell wächst und zunimmt. Ab der 30. SSW kann das Baby Schmerzen empfinden. Aber auch auf äußere Reize reagiert es nun mehr. So kann es zum Beispiel Streicheleinheiten durch die Bauchdecke spüren. Zudem reguliert der Fötus seine Körpertemperatur, unabhängig von der Körperwärme der Mutter. Nach und nach fällt nun auch das Lanugohaar aus. Der erste Flaum wird dann vom zweiten Schub Haare ersetzt.

 

Das sollten Mütter ab der 30. SSW nicht mehr tun

Auf dem Rücken liegen sollten Schwangere spätestens jetzt vermeiden – auch wenn das für Rückenschläfer schwierig werden könnte. Denn das Gewicht des Bauchs drückt beim flachen Liegen auf dem Rücken nun zunehmend auf die untere Hohlvene. Dadurch kann das Blut nicht mehr ungehindert zum Herzen fließen. Der gestörte Blutfluss kann zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kreislaufkollaps führen, man spricht dann vom sogenannten Vena-cava-Syndrom. Um Probleme mit dem Kreislauf zu verhindern sollten die Liegepostion auf die Seite verlagert werden. Auch eine aufrechtere Position kann helfen.

Schwangere Frau bereitet sich ein gesundes Frühstück zu
Damit die Knochen des Kindes wachsen können und stabil werden, braucht es viel Kalzium. © iStock/DragonImages
 

Das sollten Mütter weiterhin tun

Es sollte weiterhin auf eine ausreichende Kalziumzufuhr geachtet werden, damit die Knochen des Babys weiter gestärkt werden. Da Kalzium mit der Nahrung aufgenommen wird, sollte die werdende Mutter sich ausgewogen ernähren. Dabei liegt der tägliche Bedarf an Kalzium in der 30. SSW bei ca. 1.200 Milligramm. Kalzium findet sich zum Beispiel in Vollkorn- und Milchprodukten sowie in grünem Gemüse, wie etwa Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl. Auch Mandeln und Haselnüsse enthalten viel Kalzium. Es sollte in kleinen Portionen mehrmals am Tag aufgenommen werden.

 

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