3 Ernährungsgewohnheiten, die schlecht für das Gehirn sind

Daphne Sekertzi

Was wir essen, bestimmt darüber, wie leistungsfähig wir sind – nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Wenn wir uns falsch ernähren, leidet unser Gehirn mehr darunter, als uns bewusst ist. Besonders drei Ernährungsgewohnheiten können erheblichen Schaden anrichten.

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Die Ernährungsweise hat einen großen Einfluss auf unsere geistige Leistungsfähigkeit. Es gibt Lebensmittel, die wie Booster wirken, sogenannte Superfoods. Und es gibt Lebensmittel, die genau das Gegenteil bewirken: Unkonzentriertheit, ein kleineres Hirnvolumen oder gar Hirnschäden können die Folge sein.

 

Diese 3 Ernährungsgewohnheiten sind schlecht für das Gehirn

 

1. Pommes, Chips und Co.: Transfette lassen das Gehirn schneller altern

Dass Pommes, Chips und Croissants ungesund sind, dürfte kein Geheimnis sein. Aber wie schädlich sie für das Gehirn sind, ist vielen Menschen nicht bewusst. Es ist seit Langem bekannt, dass die darin enthaltenen gehärteten Pflanzenöle, die sogenannten Transfette, den Cholesterinwert im Blut erhöhen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Neuere Studien zeigen zudem, dass das Hirnvolumen durch häufigen Konsum von Transfetten abnimmt. Die Folge: Die Gedächtnisfähigkeit wird beeinträchtigt, das Gehirn altert schneller und das Risiko für Demenz steigt.

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2. Zucker löst Entzündungen im Gehirn aus

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte Zucker nicht mehr als 10 Prozent des täglichen Energiebedarfs ausmachen. Ideal sei eine maximale Tagesmenge von 25 Gramm Zucker. 50 Gramm sollte die absolute Obergrenze sein, so die WHO. Ansonsten drohen nicht nur Karies und Übergewicht: Zucker löst Entzündungen im Körper aus.

Äußerlich machen sich die Entzündungsprozesse bei vielen Menschen durch Pickel und Hautunreinheiten bemerkbar. Weitaus schlimmer sind die Folgen eines hohen Zuckerkonsums vor allem für das Gehirn. Studien legen nahe, dass Zucker langfristig neuronale Schäden entstehen lässt und das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt.

Ein süßer Snack hat aber auch direkte Auswirkungen auf unsere geistige Leistungsfähigkeit: Bekommt der Körper viel Zucker, schüttet er das Glückshormon Dopamin aus. Auf das anfängliche Hoch folgt schnell das (Leistungs)tief: Der Blutzuckerspiegel sinkt rasant ab, mit der Folge, dass wir plötzlich unkonzentriert und müde werden.

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3. Quecksilber in Fischen sammelt sich im Gehirn an

Fische gehören zu den gesundheitsfördernden Lebensmitteln – nicht zuletzt wegen ihres hohen Gehalts an Omega 3-Fettsäuren, die unter anderem die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen. Es sollte besser Fisch als Fleisch auf den Teller kommen, heißt es, und das gerne mehrmals die Woche. Dieser Grundsatz mag auf die meisten Fischsorten zutreffen, aber nicht für alle: Raubfische wie Thunfische, Schwertfische oder Aale sind stark mit Quecksilber belastet.

Das Schwermetall lagert sich beim Menschen im Hirngewebe an und kann bei Schwangeren sogar die Plazenta passieren. Das hat fatale Auswirkungen. Denn gelangt Quecksilber in den Körper des Fötus, kann seine Hirnentwicklung nachhaltig gestört werden. Aus diesem Grund sollten Schwangere und Stillende ganz auf den Verzehr von Raubfischen verzichten.

Für Erwachsene gilt ansonsten die Empfehlung, nicht öfter als einmal die Woche Thunfisch und Co. zu essen. Am besten ist es jedoch, den Konsum von Raubfischen zu meiden – ebenso wie Ernährungsgewohnheiten, die eines der wichtigsten und komplexesten Organe des Menschen schaden: dem Gehirn.

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Quellen:

WHO  Guideline Sugars intake for adults and childreniGuideline:Sugars intake for adults and children, in: ages.at

Trans-Fettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit, in: dge.de (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

How trans fat affects brain function, in: piedmont.org

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