24. SSW: Die Mutterbänder ziehen

Redaktion PraxisVITA

In der 24. Schwangerschaftswoche zeichnet sich der Bauch deutlich ab. Welche Beschwerden jetzt auftreten können und wie sich das Baby in der 24. SSW entwickelt, erfahren Sie hier.

Die werdende Mutter ist mit der 24. SSW in der letzten Woche des sechsten Schwangerschaftsmonats angekommen. Große Veränderungen treten in der 24. SSW nicht auf, die ziehenden Schmerzen im Bauch könnten aber zunehmen.

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

 

24. SSW: Das passiert in und mit Ihrem Körper

Die Gebärmutter hat in der 24. SSW die Größe eines Handballs erreicht. Ihr oberer Rand liegt nun etwa auf Höhe des Bauchnabels und lässt sich gut ertasten. Das schnelle Wachstum der Gebärmutter kann mit einem bereits bekannten Ziehen im Unterbauch einhergehen, das teilweise schmerzen kann. Dafür verantwortlich sind die Mutterbänder. Sie stehen unter Spannung und werden je nach Größen- und Gewichtzunahme der Gebärmutter mehr und mehr gedehnt.

Dieses Ziehen begleitet viele Frauen von der 24. SSW bis zur Geburt. Während Sie liegen, sollte das Ziehen zumindest etwas nachlassen. Andernfalls sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Frau in der 24. SSW
In der 24. SSW kann es vermehrt zu Verstopfungen kommen. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann die Beschwerden lindern © istock/brusinski
 

Welche Symptome können in der 24. SSW auftreten?

Durch das Ausdehnen der Gebärmutter werden Magen und Darm in der 24. SSW nach oben verdrängt. Dadurch kann es jetzt außerdem leicht zu Verstopfungen, Völlegefühl und Sodbrennen kommen.

Das hilft bei Verstopfung:

  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich (Experten empfehlen den Verzehr von 30 Gramm täglich).
  • Trinken Sie ausreichend Wasser (mindestens zwei bis drei Liter pro Tag).
  • Greifen Sie zu Trockenobst, es kann die Verdauung anregen.
  • Gehen Sie an der frischen Luft spazieren.

Das hilft bei Sodbrennen:

  • Verzichten Sie auf scharfe und würzige Gerichte.
  • Verzichten Sie auf Kaffee.
  • Essen Sie mehrere kleine, statt wenige großen Mahlzeiten.
  • Lassen Sie sich Zeit zwischen dem letzten Essen und dem Zubettgehen.
  • Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper.
Blutplättchen
In der 24. SSW wird der zweite Antikörper-Suchtest durchgeführt. Damit kann festgestellt werden, ob sich im Blut der Schwangeren bereits Antikörper befinden, die zu einer Rhesusunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind führen © istock/PhonlamaiPhoto

24. bis 27. SSW: Dazu ist der Antikörper-Suchtest da

Zwischen der 24. und dem Ende der 27. SSW steht der zweite Antikörper-Suchtest beim Gynäkologen an. Wie beim Test während der Erstuntersuchung wird auch bei diesem Antikörper-Suchtest noch einmal ermittelt, ob eine Rhesusunverträglichkeit ausgeschlossen werden kann.

Falls eine Unverträglichkeit vorliegt, bekommt die Mutter zwischen der 28. und der 30. SSW eine sogenannte Rhesusprophylaxe verabreicht. Die Rhesusunverträglichkeit kann in der Regel erst ab der zweiten Schwangerschaft auftreten. Zusätzlich zum Antikörper-Suchtest wird die Blutgruppe der werdenden Mutter ermittelt. Die Rhesusunverträglichkeit ist nur möglich, wenn die Mutter Rhesus-negativ und der Vater Rhesus-positiv ist.

Kommt es bei der Geburt zum Blutkontakt zwischen Mutter und Kind und sind die Blutgruppen der beiden unterschiedlich, kann es zu einer Unverträglichkeit kommen. Im Blut der Mutter entstehen dann die Rhesus-Antikörper. Diese können bei der nächsten Schwangerschaft die roten Blutkörperchen des Kindes zerstören. Das kann schlimme Folgen haben (z.B. Missbildungen, Tot- und Fehlgeburten). In der Regel lässt sich die Rhesusunverträglichkeit aber behandeln.

Fötus in der 24. SSW
Der Fötus ist in der 24. SSW etwa 31 Zentimeter lang © istock/Eraxion

24. SSW: Das passiert jetzt beim Fötus  

Der Fötus ist in der 24. SSW ungefähr 31 Zentimeter lang. Das Gewicht liegt jetzt bei rund 700 Gramm. Der BPD (Biparietaler Durchmesser = Kopfdurchmesser) hat in der 24. SSW etwa 62 Millimeter erreicht.

In der 24. SSW reagiert das Baby noch deutlicher auf Geräusche und prägt sich besonders die Stimme der Mutter ein.

Die Lunge bildet jetzt die ersten Lungenbläschen aus. Die braucht es später für eine funktionierende Atmung. Das Baby hätte jetzt, zumindest mit einer sehr intensiven medizinischen Betreuung, im Falle einer Frühgeburt erste Überlebenschancen. Auch wenn das Risiko, dass es etwas passiert, zu diesem Zeitpunkt noch sehr hoch ist.

VIDEO: Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft

 
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