2016: Hören jetzt alle auf zu rauchen?

Eine US-amerikanische Zigarettenpackung neben einem Aschenbecher
In den USA sollen schon seit Jahren schockierende Bilder auf Zigarettenpackungen Raucher abschrecken © Corbis

2016 kommen weitreichende Änderungen auf die Zigarettenindustrie zu – diese umfassen nicht nur die abschreckenden Bilder, die bald auf Zigarettenpackungen abgebildet werden müssen.

Die neue Regelung tritt am 20. Mai 2016 in Kraft: Ab dann müssen Zigarettenpackungen zu zwei Dritteln mit abschreckenden Bildern und aufklärenden Texten bedeckt sein, dasselbe gilt für Drehtabak-Verpackungen. 42 Motive stehen dafür zur Auswahl – von verfaulten Zähnen über Raucherbeine bis zu vom Krebs zerstörten Lungen. Zusätzlich müssen auf den Verpackungen Anlaufstellen für Raucher angegeben sein, die aufhören wollen. Ziel des neuen Gesetzes ist es, den Tabakkonsum weiter zu senken. Vor allem Jugendliche sollen damit geschützt werden. Verpackungen, die vor dem 20. Mai produziert wurden und noch keine Schreckensbilder zeigen, dürfen noch ein Jahr lang verkauft werden. Packungen von Zigarren und Cigarillos sind von dem Gesetz ausgenommen, da diese kaum von Jugendlichen geraucht werden und von kleineren Firmen produziert werden, die von der Neuregelung härter getroffen würden.

 

Weitere Änderungen für die Zigarettenindustrie

Spezielle verkaufsfördernde Maßnahmen wie kleine Packungen sind ab Inkrafttreten des Gesetzes ebenfalls verboten. Ab 2020 soll Plakatwerbung für Zigaretten verboten werden, erlaubt bleibt die Reklame an Kiosken und im Kino bei Filmen mit Altersbegrenzung ab 18 Jahren. Sicherheitsmerkmale sollen künftig (ab 20. Mai 2019) Fälschungen vorbeugen und ein neu eingeführtes Zulassungsverfahren soll die Neuplatzierung von Tabakprodukten auf dem europäischen Markt erschweren. Außerdem tritt ein Werbeverbot für E-Zigaretten in Kraft.

Menthol-Zigaretten sowie Tabakprodukte mit anderen Aromastoffen sind ab 20. Mai 2020 verboten. Damit sollen alle Produkte vom Markt genommen werden, die Stoffe enthalten, die den Tabakgeschmack überdecken.

Wie der Rauchstopp zum Jahreswechsel klappt, erfahren Sie hier.

Hamburg, 17. Dezember 2015

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