19. SSW: Zeit für die zweite Ultraschalluntersuchung

Redaktion PraxisVITA
In der 19. SSW kann der zweite große Ultraschall durchgeführt werden
In der 19. SSW kann der zweite große Ultraschall durchgeführt werden © gchutka/iStock
Inhalt
  1. 19. SSW: Was passiert im Körper?
  2. Schwangerschaftssymptome in der 19. SSW
  3. Weitere mögliche Symptome in der 19. SSW:
  4. 19. SSW: Wie entwickelt sich der Fötus?
  5. 19. SSW: Darauf sollten Sie achten

In der 19. Schwangerschaftswoche (19. SSW) ist es endlich soweit: Sie erfahren das Geschlecht Ihres Babys. Bei der zweiten großen Ultraschalluntersuchung kann sich die Ärztin auch anschauen, ob sich das Kind optimal entwickelt.

Mädchen, Junge oder doch lieber Spannung bis zum Schluss? Ab der 19. Schwangerschaftswoche lässt sich mit großer Sicherheit das Geschlecht des Kindes bestimmen – vorausgesetzt, der Nachwuchs spielt während der zweiten Ultraschalluntersuchung mit.

 

19. SSW: Was passiert im Körper?

Das zweite große Ultraschall-Screening wird zwischen der 19. SWW und der 22. durchgeführt. Der Frauenarzt stellt dabei sicher, dass sich der Fötus normal entwickelt. Er misst die Größe des Kopfes, des Bauchs, die Länge der Oberschenkelknochen. Auch die Lage der Plazenta wird überprüft. Sitzt der sogenannte Mutterkuchen sehr tief, müssen für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft sowie für die Geburt möglicherweise besondere Vorkehrungen getroffen werden: Die Plazenta könnte nämlich den Weg des Kindes bei einer natürlichen Geburt versperren, wenn sie vor dem Muttermund sitzt. In diesem Fall wird das Baby in der Regel in der 37. Woche per Kaiserschnitt geholt.

Der Fötus wiegt in der 19. SSW schon fast so viel wie ein Paket Butter © Eraxion/iStock

Im Gegensatz zum ersten und zum dritten Ultraschall-Screening kann sich die Mutter in der 19. SSW für eine besonders gründliche Untersuchung entscheiden. Beim „Organscreening“ werden zusätzliche Körperregionen wie Hirnkammern, Hals, Rücken, Brustkorb, Herz, Magen und Harnblase noch einmal genauer inspiziert. Dafür benötigt der Frauenarzt allerdings eine spezielle Qualifizierung – hat er diese nicht, wird er für das Organscreening an einen Kollegen mit der nötigen Ausbildung verweisen. Liegt eine Überweisung vor, übernehmen viele Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung – informieren Sie sich hier am besten vorab. Ansonsten kostet ein Organscreening etwa ab 200 Euro aufwärts.

 

Schwangerschaftssymptome in der 19. SSW

Die Haut und die Schleimhäute der Mutter werden während der Schwangerschaft besonders gut durchblutet. Bei den Schleimhäuten äußert sich dieser Umstand neben dem sogenannten Schwangerschaftsschnupfen, der meist bis zum Ende der Schwangerschaft bestehen bleibt, auch im vermehrten vaginalen Ausfluss. Er ist meist geruchslos, durchsichtig oder trüb-weißlich und in der Regel harmlos. Verändern sich Geruch und/oder Farbe, sollten Sie Ihren Gynäkologen ansprechen. Juckreiz, Schmerzen oder Brennen können zusätzlich auf eine Infektion hindeuten.

 

Weitere mögliche Symptome in der 19. SSW:

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

 

19. SSW: Wie entwickelt sich der Fötus?

Ihr Baby wiegt nun etwa 200 Gramm – fast so viel wie ein Paket Butter. Unmittelbar vor der Halbzeit der Schwangerschaft lassen sich bei ihm erstmals die Herztöne vernehmen. Bei manchen Kindern passiert das früher, bei anderen später. Ab der 19. SSW beginnen außerdem die Kopfhaare zu wachsen. Der Körper des Fötus ist ja bereits seit etwa der 13. SSW mit Lanugohaar (auch „Wollhaar“ genannt) bedeckt. Es schützt die Haut gemeinsam mit einer Talgschicht vor dem Aufweichen im Fruchtwasser. Generell wird die Haut des Fötus ab der 19. SSW wird immer dicker und damit weniger durchsichtig.

Auch im Kiefer des Babys tut sich in der 19. SSW einiges. Hier werden die Zahnleisten für die Milchzähne angelegt. Sie bilden die erste Stufe in der Entwicklung der Zähne. Allmählich bildet sich auch das Immunsystem heraus. In der Leber und in der Milz formen sich erstmals weiße Blutkörperchen, die „Gesundheitspolizei“ des Körpers, die Viren und Bakterien bekämpfen.

 

19. SSW: Darauf sollten Sie achten

Der stetig wachsende Körper des Fötus muss mit Blut versorgt werden. Und auch der Körper der Frau selbst produziert während der Schwangerschaft eine größere Menge an Blut. All das führt zu einem sehr hohen Bedarf an Eisen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren eine Eisenaufnahme von 30 Milligramm pro Tag. Sie sollten deshalb möglichst früh auf eine ausgewogene, eisenreiche Ernährung achten. Diese Lebensmittel eignen sich besonders gut als Eisenlieferanten:

  • rotes Fleisch
  • Innereien
  • grünes Gemüse
  • weiße Bohnen
  • Sojabohnen
  • Vollkornprodukte
  • Milchprodukte
  • Nüsse
  • etersilie, Zimt, Sesam, Mohn
Grünes Gemse zählt zu den guten Eisenlieferanten und sollte daher während einer Schwangerschaft viel verzehrt werden © fcafotodigital/iStock

Der menschliche Körper kann allerdings nur etwa ein Zehntel des in der Nahrung enthaltenen Eisens auch aufnehmen. Ab dem zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel raten Ärzte deshalb oft zur Einnahme von entsprechenden Eisenpräparaten. Beachten Sie dabei, dass Kaffee, Tee und Milch (durch den hohen Anteil an Kalzium) die Aufnahme von Eisen behindern. Sie sollten daher frühestens zwei Stunden vor beziehungsweise nach der Einnahme von Eisenpillen getrunken werden.

Video: Diese Anzeichen deuten auf eine Schwangerschaft hin

 
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