17. SSW: Der 5. Monat beginnt

Inhalt
  1. 17. SSW: Was passiert im Körper?
  2. Mögliche Schwangerschaftssymptome in der 17. SSW
  3. 17. SSW: Wie entwickelt sich der Fötus?
  4. 17. SSW: Darauf sollten Sie achten

Mit der 17. Schwangerschaftswoche beginnt nun auch der fünfte Monat. Jetzt macht sich der Fötus erstmals direkt bemerkbar, er bekommt Haare und kann sich durch Geräusche schon erschrecken lassen. Langsam wird auch das Babybäuchlein der werdenden Mutter sichtbar runder. PraxisVita erklärt, was alles in der 17. Schwangerschaftswoche passiert.

 

17. SSW: Was passiert im Körper?

Manchen Frauen sieht man ihre Schwangerschaft erst spät an. Zur 17. SSW aber hat sich bei den meisten von ihnen ein kleines Babybäuchlein herausgebildet und die zunehmende Größe der Gebärmutter kann jetzt zu Beschwerden führen. Typisch ist ein Ziehen im Bereich der Leistengegend oder des Bauchnabels. Dafür sind die Haltebänder der Gebärmutter verantwortlich, die den Uterus im Becken stabilisieren. Wird die Gebärmutter größer, dehnen sich die sogenannten Mutterbänder. Diese Dehnungsschmerzen sind meist harmlos, können aber stechend bis in den Rücken ausstrahlen. Sie sind besonders typisch für das zweite Schwangerschaftsdrittel. Schwangere sollten nach Möglichkeit langes Stehen, schweres Tragen vermeiden und sich häufiger eine Pause gönnen.

Der sich immer stärker wölbende Babybauch beansprucht auch die Haut der Mutter. Durch die zunehmende Spannung können sich im Bindegewebe Dehnungsstreifen bilden. Manche Frauen haben dank ihrer genetischen Veranlagung Glück und werden von den sogenannten Schwangerschaftsstreifen verschont. Aber auch eine besonders sorgfältige Hauptpflege mit Ölen und Massagen (gern in zupfenden Bewegungen) kann den Dehnungsstreifen vorbeugen oder ihr Auftreten etwas mildern. 

Kleines Mädchen zeigt auf den Babybauch einer Schwangeren
Da der Bauch ab dem fünften Monat besonders schnell wächst, sollten werdende Mütter die Haut mit Cremes und Ölen pflegen, um Dehnungsstreifen vorzubeugen. © iStock/Nadezhda1906

Davon abgesehen bricht für viele werdende Mütter im zweiten Schwangerschaftsdrittel aber die schönste Zeit ihrer Schwangerschaft an. Ihr Körper hat sich auf die Veränderungen eingestellt und der Fötus ist noch schön klein. So mancher Schwangeren wird nun das ganz spezielle "Leuchten" attestiert. Es kommt auch daher, dass die Haut jetzt besonders gut durchblutet wird. Einige werdende Mütter freuen sich nach der hormonellen Umstellung auch über kräftigere Haare und Fingernägel.

Nicht ganz so willkommen sind andere äußerliche Veränderungen. Viele Frauen stellen im zweiten Schwangerschaftsdrittel fest, dass sich plötzlich neue Sommersprossen oder Pigmentflecken im Gesicht bilden. Womöglich erscheint am Bauchnabel auch ein vertikaler, dunkel verfärbter Strich, die Linea nigra ("schwarze Linie"). All das sind völlig normale Begleiterscheinungen. Der Körper produziert jetzt mehr Melanin, das im Sommer für die gebräunte Haut sorgt. Die Farbstoffe lassen während der Schwangerschaft auch die Brustwarzen dunkler erscheinen. 

 

Mögliche Schwangerschaftssymptome in der 17. SSW

  • rosige Haut
  • kräftige Haare
  • feste Fingernägel
  • Ziehen in der Leiste und im Rücken
  • die Brustdrüsen produzieren eine farblose Flüssigkeit (Kolostralmilch)
  • die Brustwarzen werden dunkler
  • Sommersprossen oder Pigmentflecken im Gesicht 
  • Linea nigra
Graphische Darstellung Fötus in der 17. Schwangerschaftswoche
Der Kopf des Kindes wächst im Vergleich zum Körper nun langsamer. © iStock/Eraxion
 

17. SSW: Wie entwickelt sich der Fötus?

Das Baby misst nun etwa 10 bis 13 Zentimeter vom Kopf bis zum Steiß und es wiegt ungefähr so viel wie eine Tafel Schokolade - 100 Gramm, bei größeren Babys können es auch bis zu 150 Gramm sein. Die Proportionen pendeln sich in der 17. SSW allmählich ein. Der bis dato vergleichsweise große Kopf wächst nun im Vergleich zum übrigen Körper langsamer. Auch seine Gesichtszüge bilden sich allmählich heraus. Da sich die Knochen des Fötus zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche verstärken, sollte die werdende Mutter besonders auf ihre Kalziumzufuhr achten. Außerdem verknöchern nun die zuvor knorpeligen Gehörknöchelchen. Das führt dazu, dass das Baby Geräusche aus der Umgebung besser wahrnehmen kann. Manchmal passiert es sogar, dass sich das Baby erschreckt und zuckt, weshalb einige Schwangere schon jetzt die ersten Bewegungen wahrnehmen. Häufiger spüren Schwangere aber die ersten Bewegungen erst in der 20. Schwangerschaftswoche. Es besteht also kein Grund zur Sorge, wenn sich in der 17. SSW noch nichts rührt. Die Haut des Babys ist jetzt noch recht faltig, da es noch kein Unterhautfettgewebe besitzt. In der 17. Schwangerschaftswoche und im weiteren Verlauf der Schwangerschaft bildet sich langsam das Unterhautfettgewebe. Es spendet Wärme und gibt Enerige, welche das Kind nun braucht, um an Gewicht zuzulegen. 

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

 

17. SSW: Darauf sollten Sie achten

Obwohl es bis zum nächsten Ultraschall-Termin noch ein paar Wochen sind, können sich Schwangere jetzt über eine Grippe-Impfung informieren. Sie wird allen Schwangeren ab dem zweiten Trimenon (letztes Drittel der Schwangerschaft) empfohlen. Der Impfstoff wird durch die Plazenta auf das Kind übertragen, sodass es vorsorglich gegen Grippe geschützt ist. Eine Grippeimpfung erhalten Säuglinge erst ab dem sechsten Monat. Auch sollten alle Personen, die mit dem Neugeborenen in Kontakt kommen werden, rechtzeitig immunisiert werden. Die Grippe-Impfung wird vor allem zum Jahresende empfohlen, idealerweise im Oktober oder November. Aber auch zu Jahresbeginn ist die Immunisierung noch sinnvoll. Nach der Spritze dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. 

In der 17. Schwangerschaftswoche ist nun auch der perfekte Zeitpunkt gekommen, um mit Sport anzufangen, wenn bislang keiner getrieben wurde. Besonders gut geeignet sind sanfte Sportarten wie Yoga, Radfahren und Schwimmen oder auch spezielle Bewegungsangebote für Schwangere. Muskeln, Bänder und Gelenke werden so vor dem letzten Schwangerschaftsdrittel gestärkt beziehungsweise beweglich gehalten. Außerdem bietet der Sport eine willkommene Auszeit, um sich zu entspannen und sich mal ganz ungestört auf den eigenen Körper zu konzentrieren. 

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