14. SSW: Weniger Übelkeit und mehr Bewegung

Redaktion PraxisVITA

Die 14. SSW liegt zu Beginn des zweiten Trimesters. Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt nun, die Schwangerschaftsübelkeit und Müdigkeit lässt nach. Ab der 14. SSW zeigt sich zudem die Entwicklung des Babys auch auf dem Ultraschall.

Video Platzhalter
Inhalt
  1. Was passiert in der 14. SSW im Körper?
  2. 14. Schwangerschaftswoche: Welche Sportarten eignen sich jetzt?
  3. 14. SSW: Wie sieht die Entwicklung des Babys aus?

Dank der meist nachlassenden Schwangerschaftsübelkeit haben viele Frauen ab der 14. SSW zudem wieder mehr Lust auf Unternehmungen. Auch an Sport ist jetzt wieder zu denken: Bewegung in der Schwangerschaft macht fit für die Geburt und lindert Stress. Doch ab der 14. SSW können neue Beschwerden hinzukommen.

 

Was passiert in der 14. SSW im Körper?

Der steigende Östrogenspiegel kann bei manchen Schwangeren ab der 14. SSW für Unruhe und Schlafstörungen sorgen. Ein anderer Nebeneffekt der Schwangerschaftshormone kann die Schwächung des Immunsystems sein. Dadurch erkälten sich viele Schwangere schneller oder leiden unter Harnwegsinfektionen. Sie sollten nun auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten, um ihre Abwehr zu stärken und dem Ungeborenen alle wichtigen Nährstoffe zu liefern.

Mit der Gewichtszunahme der Mutter geht es ab der 14. SSW voran. Im zweiten Trimester gilt eine Gewichtszunahme von sechs bis acht Kilogramm als normal.

Ab der 14. SSW erhöht sich zudem das Blutvolumen. Das führt bei vielen Schwangeren zu Nasenbluten. Durch die verstärkte Durchblutung schwellen zudem die Schleimhäute an, was zu einer verstopften Nase führen kann. Die größere Blutmenge kann außerdem die Wahrscheinlichkeit für Krampfadern erhöhen.

Gegen Verstopfungen, die sich ab der 14. SSW häufiger zeigen, helfen eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung. Da Frauen in der Schwangerschaft möglichst auf eine Medikamenteneinnahme verzichten sollten, sind diese Hausmittel gegen Verstopfung eine sanfte Alternative.

Schwangere Frau hält ihren Bauch.
Schwangerschaft & Geburt Verstopfung in der Schwangerschaft: Was hilft am besten?

 

14. Schwangerschaftswoche: Welche Sportarten eignen sich jetzt?

Viele Frauen, fühlen sich in den ersten Schwangerschaftswochen aufgrund diverser Beschwerden nicht danach, Sport zu treiben. Ab der 14. SSW nehmen jedoch Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit und starke Müdigkeit ab, sodass leichter Sport wieder möglich ist. Moderates Training hilft dabei, fit zu bleiben und so das Wohlbefinden zu steigern. Das kommt Schwangeren auch bei der Geburt zugute. Zu intensiv sollte das Training für Schwangere nicht sein: Der Puls sollte 130 Schläge pro Minute nicht überschreiten.

Diese Sportarten sind für Schwangere geeignet:

  • Aquafitness
  • Wasseraerobic
  • Schwangerschafts-Yoga
  • Spaziergänge oder Nordic Walking

Schwangere rücklings auf Gymnastikball
Schwangerschaft & Geburt Beckenbodentraining in der Schwangerschaft: Übungen für zuhause

 

14. SSW: Wie sieht die Entwicklung des Babys aus?

Der Fötus misst in der 14. SSW etwa 7 Zentimeter. Das entspricht der Länge einer Erbsenschote. Er wiegt jetzt rund 25 Gramm. Nach und nach bilden sich nun die ersten Haaransätze. In der 14. SSW ist die Haut des Fötus außerdem mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt. Sie wird zum Schutz der Haut von den Talgdrüsen gebildet.

13. SSW
Der Fötus hat in der SSW 14 etwa die Größe einer Erbsenschote   Foto:  iStock / SciePro

Ab der 14. Schwangerschaftswoche ist das Gesicht des Babys im Ultraschall zudem klar erkennbar. Gleiches gilt für die Geschlechtsmerkmale. Die Entwicklung des Babys ist so weit fortgeschritten, dass der Gynäkologe beim nächsten Ultraschall in der Regel bereits das Geschlecht des Kindes erkennen kann.

Auch seine Bewegungen kann der Fötus jetzt nach und nach gezielter steuern. Spätestens in der 14. SSW funktionieren Saug- und Hand-Greif-Reflex – das Baby fängt jetzt zum Beispiel an, am Daumen zu lutschen, was sich mit etwas Glück auch auf dem Ultraschall zeigt.

Ein weinendes Baby
Baby & Kleinkind Moro-Reflex bei Babys: Warum er nicht ausbleiben sollte

Quellen:

Höfer, Silvia und Nora Szász (2012): Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, München: Gräfe und Unzer Verlag

Gebauer-Sesterhenn, Birgit und Thomas Villinger: Schwangerschaft und Geburt, München: Gräfe und Unzer Verlag

13. bis 16. Schwangerschaftswoche, in: familienplanung.de

Kindliche und Mütterliche Entwicklung in den Schwangerschaftsdritteln, frauenaerzte-im-netz.de

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2021 praxisvita.de. All rights reserved.