13. SSW: Was ist auf dem Ultraschall zu sehen?

Veronika Toth Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

In der 13. SSW sind alle Organe des Kindes voll ausgebildet. Übelkeit und Erbrechen verschwinden, und der Bauch wächst. Was zeigt jetzt der Ultraschall und welche Untersuchungen stehen in der 13. SSW an?

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Inhalt
  1. Was passiert in der 13. SSW beim Baby?
  2. 13. SSW: Ist auf dem Ultraschall das Geschlecht des Babys zu sehen?
  3. Was passiert in der 13. SSW bei der Mutter?
  4. Welche Vorsorgeuntersuchungen stehen in der 13. SSW an?
 

Was passiert in der 13. SSW beim Baby?

In der 13. SSW ist das Baby mit rund sechseinhalb Zentimetern und bis zu 20 Gramm so groß wie ein Hühnerei. Alle Organe sind angelegt und beginnen nun zu arbeiten und zu wachsen. In der Leber des Babys wird bereits Gallenflüssigkeit hergestellt, und auch die Bauchspeicheldrüse ist in der Lage, Insulin zu bilden. Die Nieren produzieren nun Urin, den das Baby ins Fruchtwasser abgibt. Im Vergleich zum restlichen Körper ist der Kopf des Ungeborenen in der 13. SSW enorm groß: Er macht etwa die Hälfte der gesamten Körpergröße aus.

13. SSW
In der 13. SSW wachsen Rumpf und Gliedmaßen des Fötus schneller als der Kopf – die Proportionen passen sich an.   Foto:  iStock / SciePro
 

13. SSW: Ist auf dem Ultraschall das Geschlecht des Babys zu sehen?

Bis zur 9. SSW entwickeln sich die äußeren Geschlechtsorgane bei Jungen und Mädchen gleich. Erst danach formen sie sich weiblich oder männlich. Mit äußerst viel Glück ist es in der 13. SSW mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät möglich, das Geschlecht des Ungeborenen zu erkennen. In der Regel ist das Geschlecht im Ultraschall aber erst ab der 16. Schwangerschaftswoche gut zu bestimmen.

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Was passiert in der 13. SSW bei der Mutter?

Das zweite Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon) wird von vielen werdenden Müttern als sehr angenehm empfunden. Jetzt übernimmt die Plazenta, die das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, auch die Produktion von wichtigen Schwangerschaftshormonen. Übelkeit und Erbrechen lassen dadurch nach.

In der 13. Schwangerschaftswoche beginnt auch der Bauch, sich langsam nach außen zu wölben, und werdende Mütter fühlen sich nun endlich „richtig schwanger“. Rund 200 Gramm nehmen Schwangere in diesem Stadium pro Woche zu. Das Blutvolumen steigt an, und die Gebärmutter und die Brüste werden größer. Zudem können die Brüste bereits etwas klare oder gelbliche Flüssigkeit absondern. Das ist völlig normal, weil die Brüste sich in dieser Schwangerschaftswoche langsam auf die Milchproduktion vorbereiten.

Weil durch das Wachstum des Babys und das erhöhte Blutvolumen in der 13. SSW der Energiebedarf um rund zehn Prozent steigt, dürfen Schwangere nun etwa 250 Kilokalorien mehr zu sich nehmen. Gesunde Snacks wie Joghurt oder Obst sind ideal und versorgen Mutter und Kind mit wertvollen Nährstoffen.

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Welche Vorsorgeuntersuchungen stehen in der 13. SSW an?

Auf dem Schwangerschaftskalender ab der 13. Schwangerschaftswoche steht das sogenannte Ersttrimesterscreening. Bei einem auffälligen Befund dieser Vorsorgeuntersuchung wird der Frauenarzt möglicherweise für die 15. SSW eine Untersuchung des Fruchtwassers (Amniozentese) anordnen.

Darüber hinaus kann über den sogenannten Nackentransparenz-Test, besser bekannt als Nackenfaltenmessung, die Dicke der Nackenfalte gemessen werden. Ist sie dicker als gewöhnlich und zusätzlich das Nasenbein verkürzt, besteht möglicherweise eine Chromosomen-Abweichung wie eine Trisomie 21. Das lässt sich in der 13. SSW über einen kostenpflichtigen Bluttest klären.

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Quellen:

Bley, Claus-Henning (2015): I care Anatomie, Physiologie, Stuttgart: Georg Thieme Verlag

Hilbig, Annett (2013): Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit, in: Ernährungs Umschau 8/2013

Huch, Renate et al. (2015): Ich bin schwanger: Woche für Woche rundum gut beraten, Stuttgart: Georg Thieme Verlag

Rundum. Schwangerschaft und Geburt, in: Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung

Die Fruchtwasser-Untersuchung, in: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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