Zystitis (Blasenentzündung)

Die Zystitis ist eine der häufigsten bakteriellen Infektionen. Vor allem Frauen sind davon betroffen: Ein Harnwegsinfekt tritt bei Frauen 30-mal häufiger auf als bei Männern. 50 bis 70 Prozent der Frauen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an den unangenehmen Beschwerden einer Zystitis.

Was ist eine Zystitis?

Eine Blasenentzündung (Blasenkatarrh), im medizinischen Sprachgebrauch als Zystitis bezeichnet, ist eine Entzündung der Harnblase. Sie zählt zu den sogenannten Harnwegsinfektionen, kurz HWI. Mediziner unterscheiden zum einen zwischen einer akut auftretenden und einer chronisch wiederkehrenden Zystitis, zum anderen zwischen einer komplizierten und einer unkomplizierten Zystitis. Von einer komplizierten Zystitis ist die Rede, wenn Risikofaktoren vorliegen, die einen Harnwegsinfekt begünstigen, zum Beispiel Blasenfunktionsstörungen, eine Abwehrschwäche, Krankheiten wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder wenn eine Schwangerschaft besteht.

Frauen sind besonders häufig von Blasenentzündungen.

Frauen sind besonders häufig von Blasenentzündungen betroffen, da die weibliche Harnröhre mit durchschnittlich 4 cm wesentlich kürzer ist als die männliche. Krankheitserreger steigen daher leichter auf und rufen eine Entzündung hervor – die Folge kann Blut im Urin sein


Zystitis häufiger bei Frauen

Vor allem Frauen kennen die unangenehmen und schmerzhaften Symptome einer Zystitis wie ständigen Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Bauchschmerzen. Frauen haben eine kürzere Harnröhre, die zudem näher am After liegt als die Harnröhre von Männern. Bakterien können bei ihnen somit leichter in die Harnblase gelangen und zu einer Zystitis führen. Zunehmend betroffen sind allerdings auch Männer über 50 Jahre; Grund sind Erkrankungen der Prostata (Vorsteherdrüse), die mit steigendem Alter häufiger auftreten.