Zwischenblutungen

Als Zwischenblutungen bezeichnet man Blutungen aus der Scheide, die zusätzlich zur normalen Regelblutung auftreten. Zwischenblutungen können schwach und von kurzer Dauer, aber auch stark und langanhaltend sein. Oft haben die Blutungen außerhalb der Regel eine harmlose Ursache, es können aber auch ernste Erkrankungen dahinterstecken. Daher ist es in jedem Fall ratsam bei Zwischenblutungen einen Gynäkologen aufzusuchen.

Was sind Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen sind vaginale Blutungen, die nicht in den Ablauf des normalen Menstruationszyklus passen – also „zwischen“ zwei normalen Regelblutungen auftreten. Ärzte bezeichnen Zwischenblutungen in der Fachsprache auch als Metrorrhagien und rechnen sie zu den Zyklusstörungen. Um zu verstehen, wie es zu Zwischenblutungen kommen kann, ist es wichtig, den normalen Ablauf des weiblichen Monatszyklus zu kennen.

Weiblicher Monatszyklus verläuft in zwei Phasen

Menstruationszyklus einer Frau

Der Menstruationszyklus und seine verschiedenen Phasen

Der Menstruationszyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung und endet einen Tag bevor die Blutung des nächsten Zyklus einsetzt. Die Länge des Monatszyklus beträgt ungefähr 28 Tage, bei manchen Frauen ist er auch einige Tage kürzer oder länger (25 bis 31 Tage) – solche individuellen Abweichungen gelten als normal. Im Prinzip lässt sich der weibliche Monatszyklus in zwei Phasen aufteilen:

  • Proliferationsphase oder Follikelphase: Die Hormone FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon) und das weibliche Geschlechtshormon Östrogen bewirken die Reifung von zunächst mehreren Eibläschen (Follikel) an den Eierstöcken. Letztlich reift jedoch nur eines von ihnen zu einem sprungreifen Follikel heran. Etwa um den 14. Zyklustag kommt es zum Eisprung (Ovulation), wobei das Eibläschen platzt und eine Eizelle in den Eileiter entlässt. Der Follikelrest bildet sich zum sog. Gelbkörper um.
  • Gelbkörper- oder Lutealphase: Nach dem Eisprung dominieren nun die Hormone LH, sowie das Gelbkörperhormon (Progesteron). Unter ihrem Einfluss nimmt die Gebärmutterschleimhaut an Dicke zu, ist besonders gut durchblutet und sondert vermehrt Drüsensekrete ab. Im Fall einer Befruchtung kann sich die Eizelle nun in die Gebärmutter einnisten. Ist es nicht zu einer Befruchtung gekommen, bewirken die Hormone, dass die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird und die Regelblutung einsetzt. Sie dauert bei den meisten Frauen zwischen drei und fünf Tagen.

Kommt es innerhalb dieser beiden Zyklusphasen zu einer Blutung, sprechen Ärzte von Zwischenblutungen oder Metrorrhagie.