Wie kann man einer Infektion mit Helicobacter vorbeugen?

Um Helicobacter vorbeugen zu können, müsste klar sein, wie der Krankheitserreger überhaupt übertragen wird. Da es dazu keine gesicherten Angaben gibt, sollten sich Betroffene daher darauf konzentrieren, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Helicobacter vorbeugen: Geht das überhaupt?

Um Helicobacter vorbeugen zu können, bräuchte die Forschung gesicherte Kenntnisse über die Übertragung des Krankheitserregers. Diese gibt es allerdings nicht, auch eine Schutzimpfung existiert nicht. Wissenschaftler empfehlen allerdings, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gut zu waschen. Dadurch soll es möglich sein, Helicobacter vorbeugen zu können.

Falls Sie an einer Helicobacter pylori Infektion leiden, gibt es aber einige Maßnahmen, mit deren Hilfe Sie den Verlauf der Infektion günstig beeinflussen können.

Feiernde Teenager

Um die Magenschleimhaut nicht unnötig zu reizen, sollten Sie bei einer Infektion mit Helicobacter pylori auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin verzichten


Maßnahmen, um den Verlauf einer Helicobacter pylori Infektion zu begünstigen

  • Wenn Sie mit dem Keim Helicobacter pylori infiziert sind, kann es zu Geschwüren in Magen und Zwölffingerdarm, und – in sehr seltenen Fällen – zu bösartigen Tumoren der Magenschleimhaut kommen. Sie sollten sich deshalb auf jeden Fall einer „Eradikations-Therapie“ mit  Antibiotika unterziehen, um den Erreger vollständig abzutöten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie erneut eine Helicobacter-Infektion bekommen, ist nach einer erfolgreichen Eradikation gering.
  • Wenn der Arzt bei Ihnen eine Helicobacter-Infektion festgestellt hat, ist es ratsam, dass Sie zunächst auf solche Speisen, Getränke und Genussmittel verzichten, die Ihre ohnehin angegriffene Magenschleimhaut zusätzlich reizen. Dazu gehören zum Beispiel Nikotin, hochprozentiger Alkohol, Kaffee in großen Mengen, säurehaltige Lebensmittel oder scharf gewürzte Speisen.
  • Wenn Sie aufgrund der Helicobacter-Infektion an starken Blähungen oder Völlegefühl leiden, können Sie die medikamentöse Therapie durch Sport oder Bewegung sinnvoll ergänzen. Bewegung bringt die träge Magen- und Darmmuskulatur in Schwung und hilft dabei, das angestaute Gas abzuleiten.
  • Stress begünstigt viele Erkrankungen oder verstärkt die Beschwerden. Wenn Sie häufig Stress oder starken psychischen Belastungen ausgesetzt sind, kann Ihnen ein Entspannungstraining wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxaktion dabei helfen, besser mit dem Stress umzugehen.