Wie geht es Ihren Gefäßen?

Mögliche Folgen einer Arterienverkalkung Herzinfarkt
Eine der schwerwiegendsten Folgen einer Arterienverkalkung kann ein Herzinfarkt sein
Das können Sie tun, damit aus Arterienverkalkungen keine gefährlichen Erkrankungen werden. Beugen Sie Herzinfarkt und Thrombosen wirksam vor.

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Vorbeugung: Arteriosklerose ist ein natürlicher Alterungsprozess. Aber er lässt sich verzögern – durch Sport und das Essen von viel Gemüse, Fisch, Nüssen, Vollkorn und Olivenöl. Aber auch beschleunigen – durch Rauchen, Stress, tierische Fette, Zucker und zu viel Alkohol.

Venen

Venen führen Blut zum Herzen. Leider neigen sie zum Ausleiern. Vor allem in den Beinen, da hier eine besonders weite Strecke gegen die Schwerkraft bewältigt werden muss. Um das zu gewährleisten, gibt es alle paar Zentimeter Venenklappen.

Venenschwäche

Bei Venenschwäche schließen die Klappen nicht richtig. Blut kann sich stauen. Wird der Druck auf die Venenwände zu groß, sickert Flüssigkeit ins Gewebe. Das zeigt sich (meist abends) als Schwellung (Ödem) oder schwere, schmerzende Beine. Diagnose: Messen Sie morgens und abends Ihren Beinumfang oberhalb der Knöchel. Bei mehr als 1,5 Zentimetern Differenz, müssen Sie zum Venenarzt (Phlebologen).

Vorbeugung: Machen Sie Wechselduschen. Sorgen Sie für viel Bewegung (Gehen, Radfahren, Schwimmen) und ausreichend Schlaf (acht Stunden). Legen Sie die Beine oft hoch!

Therapie: Tragen Sie auf Reisen, bei Hitze und wenn Sie viel stehen oder sitzen müssen, Kompressionsstrümpfe (verschreibbar).

Krampfadern

Sichtbare Krampfadern gehören in Behandlung. Gleiches gilt, wenn Sie oft schwere oder geschwollene Beine oder Wadenkrämpfe plagen. Denn manchmal verbergen sich Krampfadern auch in der Tiefe.

Therapie: Experten raten zur frühen Entfernung von Krampfadern. Wie, sollten Sie gemeinsam mit dem Arzt entscheiden.

Thrombose (Blutgerinnsel)

Einseitige Beinschwellung, Rötungen und Schmerzen können ein Hinweis darauf sein, dass sich ein Blutgerinnsel gebildet hat und die Vene verstopft ist.

Vorbeugung: Vermeiden Sie Übergewicht, Rauchen und die „Pille". Sorgen Sie auf Reisen für Bewegungspausen und tragen Sie Kompressionsstrümpfe. Fragen Sie vor OPs nach einer Thrombose-Vorbeugung für danach.

Therapie: Bei Verdacht sofort zum Arzt! Er wird Ihnen gerinnungshemmende Medikamente verschreiben.

Lungenembolie (Gefäßverschluss)

Gelangt das Gerinnsel in die Lunge, kann es eine lebensgefährliche Lungenembolie auslösen. Warnsignale: Husten, Luftnot und Brustschmerzen können, müssen aber nicht auftreten. Medikamente, Vorbeugung und Therapie wie bei der Thrombose Nach einer überstandenen Lungenembolie kann vorbeugend ein Filter („Cava-Schirm") in die Vene eingesetzt werden, der gefährliche Blutgerinnsel rechtzeitig abfängt.

Arterien

Arterien leiten Blut vom Herzen weg in jeden Winkel unseres Körpers. Sie neigen zur Verengung. Dadurch steigt der Blutdruck – Risikofaktor Nr. 1 für Herz-, Gefäß-, Nieren- und Augenerkrankungen.

Angina pectoris (Herzenge)

Warnsignale: Luftnot und Brustenge beim Treppensteigen? Möglicherweise sind Ihre Herzkranzgefäße verengt. Beim Arzt abklären lassen! Und sofort mit dem Rauchen aufhören! Therapie: Bestätigt sich der Verdacht, kann eine Gefäßstütze („Stent") oder Gefäßüberbrückung (Bypass) helfen.

Schaufensterkrankheit

Warnsignale: Sie haben beim Gehen oder Radeln Schmerzen in den Beinen (nicht in den Gelenken!), die bei Ruhe nachlassen? Das kann auf die Schaufensterkrankheit hindeuten. Dabei kommt es unter Belastung durch verstopfte Arterien zu schmerzhaften Durchblutungsstörungen. Um das zu überspielen, tarnen die Betroffenen ihr Stehenbleiben als Schaufensterbummel. Daher auch der Name. Vorbeugung: Tun Sie alles, um verstopfte Arterien zu vermeiden (s. Arteriosklerose)!

Herzinfarkt und Schlaganfall

Sie sind die schlimmsten Spätfolgen der Arterienverkalkung. Beim Herzinfarkt verschließt sich ein Herzkranzgefäß. Teile des Herzens werden nicht mehr durchblutet, drohen abzusterben. Es besteht Lebensgefahr. Jetzt zählt jede Sekunde. Rufen Sie deshalb bei Verdacht sofort den Notarzt (112)! Warnsignale sind sehr starke Schmerzen in Brust, Oberbauch und/oder dem linken Arm, Todesangst, kalter Schweiß, Luftnot und Übelkeit. Ein Schlaganfall ist ein Infarkt im Hirn – und ebenfalls ein Fall für den Notarzt.