Obwohl Halsschmerzen sehr häufig vorkommen, sucht nur jeder zehnte Betroffene damit einen Arzt auf. Was Sie gegen Halsschmerzen tun können und warum das unangenehme Phänomen eigentlich Rachenschmerzen heißen müsste, erfahren Sie hier.

Halsschmerzen sind ein sehr häufiges Begleitsymptom bei verschiedenen Erkrankungen des Hals-, Mund- und Rachenraums. Medizinisch korrekt müssten Halsschmerzen allerdings Rachenschmerzen heißen, da der Schmerz meist dort entsteht. Sehr oft treten Halsschmerzen im Rahmen von Erkältungen – häufig in Kombination mit Husten und Schnupfen – auf. Sie können auch von Schluckbeschwerden begleitet sein.

Meistens ist die Ursache für die Halsschmerzen eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Aber auch andere Erkrankungen können als Begleitsymptom Halsschmerzen verursachen. Bei länger anhaltenden Schmerzen im Rachen ist es deshalb wichtig, dass ein Arzt die genaue Ursache feststellt und behandelt.

Frau mit Halsschmerzen

Halsschmerzen sind oft ein Begleitsymptom von anderen Krankheiten wie beispielsweise Erkältungen


Halsschmerzen: Wie oft kommen sie vor?

Die Häufigkeit von Halsschmerzen kann schwer in Zahlen ausgedrückt werden, da nur die wenigsten Betroffenen einen Arzt aufsuchen. Untersuchungen zeigten, dass etwa nur jeder zehnte Erwachsene mit Halsschmerzen zu einem Arzt geht. Bei Personen mit starken Halsschmerzen nehmen zirka 40 Prozent ärztliche Hilfe in Anspruch. Allerdings gehen Schätzungen davon aus, dass ein Drittel aller Bewohner Deutschlands mindestens einmal jährlich unter starken Halsschmerzen leiden.

Was weiß die Forschung über Halsschmerzen?

Es gibt viele Möglichkeiten, Halsschmerzen zu behandeln. Ein überraschends Heilmittel hat die Wissenschaft entdeckt: Knoblauch. Die Knolle enthält sogenannte Sulfide, die antiviral wirken und so Entzündungen lindern können. Das macht Knoblauch auch zu einem wirksamen Mittel bei anderen Erkältungsbeschwerden wie Husten und Schnupfen. Was Knoblauch sonst noch kann, erfahren Sie in unserer Bildergalerie „7 gute Gründe, mehr Knoblauch zu essen.“

Erste Hilfe bei Halsschmerzen

Wenn es sommerlicher wird und die Sonne die ersten warmen Stunden am Tag beschert, plagen viele Menschen Halsschmerzen. Die permanenten Temperaturschwankungen schwächen die lokale Immunabwehr – Bakterien und Erkältungsviren haben leichtes Spiel. Die Folge: Es kann zu einer Rachen-, Stimmband- oder Kehlkopfentzündung kommen. Setzten Ärzte früher meist auf Antibiotika, stehen heute zur Bekämpfung von Erregern sogenannte Antiseptika zur Verfügung, die nur an der betroffenen Oberfläche wirken (desinfizieren) und so den Körper nicht unnötig belasten.

Moderne Antiseptika sind in Halstabletten verarbeitet, die die Halsschmerzen stillen und auch die Erreger beseitigen. Ermöglicht wird dies durch spezielle Wirkstoff-Kombinationen, die Mikroorganismen abtöten.

Halsschmerzen

Laut einer Studie kann Knoblauch Halsschmerzen lindern

Letztendlich ist der beste Schutz gegen Halsschmerzen aber immer noch eine intakte Mund- und Rachenschleimhaut. Um die Atemwege zu schützen, sollten Sie sich viel an der frischen Luft aufhalten. In geschlossenen Räumen sollten Sie auf ausreichend Luftfeuchtigkeit achten. Dazu einfach einen Topf Wasser aufstellen oder entsprechend einen Raumluftbefeuchter kaufen.

Wie kann man Halsschmerzen behandeln?

Sehr starke, länger anhaltende, durch eine bakterielle Infektion ausgelöste Halsschmerzen lassen sich durch eine medikamentöse Behandlung mit einem Antibiotikum wie Penizilin behandeln. Antibiotika sind in der Lage, die Erreger der Erkrankung abzutöten. Das Antibiotikum muss über einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen genommen werden, auch wenn die Symptome bereits verschwunden sind, da die Bakterien noch länger im Körper verbleiben. Davon abgesehen gibt es noch weitere Behandlungsmethoden, mit denen Halsschmerzen auch ohne Antibiotika behandelt werden können.