Wie entstehen Blasen und wie kann man sie behandeln?

Blasen an den Füßen oder Händen entstehen leicht durch mechanische Einwirkungen, zum Beispiel nach einer Wandertour oder nach dem Sport. Doch wie genau entsteht so eine Blase und wie sollte sie am besten behandelt werden? PraxisVITA hat die Antworten.

Was sind Blasen?

Fast jeder kennt das: Noch während einer Wandertour oder nach einer durchtanzten Nacht in neuen Schuhen kündigt sich deutlich und schmerzhaft eine Blase am Fuß an. Doch warum entstehen eigentlich Blasen an Händen und Füßen? Und sollte man Hautblasen aufstechen oder in Ruhe abheilen lassen?

Blasen sind ein Hohlraum in der Haut

Eine Blase ist ein Hohlraum, der entweder innerhalb der Oberhaut (Epidermis) oder zwischen Oberhaut und Lederhaut (Dermis) entsteht – zum Beispiel, weil die Schichten sich durch dauerhafte Reibung in einem Wanderschuh voneinander lösen. Der Zwischenraum füllt sich mit Gewebeflüssigkeit, sodass sich schließlich eine weißliche, gelbliche oder rosafarbene Blase unter der Haut bildet. Hautblasen durch Druck und Reibung entstehen vor allem im Bereich der Fersen, aber auch an Zehen, Fingern, Knöcheln und Handflächen. Grundsätzlich kann es aber an jeder Stelle der Haut zu Blasen kommen.

Blasen

Blasen bilden sich zum Beispiel durch schlecht sitzende Schuhe am Fuß

Reibung ist dabei nicht die einzige mögliche Ursache für Blasen der Haut. Auch bei anderen physikalischen Einwirkungen – etwa Verbrennungen, Erfrierungen, Verätzungen – sowie Allergien, Infektionen, Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten können sich Blasen in der Haut bilden. Teilweise findet man sie in Zusammenhang mit juckenden oder schmerzhaften Hautausschlägen. Im Allgemeinen sprechen Hautärzte bis zu einer Größe von 5 Millimetern von einem Bläschen (Vesicula), alles darüber gilt als Blase (Bulla). In den meisten Fällen lassen sich Blasen leicht behandeln und heilen unkompliziert wieder ab.