Die Keratosis pilaris, auch Reibeisenhaut genannt, ist eine häufig vorkommende Verhornungsstörung der Haarfollikel. Betroffen sind meist die Außenseiten der Oberarme. PraxisVITA erklärt, woran Sie die Hautstörung erkennen und was dagegen hilft.

Was ist Keratosis pilaris?

Die Keratosis pilaris, umgangssprachlich Reibeisenhaut genannt, ist eine häufig vorkommende Hautstörung. Die betroffenen Hautstellen erinnern bei Keratosis pilaris an Gänsehaut mit weißen oder leicht geröteten, stecknadelkopfgroßen Beulen. Typische Stellen sind die Außenseiten der Oberarme. Durch Ablagerungen von Keratin in den Haarfollikeln fühlt sich die Haut rau, eben wie ein Reibeisen, an.

Keratosis pilaris (Reibeisenhaut)

Die Außenseiten der Oberarme sind am häufigsten von der Keratosis pilaris betroffen


Keratosis Pilaris: Welche Körperstellen sind betroffen?

Zwar sind die Oberarme am häufigsten betroffen, aber auch an anderen Körperstellen findet sich die Erkrankung. Dazu zählen das Gesicht, der Hals, die Kopfhaut, das Gesäß sowie die Außenseite der Oberschenkel. Die Ausprägung der Hautstörung ist dabei meist unterschiedlich stark.

Mädchen sind häufig von Keratosis pilaris betroffen

Etwa die Hälfte aller Kinder und Heranwachsenden sind von Keratosis pilaris betroffen. Vor allem bei Mädchen im Pubertätsalter treten vermehrt Symptome der Reibeisenhaut auf. Begünstigt wird die Keratosis pilaris zum Beispiel durch trockene Haut. Vor allem im Winter, bei tendenziell trockener Luft, kann es dabei zu einer Verstärkung der Symptome kommen. Mit zunehmendem Alter bildet sich die Keratosis pilaris häufig zurück und in vielen Fällen heilt sie komplett ab.

Behandlung bei Keratosis pilaris

Es gibt zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten der Keratosis pilaris. Die Therapie erfolgt mit hornlösenden, hydratisierenden und rückfettenden Salben. Bei entsprechender Hautpflege und Anwendung von Salben lassen sich die Symptome der Keratosis pilaris lindern. Es ist allerdings notwendig, die betroffenen Stellen regelmäßig und dauerhaft zu behandeln.

Keratosis pilaris

Bei vielen Patienten hilft ein sanftes Peeling mit Grapefruitsaft gegen Keratosis pilaris


Natürliche Hilfe

Vielen Patienten hilft auch ein sanftes Peeling, um Keratosis Pilaris in den Griff zu bekommen. Dazu eignet sich beispielsweise der Saft einer halben Grapefruit: Vermischen Sie diesen mit 40 Gramm Salz aus dem Toten Meer (Apotheke) sowie drei Esslöffeln Sonnenblumenöl. Anschließend wird das Peeling für etwa drei Minuten sanft auf die Problemzonen massiert und dann mit warmem Wasser abgewaschen. Lose Hautschüppchen werden so entfernt und die Durchblutung verbessert. Patienten sollten die Pickelchen keinesfalls aufkratzen, denn dadurch können Entzündungen entstehen.