Was hilft bei Durchblutungsstörungen? – 3 Experten antworten

Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schmerzen – verstopfte Gefäße können ernstzunehmende Folgen haben. Unsere Experten geben Tipps zu Vorbeugung und Behandlung.

Bei Durchblutungsstörungen empfiehlt der Arzt

Dr. Reginald Weiß, Chefarzt für Angiologie an der Zentralklinik Bad Berka

Dr. Reginald Weiß, Chefarzt für Angiologie an der Zentralklinik Bad Berka

„Bei Durchblutungsstörungen gilt es zuerst, die Risikofaktoren zu minimieren: das Rauchen aufgeben und den Blutdruck richtig einstellen lassen. Außerdem ist regelmäßige Bewegung das A und O für gesunde Gefäße. Eine der häufigsten Durchblutungsstörungen ist die sogenannte Schaufensterkrankheit: Die Betroffenen können aufgrund von Schmerzen in den Beinen oft nur wenige hundert Meter gehen und bleiben dann für kurze Zeit stehen. Der Grund: Die Muskulatur bekommt durch die schlechte Durchblutung zu wenig Sauerstoff und beginnt zu schmerzen. Wer weniger als 200 Meter am Stück gehen kann, auch bei Ruhe Schmerzen hat oder bereits offene Wunden, sollte sich unbedingt von einem Facharzt untersuchen lassen."

 

Bei Durchblutungsstörungen empfiehlt der Heilpraktiker

Kai Stefan Haschke, Heilpraktiker, Hamburg

Kai Stefan Haschke, Heilpraktiker, Hamburg

„Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung einer gestörten Durchblutung. Die Kohlenhydrate im Speiseplan also reduzieren und mehr Ballaststoffe zu sich nehmen: statt zu Kartoffeln, Nudeln und Brot lieber zu Gemüse und Salat greifen. Hochwertige Pflanzenöle, wie Oliven-, Raps- und Leinöl, sind ebenfalls zu empfehlen. Auch die Homöopathie bietet gute Hilfen an: zum Beispiel aus dem Schlangengift Lachesis oder das Mutterkorn Secale Cornutum, jeweils in der Potenz D 6. Die genaue Auswahl des Mittels und die Abstimmung auf die Beschwerden sind dabei entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Diese Therapie also genau mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprechen."

Website: www.derheilpraktiker.de

 

Bei Durchblutungsstörungen empfiehlt die Apothekerin

Kerrin Bock, Apotheke am Schützenplatz, Salzgitter

Kerrin Bock, Apotheke am Schützenplatz, Salzgitter

„Da Durchblutungsstörungen große gesundheitliche Risiken bergen können, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Thrombose, rate ich immer dazu, die Beschwerden ärztlich abzuklären. Denn wenn der Patient zum Beispiel ein Kribbeln in den Beinen merkt, ist die Störung meist schon weit fortgeschritten. Wer schon in ärztlicher Behandlung ist, dem kann ich zur Begleitung Präparate mit Ginkgo oder Knoblauch empfehlen. Ginkgo verbessert die Sauerstoffversorgung und die Durchblutung auch in den kleinen Gefäßen. Knoblauchpräparate fördern die Fließeigenschaften des Blutes und beugen so weiteren Ablagerungen in den Gefäßen vor. Wichtig ist immer eine langfristige Einnahme der Arzneien – nur dann zeigen sie Wirkung."