Verspannungen

Verspannungen entstehen häufig durch Überanstrengung, einseitige Belastung oder Stress. Wir verraten mit welchen Tricks man Verspannungen am besten wieder los wird.

Was sind Verspannungen?

Sie blockieren und schmerzen: Muskelverspannungen. Bei einer Verspannung sind einzelne Muskelstränge oder Muskelpartien verhärtet und verkürzt. Durch die Verspannung ist der Blutfluss zum Muskelgewebe eingeschränkt. Dadurch werden die Muskelzellen nicht ausreichend versorgt; der Körper reagiert mit Schmerz.

Verspannungen sind Folge einer erhöhten Muskelspannung. Dazu ein Blick auf das Muskelsystem: Muskeln ermöglichen Bewegungen, ebenso sorgen sie für eine aufrechte Körperhaltung. Viele Muskeln lassen sich bewusst steuern (Skelettmuskeln). Dazu zählen etwa die Muskeln von Armen, Beinen, Gesicht und Rumpf. Die Muskulatur der Organe (viszerale Muskulatur) ist unabhängig vom Willen. Für die Funktion der Muskelzellen sorgen bestimmte Struktureiweiße.

Frau mit verspanntem Rücken

Häufige Ursachen für Verspannungen sind Stress und langes Sitzen. Auch Ängste sorgen für Muskelprobleme

Unter dem Mikroskop betrachtet lässt sich die Feinstruktur der Muskeln erkennen. Wie Kämme mit Zinken in zwei Richtungen erscheinen einige Moleküle (Actin), dazwischen liegen langgestreckte Strukturen (Myosin). Das Myosin hakt sich in das Actin ein. Viele dieser Actin- und Myosin-Strukturen bilden das Muskelgewebe. Zieht sich ein Muskel zusammen (Kontraktion), schieben sich die Strukturen weit ineinander. Der Muskel verkürzt und verdickt sich. Lässt die Anspannung nach, sind Actin und Myosin mit größerem Abstand verzahnt.

Verspannungen: Die Folge einer erhöhten Muskelanspannung

Steuerzentrale für die Muskelanspannung ist das zentrale Nervensystem (ZNS), also Gehirn und Rückenmark. Signale aus dem ZNS erreichen die Muskeln über Nerven. Bei den Signalen handelt es sich um elektrische Impulse in einem bestimmten Rhythmus (Aktionspotenziale). Sie erreichen unterschiedliche Muskelanteile und versetzen den gesamten Muskel in eine Grundspannung (Muskeltonus). Verändert sich der Rhythmus der Nervensignale, wirkt sich das auf die Muskulatur aus – Verspannungen entsehen.

Angst und Stress sorgen oft für Verspannungen

Ob ein Muskel erschlafft, sich kurz zusammenzieht oder in Spannung verharrt – der Muskeltonus wird von Gehirn und Rückenmark reguliert und von vielen Faktoren beeinflusst. Angst und Stress beispielsweise wirken ebenso auf den Gehirnstoffwechsel wie Schmerz. Das erklärt, warum starke Gefühle oder Schmerzen den Muskeltonus erhöhen und zu Verspannungen führen können. Wer sich wohlfühlt, weist dagegen meist eine geringere Grundspannung in seinen Muskeln auf.