Übergewicht – Was ist das?

Übergewicht kommt in Deutschland recht häufig vor: Etwa zwei Drittel der Männer und jede zweite Frau sind betroffen. In den meisten Fällen lässt sich das Übergewicht auf zwei Faktoren zurückführen: falsche Ernährung und mangelnde Bewegung. Übergewicht kann zu erheblichen Folgeerkrankungen führen.

Übergewicht: Was ist das?

Von Übergewicht sprechen Ärzte, wenn der Fettanteil des Körpers ein gesundes Maß überschreitet und zu einer Belastung für den gesamten Organismus wird. Festgelegt wurden die Grenzen für Übergewicht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie verwendet dafür den sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der eine Beziehung zwischen Gewicht und Körpergröße herstellt. Die BMI-Formel lautet: Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Die BMI-Grenzen für Normalgewicht, Übergewicht und Fettleibigkeit

  • Normalgewicht besteht bei einem BMI zwischen 18,5 und 24 (eine Frau mit einer Größe von 1,70 Meter wiegt dafür zwischen 54 und 70 Kilo).
  • Übergewicht liegt vor, wenn der BMI zwischen 25 und 29 beträgt (bei 1,70 Meter wiegt eine Frau dafür 71 bis 86 Kilo).
  • Ab einem BMI von 30 (etwa 87 Kilo bei einer Frau, die 1,70 Meter groß ist) sprechen Ärzte von Fettleibigkeit oder Adipositas, die als eigenständiges Krankheitsbild gilt und ihrerseits in mehrere Stufen unterteilt wird.

Bei der Bewertung des BMI spielen zudem das Geschlecht und das Alter eine Rolle, da eine moderate Gewichtszunahme im Alter als gesundheitlich akzeptabel gilt, ohne als Übergewicht eingestuft zu werden. Bei einer Frau, die bereits älter als 60 Jahre alt ist, gilt erst ein BMI von 28 als kritisch (81 Kilo bei 1,70 Meter). Dass eine Gewichtszunahme im Laufe der Zeit normal ist, hängt auch damit zusammen, dass der Energiebedarf sinkt – ein 75-Jähriger verbraucht normalerweise etwa ein Drittel weniger Kalorien als ein 35-Jähriger.

Übergewicht erhöht das Risiko für gesundheitliche Probleme

Als besonders ungesund gilt Bauchfett, und dabei hat jedes einzelne überflüssige Pfund eine schädliche Wirkung: Beispielsweise begünstigt Bauchfett die vermehrte Produktion weiblicher Hormone (auch bei Männern) und anderer Hormone, die ihrerseits das Diabetes- und Krebs-Risiko erhöhen.