Tinnitus: Was stoppt das Rauschen im Ohr?

Rauschen im Ohr führt bei vielen Betroffenen zu Depressionen
Tinnitus: Das ständige Rauschen im Ohr führt bei vielen Betroffenen zu Depressionen
Meist kommt es ganz plötzlich: ein intensives Rauschen im Ohr, begleitet von einem fast unerträglichen Rattern oder Brummen. Ein Tinnitus kann jeden von uns treffen – die Ursachen reichen von akutem Stress bis hin zu Mittel- oder Innenohrstörungen.

Rauschen im Ohr – Millionen Betroffene

Rund drei Millionen Deutsche leiden unter den Ohrgeräuschen, bei jedem Zweiten kommt es zu einer chronischen Erkrankung. Doch in allen Fällen gilt: Je eher der Tinnitus behandelt wird, umso besser! Ist ein Rauschen im Ohr nach zwei Tagen nicht weg, sollten Sie den HNO-Arzt aufsuchen. Erste Hilfe leisten zwei Medikamente: Kortison und eine Arzneilösung zur Vergrößerung des Blutvolumens, die als Infusion gegeben wird. Auf diesem Weg gelangen mehr Nährstoffe ins Innenohr – es wird besser versorgt. Zudem können sich die geschädigten Haarzellen im Ohr regenerieren. Die Behandlung ist allerdings nur in den ersten drei Monaten sinnvoll. Bleibt das Rauschen im Ohr nämlich länger bestehen, wird es chronisch. Dann ist es eher unwahrscheinlich, dass der Tinnitus völlig verschwindet.


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Mit der richtigen Therapie lässt sich Rauschen im Ohr heute gut bekäpfen

Aber auch für langfristig Betroffene gibt es wirksame Therapien: Zum Beispiel die Softlasertherapie. Dabei wird der Laserstrahl direkt am Ohr angesetzt und durchdringt selbst tiefere Unterhautschichten. Dort fördert er die Durchblutung und beschleunigt die Regeneration der geschädigten Hörsinneszellen. Die Anwendung ist unkompliziert, schmerzfrei und lässt sich problemlos von zu Hause aus durchführen. Der Softlaser kann in der Apotheke für drei Monate ausgeliehen werden (Kosten: etwa 175 Euro). Über das Internet lässt sich das Gerät auch für 200 bis 300 Euro kaufen. Bei über der Hälfte aller Betroffenen zeigt die Methode deutliche Erfolge.

Rauschen im Ohr: Lernen Sie, wegzuhören!

Selbst wenn man nichts gegen das Rauschen im Ohr unternimmt: Nach einigen Jahren sind sich die meisten Betroffenen des Geräuschs nur noch gelegentlich bewusst oder sie hören es fast gar nicht mehr. Sie haben es geschafft, wegzuhören und das Rauschen oder Piepen auszublenden. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass ein Tinnitus nicht im Ohr, sondern im Kopf entsteht. Deshalb besitzt unser Gehirn auch die Fähigkeit, die Geräuschwahrnehmung sozusagen an- und wieder auszuknipsen. Das erkennen wir beispielsweise beim Schlucken. Das Geräusch ist nämlich gar nicht so leise – und wir schlucken viele Tausend Mal am Tag. Dennoch nehmen wir es nicht wahr, weil das Gehirn es als unwichtig wegfiltert. Dieses „Weghören“ verschafft auch beim Tinnitus Linderung.

Ein Mann spielt Geige

Schaffen Sie es, sich beim Hören eines Orchesters nur auf den Solo-Geiger zu konzentrieren? So können Sie üben, Hintergrundgeräusche wie Tinnitus auszublenden


Musiktherapie gegen Rauschen im Ohr

Vielen gelingt es jedoch nicht, das Rauschen im Ohr zu ignorieren. In solchen Fällen kann eine Hör-Therapie helfen. Über verschiedene Übungen wird die Filterfähigkeit unseres Gehirns trainiert: Therapeuten stülpen Patienten etwa Kopfhörer über und spielen ein Konzert ab. Wenn alle Musiker gleichzeitig spielen, müssen Betroffene lernen, nur den Solo-Geiger herauszuhören. Sie konzentrieren sich dabei auf diesen einen Musiker und nehmen auf Dauer die anderen Spieler kaum noch wahr. Diese Konzentrationsübung trainiert die Fähigkeit, „Hintergrundgeräusche“ wie das lästige Piepen und Pfeifen gezielt auszublenden. Viele HNO-Ärzte und Reha-Einrichtungen bieten Musiktherapien an. Bei chronischem Tinnitus bewilligen die meisten Kassen die Behandlung.

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