Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Meist gelangt es über kleine Wunden in den Körper und führt zu Krämpfen und Lähmungen der Muskeln. Heute ist Tetanus in Europa selten, da es eine flächendeckende Impfung gibt.

Was ist Tetanus?

Tetanus – den Begriff kennen die meisten aus ihrem Impfpass. Besonders bei einer verunreinigten Wunde, etwa durch schmutziges Gartenwerkzeug, einen rostigen Nagel oder einen Hundebiss, fragt der behandelnde Arzt nach dem Impfstatus in Sachen Tetanus. Doch was steckt dahinter?

Der Begriff Tetanus leitet sich vom griechischen Wort tetanos ab, das so viel wie Spannung oder Krampf bedeutet. Dies weist auch auf das Hauptsymptom der Infektionskrankheit hin: Die auch Wundstarrkrampf genannten schmerzhaften Krämpfe der Körper- und Gesichtsmuskulatur entstehen durch ein Nervengift, welches der Tetanus-Erreger Clostridium tetani bildet. Überlieferungen aus dem alten Ägypten und Griechenland lassen vermuten, dass die Erkrankung schon seit dem Altertum bekannt ist. Bis heute sterben weltweit jedes Jahr 800.000 bis eine Million Menschen an Tetanus, hauptsächlich in Asien und Afrika. Besonders bei Neugeborenen verläuft die Erkrankung oft schwer (Tetanus neonatorum).

Tetanus ist heute eine sehr seltene Krankheit

Tetanus ist heute eine sehr seltene Krankheit, da es einen wirksamen Impfstoff gibt

In den Industrieländern ist Tetanus heute allerdings eine sehr seltene Erkrankung, da es einen wirksamen Impfstoff gibt; die Grundimmunisierung beginnt bereits im Säuglingsalter. Davor sind die Neugeborenen durch die Antikörper ihrer Mutter geschützt. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts sollte die Tetanus-Impfung dann im Erwachsenenalter alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Es existiert außerdem eine „Notfallimpfung“, die bei einer möglichen Infektion den Ausbruch der Krankheit verhindern kann – das sogenannte Tetanus-Immunglobulin. Diesen verabreichen Ärzte nach einer Verletzung, wenn die letzte Tetanus-Impfung zu lange her oder der Impfstatus unklar ist.