Sonnenbrand

In der Sonne eingeschlafen oder einfach die Sonnenstrahlung unterschätzt – schon ist es passiert: Der Sonnenbrand ist da. Auch wenn er in den ersten Tagen sehr schmerzhaft ist, heilt er meist innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab. Allerdings ist er nicht ganz so harmlos, wie viele annehmen.

Wer häufig das Sonnenbaden übertreibt und einen Sonnenbrand in Kauf nimmt, erhöht im Laufe des Lebens sein Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Was ist ein Sonnenbrand?

Unter dem Begriff Sonnenbrand versteht man eine akute Entzündung der Haut, die durch Licht, vor allem durch UV-B-Strahlung, verursacht wurde. Dabei ist es egal, ob die Bestrahlung durch natürliches Sonnenlicht oder durch eine künstliche Strahlungsquelle, wie beispielsweise im Solarium, erfolgte. Medizinisch wird der Sonnenbrand als Dermatitis solaris bezeichnet. Typisch für einen Sonnenbrand ist die scharfe Begrenzung auf die Körperstellen, die dem Licht ausgesetzt waren. Bedeckte Stellen, wie unter dem Bikini, der Badehose oder dem T-Shirt, sind nicht betroffen.

Sonnenbrand

Typisch für einen Sonnenbrand ist die scharfe Abgrenzung zur nicht betroffenen Haut


Hellhäutige Menschen neigen eher zu Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand tritt nach jedem übermäßigen Sonnenbad wiederholt und in unterschiedlicher Stärke auf. Besonders leicht davon betroffen sind hellhäutige Menschen vom Hauttyp I und II. Zu diesen zählen Personen mit einer hellen Hautfarbe, rötlichen, blonden oder braunen Haaren, blauen, grauen oder grünen Augen und meist Sommersprossen. Seltener kommt er bei Menschen mit guter Pigmentierung (Hauttyp III und IV), die schnell braun werden, sowie bei dunkelhäutigen Menschen vor.

Häufiger Sonnenbrand erhöht das Hautkrebs-Risiko

Besonders gefährlich ist bei einem Sonnenbrand, dass die durch ihn entstandenen Schäden sich im Laufe des Lebens ansammeln, kumulieren und allmählich zu chronischen Lichtschäden in der Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen führen. Die Haut verfügt zwar über eine Reihe von Reparaturmechanismen, die diese Schäden beheben können. Allerdings führen nicht alle Reparaturen zu einer korrekten Wiederherstellung des genetischen Materials. Während der Zellteilung entstehen dann permanente Mutationen, die das Risiko für Hautkrebs erhöhen können. Alarmierend ist dabei, dass bereits jedes fünfte Kind im Kindergartenalter nach einer Umfrage der Europäischen Hautkrebsstiftung schon mindestens einmal einen Sonnenbrand hatte.

Sonnenbrand fördert Faltenbildung

Eine weitere, nicht nur kosmetische Folge, von häufigen, ausgiebigen Sonnenbädern und Sonnenbränden ist die so genannte Photoalterung. Bei dieser bildet die Haut vorzeitig tiefe Falten, verliert ihre Spannkraft, wirkt ledrig und weist eine gelbliche Färbung auf. Ursache dafür ist eine Veränderung des Bindegewebes infolge der UV-Strahlung. Photogealterte Haut ist wesentlich anfälliger für Verletzungen und die Wundheilung ist häufig gestört.

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