Eine Sonnenallergie im medizinischen Sinne gibt es nicht – vielmehr fasst dieser Begriff verschiedene übermäßige Reaktionen auf das Sonnenlicht zusammen, bei denen es zu Veränderungen der Haut wie Bläschen, Flecken oder Quaddeln kommen kann. Die Ursachen einer Sonnenallergie sind bisher noch unklar. Meist klingen die Symptome bei Verzicht auf Sonnenbäder wieder von alleine ab.

Was ist eine Sonnenallergie?

Unter dem Begriff „Sonnenallergie“ werden verschiedene Formen einer ungewöhnlichen, übermäßigen Reaktion auf Sonnenlicht zusammengefasst, bei denen es sich im engeren Sinne nicht immer um eine tatsächliche allergische Reaktion handelt. In den meisten Fällen ist mit Sonnenallergie die sogenannte polymorphe Lichtdermatose oder auch polymorphe Photodermatose gemeint. Dieser Begriff setzt sich aus den griechischen Worten für „vielgestaltig“ (polymorph), „Licht“ (Photo) und „Hauterkrankung“ (Dermatose) zusammen. Vielgestaltig bedeutet im Fall der Sonnenallergie, dass sie von Mensch zu Mensch zu unterschiedlichen Hautsymptomen führen kann. 

Juckreiz durch Sonnenallergie

Unter einer Sonnenallergie sind Reaktionen auf das Sonnenlicht zu verstehen, bei denen es zu Veränderungen der Haut kommen kann. Häufig werden sie von einem starken Juckreiz begleitet


Eine Sonnenallergie kann zu jeder Jahreszeit auftreten

Die polymorphe Lichtdermatose ist mit 90 Prozent die häufigste Form einer durch Licht ausgelösten Hauterkrankung. Sie tritt bei etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung in Mitteleuropa, Skandinavien und den USA – vor allem bei Frauen – auf. Meist sind Erwachsene im jungen und mittleren Alter sowie Kinder betroffen. Aufgrund des Klimas in diesen Regionen kommt diese Art der Sonnenallergie meist in den Frühjahrsmonaten von März bis Juni vor. Bei Reisen in sonnenreiche Regionen kann die Sonnenallergie allerdings zu jeder Jahreszeit auftreten.

Eher selten auftretende Erkrankungen von Sonnenallergien

Sie alle gehören zu den primären Lichtdermatosen. Daneben zählen zu den Sonnenallergien auch die sekundären Lichtdermatosen, bei denen der abnormen Reaktion auf das Sonnenlicht eine andere Erkrankung zugrunde liegt wie zum Beispiel Lupus erythematodes, Porphyrien oder Xeroderma pigmentosum.

Sonnenallergie als negative Folge der UV-Strahlung

Grundsätzlich von einer Lichtdermatose zu unterscheiden sind akute Reaktionen, die aufgrund einer zu intensiven UV-Strahlung hervorgerufen werden, zum Beispiel ein Sonnenbrand. Dieser wird – im Gegensatz zu einer Sonnenallergie – überwiegend durch den mittelwelligen Bereich des UV-Lichts (UVB, 290-320 nm) ausgelöst und kann bei einer entsprechend hohen Belastung bei jedem auftreten. Sonnenallergien werden dagegen in den meisten Fällen durch UVA-Strahlung der Wellenlängen 320 bis 400 nm ausgelöst und treten nicht bei jedem Menschen auf.