Sommergrippe

Eine Sommergrippe ist ein grippaler Infekt, der vorwiegend in den Sommermonaten von Juni bis September vorkommt. Die Sommergrippe wird durch bestimmte Viren, zum Beispiel Coxsackie-Viren, ausgelöst und ruft typische Erkältungssymptome mit Husten, Schnupfen und häufig auch Durchfall hervor. Eine Sommergrippe ist aber keine „echte“ Grippe (Influenza).

Was ist eine Sommergrippe?

Eine Sommergrippe ist eine fieberhafte Infektionskrankheit, die vor allem die oberen Atemwege betrifft und von Viren verursacht wird. Der Ausdruck „Grippe“ beschreibt allerdings nur die grippeähnlichen Symptome. Im Gegensatz zur Sommergrippe treten bei der „echten“ Grippe (Influenza) die Symptome plötzlich und sehr stark auf. Eine Infektion mit den Viren, die eine Sommergrippe auslösen, verläuft sogar in den meisten Fällen ohne dass die Betroffenen etwas davon mitbekommen, weil ihr Immunsystem die Erreger sofort abwehrt. Bei einem geschwächten Immunsystem ist die Gefahr, an einer Sommergrippe zu erkranken, aber weitaus höher.

Frau mit Sommergrippe

Eine Sommergrippe tritt nicht nur in den warmen Sommermonaten, sondern auch im Herbst auf

Die Viren, die eine Sommergrippe verursachen, sind sogenannte humane (menschliche) Enteroviren, die im menschlichen Darm vorkommen. Vor allem im Sommer breiten sich Enteroviren vermehrt und schnell aus.

Die Übertragung von Enteroviren erfolgt über drei Wege:

  • Verunreinigungen mit Kot
  • Schmierinfektion
  • Tröpfcheninfektion (zum Beispiel beim Husten oder Niesen)

Alle Enteroviren können fieberhafte Infekte auslösen. Für die Sommergrippe sind Enteroviren wie das Coxsackie-Virus und das ECHO-Virus verantwortlich. Menschen, die sich mit den Viren infiziert haben, sind bereits vor dem Ausbruch der Sommergrippe für andere Menschen ansteckend. Im Gegensatz zu den Influenza-Viren gibt es gegen Sommergrippe-Viren bislang keinen Impfstoff. Jedoch sind Menschen, die einmal mit Coxsackie- oder ECHO-Viren infiziert waren, gegen diese immun.