Wie Sie den Schweinehund überwinden und Sport lieben lernen

Sport an der kalten Winterluft ist ungesund und fördert Erkältungen? Das Gegenteil ist der Fall! Erfahren Sie in der Bildergalerie, wie Sie Ihren inneren Schweinehund besiegen können
In der Wohnung sitzen und hoffen, dass der Winter vorbeigeht? Warum wir auch bei kalten Temperaturen Sport machen sollten und wie Sie mit unseren Tricks Ihrem inneren Schweinehund garantiert ordentlich Beine machen.

Kaum ist das neue Jahr ein paar Wochen alt, sind die meisten Vorsätze schon wieder kalter Kaffee. Kennen Sie auch, oder? Vor allem, wenn's um mehr Sport geht, sind wir um keine Ausrede verlegen: zu müde, keine Zeit, zu anstrengend. Da hilft nur, dem inneren Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen.

Unsere Tipps aus der Bildergalerie helfen Ihnen dabei, den Schweinehund zu überwinden und sich zum Sport zu motivieren.

Joggen im Winter: Innerer Schweinehund? Gibt es nicht!

Kalt! Dunkel! Müde! Im Winter ist es noch schwieriger, den Schweinehund nach draußen zu locken. Wir verraten Ihnen, warum Sie trotzdem laufen sollten.

Die Kälte ist ein Kalorien-Killer!

Sie haben Ihrem Schweinehund den Kampf angesagt? Sehr gut! Die allerbeste Nachricht gleich mal zu Beginn: Im Winter verbrennen Sie beim Joggen mehr Kalorien als im Sommer. Warum? „Der Körper muss mehr Energie aufbringen, um seine Normaltemperatur von 36 bis 37 Grad zu halten“, erklärt Laufprofi Bianca Meyer.

Dafür sorgt unter anderem unser braunes Fett. Wir haben nicht nur weißes Fettgewebe im Körper, das uns dick werden lässt, indem es Energie speichert. Vor ein paar Jahren haben Forscher braunes Fettgewebe in unserem Organismus entdeckt. Dieses kann Energiereserven bei Bedarf in Wärme umwandeln. Verbrennt also gespeichertes Fett, wenn wir frieren. Ursprünglich ging man davon aus, dass nur Neugeborene braunes Fettgewebe besitzen: Da sie schnell auskühlen und ihre Muskulatur nicht zittern kann, um Wärme zu erzeugen, ist das braune Fett für sie lebenswichtig. Niederländische Forscher konnten nun nicht nur nachweisen, dass auch Erwachsene braunes Fett besitzen. Sondern auch, dass dessen Anteil sich erhöht, wenn wir uns regelmäßig niedrigen Temperaturen aussetzen. Das heißt: Frieren macht schlank!

Die Länge und Frequenz Ihrer Laufeinheiten können Sie also dank dieser Erkenntnisse getrost ein wenig runterschrauben. Zwar nutzen Profis die kalte Jahreszeit, um ihre Grundlagenausdauer durch Dauerläufe zu verbessern: Circa dreimal pro Woche werden dann in langsamem Tempo Strecken zwischen zehn und 30 Kilometer zurückgelegt. Doch: „Für einen Hobbyläufer, der seine Kondition einfach nur behalten möchte, reichen zwei etwas zügigere Lauf-Sessions pro Woche à 30 Minuten schon aus“, so Bianca Meyer.

Die Kälte gibt uns mehr Power!

Und wer jetzt denkt, die Leistung leide unter den Temperaturen, irrt: Für eine Studie wurden Athleten in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen joggten bei 2 Grad, die anderen bei 20 Grad. Das unglaubliche Ergebnis: Die erste Gruppe hielt 30 Prozent länger durch als die zweite. Forscher fanden so heraus, dass die ideale Lauf-Temperatur zwischen fünf und zehn Grad liegt: Der Kreislauf kommt besser in Schwung, und unser Organismus ist optimal durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Deshalb sind Herbst und Winter für Anfänger auch gute Phasen, um mit dem Laufen zu starten. Denn Joggen im Sommer ist wegen der hohen Temperaturen belastender für den Körper.

Auch unser Herz profitiert davon, wenn wir im Winter unseren Schweinehund überwinden: Der Muskel muss mehr arbeiten, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Denken Sie daran: Mit jedem Winterlauf wird Ihr Herz stärker! Klar, auf Schnee laufen kann superanstrengend sein, man kommt langsamer voran. Sobald Sie jedoch das nächste Mal wieder auf Asphalt joggen, werden Sie gefühlte Lichtjahre schneller unterwegs sein!

Schweinehund überwinden und Benefits genießen

Wir quälen uns morgens todmüde aus dem Bett und würden uns abends am liebsten umgehend wieder in selbigem verkriechen. Weil wir keine Energie haben. Dieser Lethargie nachzugeben, ist aber genau das Falsche. Wir sind keine Bären. Wir brauchen weder Winterschlaf, noch müssen wir uns Fettpolster anfuttern. Genau das signalisieren wir unserem Körper aber, wenn wir unser Aktivsein nur auf den Weg zur Arbeit beschränken. Unser Stoffwechsel verlangsamt sich, wir nehmen zu. Schon zehn Minuten Laufen bei Tageslicht reichen aus, um den Stoffwechsel wieder in Fahrt zu bringen. Die Wintersonne versorgt uns mit Vitamin D – das hält fit und spendet Energie. Legen Sie deshalb eine Laufeinheit aufs Wochenende, um die Wintersonne genießen zu können.

Tschüss, Schweinehund!

Tschüss, Schweinehund! Auch Ihre Psyche wird es Ihnen danken: Viele Menschen fühlen sich bei zu wenig Tageslicht schwermütig, verspüren Heißhunger (Joggen dämpft diesen übrigens!) und sind ständig müde. Dieses Phänomen nennt sich Winterdepression oder SAD (Seasonal Affect Disorder). Laufen sorgt dafür, dass jede Menge des Glückshormons Endorphin ausgeschüttet wird, Sie sich unbeschwert fühlen – und alle Aufgaben mit Elan meistern.

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