Schmerzen im Knie? Yoga lindert Gelenkbeschwerden

Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore konnten in ihrer aktuellen Studie belegen, dass sich Yoga besonders gut eignet, um Gelenkschmerzen zu lindern
Bereits acht Wochen regelmäßiges Yogatraining können die Beschwerden bei Arthritis und Rheuma wie beispielsweise Schmerzen im Knie deutlich lindern – und das langanhaltend. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-amerikanische Studie.

Viele Patienten bewegen sich aus Angst vor Schmerzen zu wenig – dabei ist Bewegung das beste Mittel, um Gelenkbeschwerden wie beispielsweise Schmerzen im Knie zu lindern. Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore konnten in ihrer aktuellen Studie belegen, dass sich eine Sportart besonders gut dafür eignet: Yoga.

Yoga gegen Arthrose und Rheuma

An der Studie nahmen 75 Patienten teil, die entweder an Knie-Arthrose oder Rheuma litten. Die Probanden wurden per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Während Gruppe eins zweimal wöchentlich ein Yogatraining mit einer zusätzlichen Trainingseinheit zuhause absolvierte, nahm Gruppe zwei an keinem Trainingsprogramm teil.

Zu Beginn und Ende des achtwöchigen Studienzeitraums wurden körperlicher und psychischer Zustand der Probanden von Medizinern untersucht, die nicht wussten, in welcher Gruppe der jeweilige Teilnehmer sich befand.

Schmerzen im Knie: Wie Yoga hilft

Das Ergebnis: Verglichen mit der Kontrollgruppe, konnte bei den Teilnehmern der Yoga-Gruppe eine im Schnitt 20-prozentige Verbesserung von Schmerzen im Knie, Energielevel, Stimmung und körperlicher Funktion – beispielsweise der Fähigkeit, Aufgaben im Haushalt zu erledigen – beobachtet werden. Auch die Gehgeschwindigkeit steigerte sich leicht. Diese Effekte waren auch nach neun Monaten noch messbar.

Die besten Yoga-Übungen für die Gelenke

Heilende Hände

Heilende Hände

Ob Yoga für den individuellen Trainingsplan geeignet ist, sollten Patienten mit einem Therapeuten gemeinsam besprechen. Die folgenden Übungen mobilisieren gezielt die Gelenke. Sie eignen sich unter anderem bei Schmerzen im Knie.

Heilende Hände

Steigert die Durchblutung der Hände und beugt Handgelenksarthrose vor: Kreisen Sie mit den Händen. Nun berühren Sie nacheinander mit den Fingern der linken Hand die der rechten. Mit dem Daumen beginnen. Danach Finger lösen. Nun jeden Finger der linken Hand nacheinander zum linken Daumen führen. Gleichzeitig den rechten Daumen mit den Fingern der rechten Hand zusammen bringen.

Rückenmuskeln stärken

Rückenmuskeln stärken

Rückenmuskeln stärken

Sie liegen auf dem Bauch, Arme und Beine lang ausgestreckt, die Stirn liegt auf dem Boden. Beim nächsten Einatmen beide Hände auf Schulterhöhe absetzen. Ausatmen und langsam mit den Armen den Oberkörper nach oben drücken. Dabei die Schulter nach hinten ziehen und den Kopf anheben. Versuchen Sie die Wirbelsäule nur nach vorne zu strecken und nicht nach hinten zu drücken. Sie können die Arme anfangs auch etwas angewinkelt lassen. Je höher Sie aufsteigen, desto intensiver. Achten Sie bei Schmerzen im Knie darauf, dieses nicht zu überlasten.

Blockaden vorbeugen

Blockaden vorbeugen

Blockaden vorbeugen

Wirbel-Stretching

Wirbel-Stretching

Mit geradem Rücken hinsetzen, Beine nach vorne strecken, Knie leicht anwinkeln. Heben Sie beide Arme senkrecht neben dem Kopf an, dabei den Rücken noch einmal extra in die Länge strecken. Einatmen, Bauch anspannen und Hände neben den Beinen platzieren. Jetzt mit der Ausatmung langsam den Oberkörper nach vorne beugen. Ist die Dehnung an der Beinrückseite zu stark, können die Beine noch etwas mehr angewinkelt werden. gehen Sie mit dem Oberkörper nur so weit vor, dass die Dehnung im Rücken angenehm ist.

Wirbel-Stretching

Die Drehung mobilisiert das Becken, die Hüftgelenke und die gesamte Wirbelsäule – ideal bei morgendlicher Steifheit! Legen Sie sich mit aufgestellten Beinen auf den Rücken. Breiten Sie die Arme seitlich aus, die Handflächen zeigen nach oben. Drücken Sie die Schultern fest in den Boden. Atmen Sie tief aus und lassen Sie dabei die Beine vorsichtig zur rechten Seite fallen, der Kopf dreht zur linken Seite. Seite wechseln.