Refluxkrankheit, was ist das?

Bei der Refluxkrankheit fließt Mageninhalt aus dem Magen zurück in die Speiseröhre hinein. Ursache dafür ist in vielen Fällen, dass der Schließmuskel der Speiseröhre in seiner Funktion beeinträchtigt ist und den Magen nicht mehr dicht verschließt. Die aufsteigende Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und es kommt zu typischen Symptomen wie Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustkorb. Passiert das regelmäßig und führt es zu anhaltenden körperlichen Beschwerden, sprechen Ärzte von einer Refluxkrankheit.

Refluxkrankheit, was ist das?

Die meisten Menschen leiden hin und wieder an Völlegefühl, Aufstoßen oder Sodbrennen. Grund dafür ist, dass unter bestimmten Umständen Mageninhalt aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Mediziner bezeichnen diesen Vorgang als Reflux, also als Rückfluss. Wenn es nur hin und wieder zu einem Reflux kommt, zum Beispiel nach einer besonders reichhaltigen Mahlzeit, ist das völlig normal und kein Grund zur Sorge. Das brennende Gefühl im Brustkorb ist zwar unangenehm und lästig, hat aber in den meisten Fällen keine weiteren Folgen. Manche Menschen leiden allerdings regelmäßig an Sodbrennen oder haben besonders starke Beschwerden. Das kann so weit gehen, dass sich die Betroffenen in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen, oder dass es zu Komplikationen, zum Beispiel zu einer Speiseröhrenentzündung, kommt. In diesem Fall sprechen Ärzte auch von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD).

Magensäure bei Reflux

Bei der Refluxkrankheit fließt der saure Inhalt vom Magen zurück in die Speiseröhre und greift die Schleimhaut an

Ursache für eine Refluxkrankheit ist, dass bei den Betroffenen häufiger als bei gesunden Menschen Mageninhalt aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Da der aufsteigende Mageninhalt mit der hochaggressiven Magensäure vermischt ist, reizt er zunehmend die Schleimhaut, welche die Speiseröhre von innen auskleidet. Infolgedessen empfinden die Betroffenen einen typischen brennenden Schmerz im Bereich des Brustkorbs. Je nach Verlauf der Erkrankung unterscheiden Mediziner verschiedene Formen der Refluxkrankheit.

Refluxkrankheit: Diese Formen gibt es

  • Bei manchen Menschen kommt es infolge der anhaltenden Schleimhautreizung zu einer Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis). Ärzte sprechen dann von einer erosiven Refluxkrankheit (ERD). Die Speiseröhrenentzündung tritt bei ungefähr 40 Prozent der Betroffenen auf und kann starke Schmerzen verursachen.
  • Bei der nicht-erosiven Refluxkrankheit (NERD) kommt es nicht zu einer Entzündung der Speiseröhre und die Betroffenen leiden hauptsächlich an Sodbrennen und häufigem Aufstoßen. Diese Form der Refluxkrankheit ist mit einem Anteil von 60 Prozent die häufigste.
  • Bei einem Barrett-Ösophagus kommt es durch die ständige Reizung der Schleimhaut zu einer dauerhaften Veränderung der Schleimhautzellen. In seltenen Fällen kann aus den veränderten Zell ein Tumor entstehen.
  • In manchen Fällen kommt es zu einer sogenannten extraösophagealen Manifestation der Refluxkrankheit. Dabei geraten auch andere Organe – vor allem die Atemwege und der Kehlkopf – in Mitleidenschaft und die Betroffenen leiden unter Reizhusten, chronischer Bronchitis, Heiserkeit und Schlafstörungen.

Die Refluxkrankheit ist gerade in den westlichen Industrieländern relativ weit verbreitet. Experten gehen davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Bevölkerung von der Erkrankung betroffen sind. Männer und Frauen erkranken dabei ungefähr gleich häufig.